
- R 26.30.04 - Richtlinie für Saunaaufgüsse - Gesellschaft für Badewesen
Anfang Mai 2011 wurde vom erweiterten Vorstand der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen einstimmig die Schlussfassung der "Richtlinien zur Durchführung von Saunaaufgüssen in öffentlichen Saunaanlagen" beschlossen. Unter der Nummer R 26.30.04 kann nunmehr detailliert nachgelesen werden, welche Standards für die Durchführung von qualifizierten Aufgüssen in Saunaanlagen eingehalten werden müssen.
Notwendigkeit zur Regelung von Aufgüssen
Die Regelungen für die gesundheitsorientierten Aufgüsse seien notwendig geworden, weil der Aufguss heutzutage zu einem der wichtigsten Besuchsmotive und für die öffentlichen Bäder zu einem bedeutenden Marketinginstrument zähle, so der Deutsche Sauna-Bund e.V. in einer Pressemitteilung. Die Beliebtheit des Aufgusses habe dazu geführt, dass die Aufgussintensität und die durchschnittliche Anzahl der Aufgüsse, an welchen der Saunagast teilnimmt, sich erhöht haben. Es bestand die Notwendigkeit, Standards für die Durchführung von Aufgüssen zu entwickeln und so dem Schutz von Saunagästen, Mitarbeitern und Saunabetreibern zu dienen, meint der Sauna-Bund.
Inhalt der Richtlinien zur Durchführung eines Aufgusses
Die Richtlinien zur Durchführung von Saunaaufgüssen enthalten unter anderem Hinweise zu den räumlichen Bedingungen, den Anforderungen an das Aufgusspersonal sowie Festlegungen für die eigentliche Durchführung das Aufgusses wie zum Beispiel die Menge des aufzugießenden Wassers und die Dauer des Aufgusses.
Zu beziehen ist die zwölfseitige Broschüre zum Preis von 35,00 Euro inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten über die Sauna Matti GmbH, Kavalleriestraße 9 in 33602 Bielefeld.
Der Aufguss zu Hause
Auch für den Aufguss in der heimischen Sauna gibt es Empfehlungen vom Deutschen Sauna-Bund. So sollte zunächst auf das richtige Zubehör geachtet werden: Holzkübel, eine Holzkelle, ein Tuch zum Wedeln, lauwarmes Wasser und auf Wunsch natürliche oder naturidentisch hergestellte Duftzusätze.
Mit der Holzkelle wird das Aufgusswasser vorsichtig auf dem heißen Ofensteinen verteilt. Dabei gießt man von hinten nach vorne, damit der rasch aufsteigende Wasserdampf nicht die Hand berührt. Am stärksten sammeln sich die Dämpfe im obersten Drittel der Sauna. Mit Hilfe des Wedeltuches sorgt man für eine gleichmäßige Verteilung. Gleichzeitig wird die, sich unmittelbar über der Haut befindliche, Isolationsschicht "weggeweht" und erhöht so den zusätzlichen Hitzereiz - die Wärme in der Sauna wird als noch wärmer empfunden.
Wichtig ist, beim Aufguss in öffentlichen Bädern genauso wie zu Hause: Wird der Aufguss als zu heiß und sogar als unangenehm empfunden, ist es besser, den Raum zu verlassen.
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