Der Augensammler von Sebastian Fitzek

Der Augensammler Cover - Droemer Knaur Verlag
Der Augensammler Cover - Droemer Knaur Verlag
Der 6.Roman von Deutschlands Psychothriller-Star Sebastian Fitzek verspricht ein fesselndes Leseerlebnis - hält er es auch? Eine Rezension mit Antworten.

"Er spielt das älteste Kinderspiel der Welt:

Verstecken.

Er spielt es mit deiner Tochter. Deinem Sohn.

Er gibt dir 45Stunden Zeit, sie wiederzufinden.

Der Countdown läuft..."

So lautet der Klappentext auf Sebastian Fitzeks 6.Roman „Der Augensammler“, der ab dem 01.06.2010 im Buchhandel zu finden ist. Auch wenn diese Zeilen schon den Hauch einer Ahnung aufkommen lassen, was den Leser auf den eingeschlossen Seiten erwartet - das gesamte packende, schweißtreibende Erlebnis vermögen sie nicht auszudrücken.

Der Augensammler – Die Geschichte

Das Buch beginnt wunderlicher Weise mit dem Ende, zumindest mutet es so an wenn man beim ersten Aufschlagen sowohl Epilog, als auch das letzte Kapitel vorfindet, wo man bei einem normalen Buch doch fest mit einem Vorwort rechnet. Dass „Der Augensammler“ auch in anderer Hinsicht kein normales Buch ist verraten dem aufmerksamen Leser weitere Auffälligkeiten, wie z.B. die Seitenzahlen, die sich irgendwie seltsam verhalten und im ersten Moment an einen Druckfehler glauben lassen. Spätestens bei der Warnung wird auch dem letzten klar sein: „Der Augensammler“ ist anders.

Die Story des Psychothrillers aus der Feder von Sebastian Fitzek nimmt jedem schlagartig die Möglichkeit das Buch wieder aus der Hand zu legen, bevor man am Ende - oder auch Anfang -angekommen ist. Müdigkeit stellt sich aufgrund des hohen Adrenalinspiegels gar nicht erst ein, andere menschliche Grundbedürfnisse geraten schlichtweg in Vergessenheit.

Die von Fitzek eingesetzte Sprache ist so einfach wie bildlich, sie lässt Szenen entstehen, die klarer und schärfer sind als jede HD-Auflösung und bewirkt dass man bald nicht einmal mehr wahrnimmt wie die Seiten und die Zeit verfliegt.

Die Figuren in „Der Augensammler“ tun ein Übriges zu dieser Erfahrung. Obwohl nur schwarze Tinte auf eierschalenfarbenen Papier, wirken sie geradezu greifbar lebendig. Durch geschickt eingesetzte Beschreibungen, eigene, manchmal nicht ganz höfliche, Sprache, Ticks und Schwächen – werden aus den Charakteren, die in diese Geschichte geworfen wurden, nahezu reale Menschen. Jeder getrieben von seinen persönlichen Dämonen, erlauben sie es dem Leser sich mit auf die verworrene Jagd nach dem Augensammler zu begeben.

Der Mann hinter dem Buch – Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek hat mit diesem Roman wieder einmal unter Beweis gestellt, dass sich gute Recherche und wohldurchdachte Stories durchaus bezahlt machen. Denn tatsächlich unterlaufen ihm keine der sonst so ärgerlichen Fehler. Langweilige Stereotype sucht man ebenso vergebens, wie holprige Übergänge oder unbefriedigende Erklärungen.

Bei der Lesetour die zur Veröffentlichung seines Psychothrillers „Der Augensammler“ geplant ist, wird er sich also nicht verstecken müssen.

Sebastian Fitzeks Lese-Tour-Plan 2010

02.06.10 Buchpremiere in Berlin

03.06.10 Lesung in Cottbus

04.06.10 Lesung in Dresden

07.06.10 Lesung in Leipzig

08.06.10 Lesung in Hannover

15.06.10 Signierstunde in Düsseldorf

15.06.10 Lesung in Köln

16.06.10 Lesung in 57462 Olpe

17.06.10 Lesung in Essen

23.06.10 Signierstunde in Stuttgart

03.07.10 Signierstunde in Berlin

08.10.10 Lesung "Mord am Hellweg" 59439 Holzwickede

Sebastian Fitzek, Der Augensammler, gebundene Ausgabe, Droemer Verlag 2010, 448 Seiten, 16,95€

Jessika Mueller, Jessika Mueller

Jessika Mueller - studiert Amerikanistik und Deutsch als Fremdsprache an der Universität Leipzigseit 2007 Lehrerin für autogenes Training und ...

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