Der Baum als natürlicher CO2-Filter

Zurück zu den Wurzeln des Klimaschutzes

Im Inneren jedes grünen Blattes vollzieht sich das Wunder des natürlichen Klimaschutzes: Kohlendioxid wird abgebaut, Sauerstoff wird gewonnen.

Mehr Abgase zu produzieren und mehr Wälder zu roden als gut ist, hat das Klima der Erde verändert. Ob die Erde die Auswirkungen menschlichen Handelns verkraftet, steht nicht zur Debatte – sie hat schon Schlimmeres, wie Meteoriten-Einschläge und Eiszeiten, wegstecken können und hat sich immer neu regeneriert. Die Frage ist nur: Kann die Menschheit das auch…?

Die Bewusst-Werdung der Probleme, die der Raubbau an natürlichen Ressourcen anrichtet, hatte zur Folge, dass sich Staatsoberhäupter über Maßnahmen zur Eindämmung von klimaschädlichen Emissionen, wie zum Beispiel Kohlendioxid, Gedanken machten.

Das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz

Beim Weltklimagipfel 1997 in Kyoto wurde im festgehalten, dass die Industriestaaten ihren Treibhausgas-Ausstoß bis 2012 auf jenes Level reduzieren sollten, das in den 1980ern existierte. Die genauen Prozentsätze zur Verringerung der Emissionen wurden je nach Entwicklungs- und Wirtschaftsstatus der Länder vergeben.

Die USA unter George W. Bush traten zur Gänze aus dem Kyoto-Prozess aus; einige andere Staaten waren strikt gegen die Emmissions-Einschränkungen, deswegen wurde einlenkend der Kompromiss angeboten, dass ein großzügiger Teil der CO2-Reduktion durch Aufforstung von Waldbeständen erfolgen dürfte.

Bis zum heutigen Zeitpunkt haben 183 Staaten der Welt diesem Protokoll (ganz oder teilweise) zugestimmt, die USA bleiben standhaft bei ihrem Nein zum Protokoll.

Warum kann ein Baum CO2 aufnehmen?

In den Blättern von Laub- und Nadelbäumen und niedrigeren Pflanzen findet das Wunder der CO2-Aufnahme tagtäglich statt, die einfache Formel lautet:

Wasser mit Nährstoffen + Sonnenschein + CO2 = Pflanzenwachstum + O2

Dieser Prozess nennt sich Photosynthese, und funktioniert durch den grünen Blatt-Farbstoff Chlorophyll, der das Licht absorbiert. Der Kohlenstoff aus dem CO2 wird in der Pflanze gebunden und der Sauerstoff an die Luft abgegeben.

Wie viel CO2 wird durch Waldbestände aus der Luft gefiltert?

Das bayrische Landwirtschaftsministerium hat 2007 errechnet, dass 1 Hektar Wald pro Jahr 10 Tonnen Kohlendioxid aus der Luft filtern kann. Zur leichteren Verständnis würde das umgerechnet bedeuten, dass eine 25 Meter Hohe Buche soviel Sauerstoff produzieren kann, wie 3 erwachsene Menschen zum Atmen brauchen.

Eine Faustregel lautet, dass Nadelbäume mehr Sauerstoff produzieren als Laubbäume, junge Bäume mehr als alte.

Österreich zählt seit langem zu den waldreichsten Ländern Europas, dort wächst durch die naturnahe Waldbewirtschaftung Jahr für Jahr ein Bestand von 7.700 Hektar Wald mehr heran, als abgeholzt wird.

Holz als Produkt der CO2-Filterung

Holz ist also, wenn man das Schema der Photosynthese beachtet, nur ein Nebenprodukt bei der CO2-Entsorgung und der Sauerstoff-Erzeugung. Daher ist es umso bemerkenswerter, dass Holz ein vielseitiger und einzigartiger Heiz- und Baustoff ist.

Bei der energetischen Verwendung von Holz (z.B. Heizung) wird der Kohlenstoff, der im Laufe der Jahre gebunden wurde, wieder an die Atmosphäre abgegeben. Wird Holz als Baustoff verwendet, bleibt der Kohlenstoff gebunden, was für eine hervorragende Ökobilanz des natürlichen Rohstoffes sorgt.

Elke Zmugg, Elke Zmugg

Elke Zmugg - Ich wohne mit meiner Familie im wunderschönen grünen Herzen Österreichs, in der Steiermark. Nach meiner Matura in einer ...

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