Präsentation: Der ARAG-Tower in Düsseldorf

Der Fotograf Torsten Toups, seine Ansichten und Fotos zum Büroturm

ARAG - Tower Düsseldorf - Torsten Toups
ARAG - Tower Düsseldorf - Torsten Toups
Das in den Jahren 1998 bis 2001 erbaute Hochhaus in der Nähe des Autobahnzubringers Mörsenbroicher Ei hat sich harmonisch in sein Umfeld eingefügt. Eine Bestandsaufnahme.

Der im Düsseldorfer Zooviertel lebende und arbeitende Fotograf Torsten Toups widmet seine Aufmerksamkeit beim Schießen seiner Fotos bevorzugt seiner unmittelbaren Umgebung. Der ehemalige Malermeister sieht sich dabei sehr genau um und schaut sich an, wie sich Gebäude in ihr Umfeld eingegliedert haben. Gerade bei großen Bürogebäuden ist es oftmals so, dass sie einen unschönen Kontrast zu der Bebauung ihrer Nachbarschaft bilden.

Im Falle des scheibenförmig errichteten ARAG-Towers ist dies nach Toups‘ Ansicht nicht der Fall: „Der Turm ist mit seinen 32 Etagen das höchste Haus Düsseldorfs und damit naturgemäß höher, als die fünf- bis sechsgeschossigen Mehrfamilienhäuser der Nachbarschaft. Aber durch seine formschöne, unaufdringliche Gestaltung gewinnt das Haus ebenso Sympathiepunkte, wie durch die zur Erholung einladenden Grünflächen rundherum.“

Die wichtigsten Informationen zum ARAG-Tower im Kurzüberblick

Das Gebäude wurde von den Architekten Foster und Partners sowie Rhode Kellermann Wawrowsky (RKW) entworfen. Es dient der ARAG-Versicherungsgesellschaft als Hauptverwaltungssitz und liegt im Düsseldorfer Stadtteil Mörsenbroich, aber unweit der Grenze zum Stadtteil Düsseltal. Düsseltal wird wegen seiner Lage am Zoopark auch als Zooviertel bezeichnet. Der ARAG-Tower ersetzt das alte, denkmalgeschützte Stufenhochhaus, das an gleicher Stelle gestanden hat, aber wegen seines Asbestanteils abgerissen werden mußte. Die Hochtief AG errichtete den ARAG-Tower in den Jahren 1998 bis 2001. Er toppt mit seinen 125 Metern Höhe den Turm der Deutsche Rentenversicherung Rheinland am südlichen Ende der Einkaufsmeile Königsallee um zwei Meter.

Der ARAG-Tower liegt an dem hochfrequentierten Verkehrsknotenpunkt Münsterstraße / Brehmstraße / Heinrichstraße, über den der Verkehr zur Autobahn A52 stadtein- und auswärts abgewickelt wird. 1998 wurde gegenüber die neue Niederlassung von Mercedes-Benz eröffnet. In der unmittelbaren Nachbarschaft sind eine hochmoderne Waschanlage, ein Hotelneubau der NH-Kette und das Zentrum für Personalentwicklung ansässig. Großzügige und gepflegte Grünanlagen laden zum Verweilen ein.

Das Flächenkonzept des ARAG-Towers

Nach Angaben des Bauherrn bietet das Gebäude eine Gesamtbruttofläche von 45.543 Quadratmetern. Die Bruttofläche eines Regelgeschosses beläuft sich auf 1.063 Quadratmeter, wobei 21 Regelgeschosse und vier Gartengeschosse errichtet wurden. Vier Etagen sind mit Schulungs- und Besprechungsräumen ausstaffiert. Zwei Kellergeschosse und eine Tiefgarage runden das Nutzungskonzept ab.

Zwischenzeitlich avancierte der ARAG-Tower zum Wahrzeichen des nördlichen Düsseldorfs

Der Bauherr, die ARAG-Versicherung, hat eine hohe Flexibilität bei der Grundrißaufteilung gefordert. Je nach Bedarf sind kleine Büros mit Team-, Gruppen- oder auch Großraumbüros kombinier- oder austauschbar. Eine lichte (innere) Raumhöhe von mindestens 2,75 Meter und ein hoher Grad an Transparenz wurden den Architekten ebenfalls ins Lastenheft für ihre Arbeit geschrieben. Die etwa 950 Mitarbeiter können sich in den linsenförmigen Innenzonen der Etagen miteinander austauschen. Offene Treppen fördern den Eindruck einer optischen Leichtigkeit, die das Gebäude dem Betrachter gegenüber vermittelt. Jeweils drei Geschosse sind in der Innenzone über Treppen miteinander verbunden. In den untersten drei Etagen finden sich ein großzügiges Eingangsfoyer sowie die Casino- und Konferenzbereiche des Sponsorpartners des ARAG World-Team-Cups.

Bemerkenswert sind die vier Gartenetagen, die den Mitarbeitern zur Erholung dienen

Die Glasflächen der Fassade messen 20.000 Quadratmeter. Die Fassade selbst ist als Doppelfassade ausgelegt, durch die eine natürliche Frischluftversorgung und Gebrauchtluftentsorgung gegeben und die als Schalldämmung wirkungsvoll ist. Zudem stellt sich in den Wintermonaten eine Pufferwirkung – der sogenannte Wintergarteneffekt – ausgehend von der geschlossenen Fassadenaußenhaut ein. Je sieben Büroetagen bilden mit einem zweigeschossigen Gartenbereich eine organisatorische wie technische Einheit. Der zwischen diesen Einheiten liegende Luftraum ist ein wesentliches Merkmal des Klimatisierungskonzepts. Bis zu einer Höhe von 120 Metern sind die Fenster zu öffnen. Um auch unternehmensfremden Menschen einen Eindruck dazu zu vermitteln, wie der Ausblick vom ARAG-Tower auf Düsseldorf aussieht, hat die Versicherung Webcams auf dem Dach ihres Hauses installiert.

Der Fotograf Torsten Toups spricht über seine Eindrücke vom ARAG-Tower

„Was mich begeistert,“ so Toups, „ist die Einfachheit des Gebäudes, die aber nicht langweilt.“ Der Fotograf hat daran Gefallen gefunden, dass die Fassaden gewölbt sind und die Wölbungen eine natürliche Spannung erzeugen. Die gewölbten Linien werden vom Gebäudekörper auf die Glasflächen der Doppelfassade übertragen; auf überflüssigen Zierrat wird ganz verzichtet. Die schieferfarbenen Seitenteile lassen das Gebäude im Zusammenspiel mit den Glasflächen vor allen Dingen im Sonnenlicht edel erscheinen. Trotz seiner Größe wirkt das Haus aus keiner Sicht wuchtig; mehr schlank und rank und einer Skulptur ähnlich.

Bei der Gestaltung der Außenanlagen fällt auf, dass die Terasse am Fuß des ARAG-Towers den Radius des Bogens vom Vordach – das auch als Sonnenschutz für das Casino dient – wieder aufnimmt. Die Tiefgaragenrampen sind nahezu unsichtbar in die Außenanlagen eingebunden; beim Betrachten des Bauwerkes dominiert der freundliche Eindruck, der durch die Wiesen und den Teich vor dem Haupteingang gewonnen wird.

Eben dieser Eindruck ist es, der eine Harmonie mit dem Umfeld erzeugt

„Der ARAG-Tower wird daher als Ergänzung und bauliches Highlight, nicht aber als Störfaktor empfunden“, sagt Toups, „und damit ergibt sich für mich ein Gesamtbild, aus dem der ARAG-Tower nur als Gewinner hervorgehen kann.“ Ein persönlicher Eindruck, dem der Fotograf aus dem Düsseldorfer Zooviertel mit seinen Fotos Ausdruck zu verleihen versucht. Daran möchte er die Betrachter seiner Fotos ebenso teilhaben lassen, wie an denen seiner Reise ins georgische Tiflis. Dass der ARAG-Tower aber noch viel mehr zu bieten hat, als nur gelungene Architektur, beweist der Ansatz des Mit-Kind-Büros, das berufstätigen Müttern ermöglicht, ihre bis zu 12 Jahre jungen Kinder zur Arbeit mitzubringen, wenn eine anderweitige Betreuung nicht möglich ist.

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