Seit 1996 gibt es den Austrian Internet Monitor. Er soll einen repräsentativen Überblick über die Nutzung und Entwicklungsperspektiven von Internet und anderen neuen Kommunikationstechnologien liefern. Das Meinungsforschungsinstitut Integral führt dazu 12.000 telefonische Interviews pro Jahr durch – repräsentativ für die Bevölkerung ab 14 Jahren. 1.500 telefonische Interviews pro Jahr messen die Nutzung im Unternehmensbereich. Nun hat sich der AIM mit den Handys und den Applikationen beschäftigt.
Der Austrian Internet Monitor und die Applikationen
Im März 2011 wurden die neuen Ergebnisse des AIM präsentiert. 91 Prozent der österreichischen Bevölkerung nutzen ein Mobiltelefon. Diese Zahl steigt in der letzten Zeit nur noch geringfügig an. Das Mobiltelefon entwickelt sich immer mehr zu einem Multimediagerät. So kann man immer und überall seine Mails abrufen, im Internet surfen, Musik hören oder die kleinen, mehr oder weniger nützlichen, Programme nutzen.
Die Rede ist von Applikationen – den sogenannten Apps. Programme, die navigieren können, die einem sagen, wie das Wetter ist, die Nachrichten oder ein Kochbuch liefern, einem die Bilder eines Museums zeigen oder einfach nur Spiele bieten. Apple hat es vorgemacht – nun sind auch die anderen Betreiber auf den Geschmack gekommen. Die Nutzer eines Smartphones oder Tablet-Computers können sich diese gratis oder gegen Bezahlung in den jeweiligen Stores der Anbieter herunterladen. 20 Prozent der Handybesitzer haben zumindest eine App auf ihrem Handy installiert. Jeder fünfte Mobilfunkbesitzer nutzt bereits Apps.
Die App-Nutzer
Der typische App-Nutzer ist jung, männlich und gut gebildet. 42 Prozent der Teenager haben Apps auf ihren Handys, jedoch nur 8 Prozent der 50 bis 59-jährigen und 7 Prozent in der Generation 60+. Auch sind 28 Prozent der App-Nutzer Männer und nur 12 Prozent Frauen. Und unter den Maturanten und Akademikern sind die Applikationen-Nutzer überdurchschnittlich vertreten. Der Austrian Internet Monitor konnte kaum Unterschiede in der regionalen Betrachtung ausmachen. Die Applikationen erfreuen sich in ganz Österreich gleicher Beliebtheit.
Der durchschnittliche Anwender hat zehn Apps auf seinem Handy installiert. Im Schnitt werden sechs Applikationen regelmäßig verwendet. Von jenen Programmen, die nicht mehr benötigt werden, trennen sich die Nutzer auch wieder. Im Schnitt sind es acht Anwendungen, die schon wieder gelöscht wurden. Die Favorits stammen aus den Bereichen Navigation (72 Prozent), Wetter (64 Prozent), Spiele (60 Prozent), soziale Netze (57 Prozent), Nachrichten (56 Prozent) und Musik/Multimedia (52 Prozent).
6 Prozent der Handynutzer wissen, dass ihr Mobiltelefon App-fähig ist und wissen auch wie die Installation funktioniert, haben diese aber noch nicht vorgenommen. Aber es gibt auch noch jene 40 Prozent der Handybesitzer, die gar nicht wissen, ob ihr Mobiltelefon diese Möglichkeit überhaupt unterstützt. Das bietet noch Potential.
