
- Alpiner Skiweltcup 2010/2011 - Markus Müller
Im Alpinen Skiweltcup 2010/2011 der Herren wurden 36 Rennen ausgetragen. Ursprünglich sollten 38 Rennen gefahren werden, neun Abfahrten, sieben Super-G´s, acht Riesenslaloms, elf Slaloms (ein Parallelslalom) und drei Super-Kombinationen. Der Wettergott hatte allerdings nicht immer ein Einsehen. Im Februar 2011 legte der Skiweltcup eine dreiwöchige Pause ein. In dieser Zeit ging es bei der Alpinen Ski-WM 2011 im deutschen Garmisch-Partenkirchen um die begehrten Medaillen.
Titelverteidiger und Sieger im Winter 2010/2011
Mit Spannung wurde erwartet, welche Ski-Cracks sich in der Saison 2010/2011 die prestigeträchtigen Weltcup-Kristallkugeln holen. In der Saison 2009/2010 krönte sich noch der Schweizer Ausnahmekönner Carlo Janka zum Gesamtweltcupsieger. In seine Fußstapfen trat im Winter 2010/2011 der Kroate Ivica Kostelic. Den Abfahrtsweltcup holte sich 2009/2010 der Schweizer Didier Cuche. Im Winter 2010/2011 gelang ihm die erfolgreiche Titelverteidigung. Zudem beerbte Cuche den Kanadier Erik Guay als Gewinner des Super-G-Weltcups. Der beste Riesenslalomfahrer der Saison 2009/2010, Ted Ligety aus den USA, fuhr auch 2010/2011 in einer eigenen Liga. Eine weitere Kristallkugel holte sich Kostelic als Sieger des Super-Kombi-Weltcups 2010/2011. Damit beerbte er den Österreicher Benjamin Raich. Dessen Landsmann Reinfried Herbst musste seine Slalom-Kristallkugel ebenfalls an Kostelic abgeben. Hier der FIS-Rennkalender 2010/2011 zum Nachlesen:
Oktober/November 2010: Rennen in Sölden, Levi und Lake Louise
Auch die Weltcup-Saison 2010/2011 wurde im österreichischen Sölden eröffnet. Auf dem Rettenbachferner sollten die Herren am Sonntag, den 24. Oktober 2010 den traditionsreichen Riesenslalom bestreiten, doch das Rennen (2. Durchgang) fiel dem schlechten Wetter zum Opfer (kein Ersatz). Entgegen der ursprünglichen Planungen fand in Sölden auch kein Teamwettbewerb statt. Erst nach einer dreiwöchigen Weltcup-Pause ging es im finnischen Levi weiter. Dort wurde am 14. November der erste Slalom der Saison ausgetragen (Sieger: Grange/FRA). Die ersten Speedevents des Winters fanden in Kanada statt. Am 27. November stand in Lake Louise zunächst eine Abfahrt an (Sieger: Walchhofer/AUT). Am 28. November folgte dann ein Super-G (Sieger: Grünenfelder/SUI). Im Anschluss schlug der Herren-Weltcuptross seine Zelte im amerikanischen Nobelskiort Beaver Creek auf.
Dezember 2010: Beaver Creek, Val d´Isère, Gröden, Alta Badia und Bormio
Das verlängerte Weltcup-Wochenende in Beaver Creek sollte mit den Speedrennen auf der berühmt-berüchtigten Raubvogel-Piste, der "Birds of Prey", beginnen. Die erste Saison-Abfahrt musste aber am 3. Dezember 2010 wetterbedingt abgesagt werden. Der Super-G konnte am 4. Dezember planmäßig durchgeführt werden (Sieger: Streitberger/AUT). Am 5. Dezember wurde noch ein Riesentorlauf ausgetragen (Sieger: Ligety/USA). Im Anschluss verließ der Skiweltcuptross Nordamerika in Richtung Europa.
Am 11. Dezember fand im französischen Val d´Isère ein Riesenslalom statt (Sieger: Ligety/USA). Die Slalom-Spezialisten konnten dann am 12. Dezember ihr Können unter Beweis stellen (Sieger: Hirscher/AUT). Anschließend machten sich die Speed-Könige auf den Weg ins italienische Val Gardena. In Gröden stand am 17. Dezember zunächst ein Super-G an (Sieger: Walchhofer/AUT). Am 18. Dezember ging dann die legendäre Saslong-Abfahrt über die Bühne (Sieger: Zurbriggen/SUI). Im Nachbartal wurde am 19. Dezember der traditionsreiche Riesenslalom von Alta Badia ausgetragen (Sieger: Ligety/USA). Zwischen Weihnachten und Neujahr reisten die Abfahrer ins italienische Bormio. Dort bestritten sie am 29. Dezember die berühmt-berüchtigte "Stelvio"-Abfahrt (Sieger: Walchhofer/AUT).
Januar 2011: München, Zagreb, Adelboden, Wengen, Kitzbühel, Schladming und Chamonix
Der alpine Herren-Weltcup startete am Sonntag, den 2. Januar im Münchner Olympiapark mit einem Parallelslalom (City Event) in das neue Jahr 2011 (Sieger: Kostelic/CRO). Die besten 16 Herren der Weltcup-Gesamtwertung durften in der bayerischen Landeshauptstadt an den Start gehen. Das Ergebnis zählte für den Gesamtweltcup, jedoch nicht für den Disziplinenweltcup. Am 6. Januar 2011 folgte ein Slalom im kroatischen Zagreb (Sieger: Myhrer/SWE). Im Anschluss machte sich der Weltcuptross auf den Weg nach Adelboden/Schweiz. Nach dem legendären Adelboden-Riesenslalom am 8. Januar (Sieger: Richard/FRA und Svindal/NOR) wurde am 9. Januar der Slalom ausgerichtet (Sieger: Kostelic/CRO).
Im benachbarten Wengen bestritten die besten Allrounder am 14. Januar eine Super-Kombi (Sieger: Kostelic/CRO). Am 15. Januar folgte die klassische Lauberhorn-Abfahrt (Sieger: Kröll/AUT). Abgeschlossen wurde das verlängerte Weltcup-Wochenende im Berner Oberland am 16. Januar mit einem Slalom (Kostelic/CRO). Wenige Tage später stand mit den Hahnenkammrennen das nächste Highlight an. Im Tiroler Nobelskiort Kitzbühel wurde am 21. Januar zunächst ein Super-G ausgetragen (Sieger: Kostelic/CRO). Die traditionsreiche Streif-Abfahrt ging am 22. Januar über die Bühne (Sieger: Cuche/SUI). Am 23. Januar fand dann auf dem Ganslernhang der Slalom statt (Sieger: Grange/FRA). In Kitzbühel gab es 2011 auch wieder die Hahnenkammkombination (Sieger: Kostelic/CRO).
Im steirischen Schladming wurde am 25. Januar der bekannte Nacht-Slalom ausgerichtet (Sieger: Grange/FRA). Im Anschluss gastierte man noch einmal in den französischen Alpen. In Chamonix stand am 29. Januar eine Abfahrt (Sieger: Cuche/SUI) und am 30. Januar eine Superkombi (Sieger: Kostelic/CRO) auf dem Programm.
Februar/März 2011: Hinterstoder, Bansko, Kranjska Gora, Kvitfjell und Lenzerheide
Der Februar stand ganz im Zeichen der Alpinen Ski-WM 2011 im bayerischen Garmisch-Partenkirchen. Die Titelkämpfe stiegen vom 7. bis 20. Februar 2011. Zuvor standen im österreichischen Hinterstoder noch zwei Herren-Weltcup-Entscheidungen an. Am 5. Februar wurde dort ein Super-G (Sieger: Reichelt/AUT) und am 6. Februar ein Riesentorlauf (Sieger: Schörghofer/AUT) ausgetragen.
Nach der Weltmeisterschaft wurde der Alpine Skiweltcup im bulgarischen Bansko fortgesetzt. Einer Superkombination am 26. Februar (Sieger: Innerhofer/ITA) folgte am 27. Februar ein Slalom (Sieger: Matt/AUT). Im Anschluss schlug der Weltcuptross der Männer seine Zelte im slowenischen Kranjska Gora auf. Dort wurde am 5. März ein Riesenslalom (Sieger: Janka/SUI) gefahren, am 6. März folgte dann ein Slalom (Sieger: Matt/AUT). Im norwegischen Kvitfjell bestritten die Downhill-Könige am 11. März (Ersatz für Beaver Creek) und 12. März zwei Abfahrten (Sieger: Feuz/SUI und Walchhofer/AUT) und am 13. März einen Super-G (Sieger: Cuche/SUI).
Das Weltcupfinale 2011 steigt in Lenzerheide/Schweiz. Zum Auftakt stand am 16. März eine Abfahrt an (Sieger: Theaux/FRA). Am 17. März sollte der Super-G stattfinden, doch er wurde wetterbedingt abgesagt. Am 18. März fiel auch der Riesentorlauf dem schlechten Wetter zum Opfer. Der letzte Saison-Slalom wurde am 19. März ausgetragen (Sieger: Razzoli/ITA). Nach dem Teambewerb am 20. März 2011 (Sonntag) schließt der Weltcupzirkus für diesen Winter seine Tore.
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