Der Beatbasar in der Halle 02 in Heidelberg

Der Beatbasar - ©Thorsten Scholl / halle02
Der Beatbasar - ©Thorsten Scholl / halle02
Wo verkaufen junge Designer und Kreative ihre Waren? In der Halle 02, immer wenn es heißt: Willkommen zum Beatbasar, Eintritt frei.

Am 3. Oktober 2011 öffnete die Halle erneut ihre Pforten für potenzielle Shopper und Stauner – es war wieder Beatbasar. Die Halle ist eine Kulturstätte, die zunächst nur die Halle 02 war, jetzt aber aus drei Hallen besteht. Am alten Güterbahnhof in alten Lagerhallen wird nachts ausgelassen getanzt und gefeiert. In dieser Partylocation lassen Bands und DJs ihr Können hören. Doch die Halle kann mehr. Tagsüber wird es beschaulicher, aber nicht minder spannend. Die neue Kunsthalle lädt zu visuellen Erkundungstouren ein und der Beatbasar zum entspannten Stöbern, Shoppen und Chillen.

Der Beatbasar hat seinen Namen wohl daher, dass der Basar mit Beats, sprich Musik unterlegt wird. Die großen und dennoch verwinkelten Hallen sind so gestaltet, dass ein ganz eigenes Flair entsteht: Diese Hallen bieten den passenden Raum für kreative Künstler, die ihre Waren mit Liebe hergestellt haben und nun zum Kauf anbieten.

Ausgefallene Designerstücke, Unikate und Unglaubliches

Von 15:00 bis 19:00 Uhr lag das Streben nach Selbstverwirklichung und freier Kreativität in der Luft. Ein ruhiger Herbsttag, die Sonne schien, ein laues Lüftchen wehte. Auch wenn durch die entstehende Bahnstadt, einem neuen Heidelberger Stadtteil, einiges an Weitläufigkeit eingebüßt wurde, ist das Areal vor und hinter der Halle immer noch atmosphärisch. Es mischt sich Fabrikstil mit Neugier auf Kommendes. Neben der Halle waren zwei Bordelle, eines davon hat schon geschlossen. Der Gartenmarkt gegenüber ist verschwunden. Graue Neubauten streben dort in den Himmel, wo einst der Zollhofgarten war. Doch die Halle steht noch und sie hat einen neuen Garten, genannt: Garten. Das passt, denn hier trifft pur auf liebevoll auf zweckmäßig auf machbar.

Parallel zum Beatbasar gab es im Garten leckere aber erschwingliche Snacks und die gängigen Getränke. Gemütliches Beisammensein war Trumpf. Hier trafen Mütter auf Rapper auf Alternative auf Spießer auf Lehrer auf Schüler auf Studierende…

Was macht den Beatbasar besonders?

Das bunt gemischte Publikum einte eins: Aufgeschlossenheit. Das trifft sich gut, denn die Händler waren ebenso aufgeschlossen und freundlich. Verheißungsvolle Markennamen wie >>missrathen<<, >>Dachs Dessert<<, >>Frollein Unrath<< und >>fremdformat<< sind alles, aber nicht gewöhnlich. Das Sortiment war breit gefächert. Auf diesem Beatbasar waren sogar aromatisierte Essige und Öle und entzückend gestaltete Schokoladen zu haben. Kleidung, Einrichtungsgegenstände, Taschen, Schmuck, Accessoires für alle nur erdenklichen Lebenslagen wurden feilgeboten. Es war bunt und interessant. Selbstbedruckte T-Shirts, Teetassenringe und Etageren aus altem Porzellan, selbst Gefilztes und Gehäkeltes konnte bestaunt und gekauft werden. Überhaupt war hier alles selbstgemacht. In den Waren scheint das Herzblut der Hersteller zu liegen. Ein Unikat reiht sich an das andere. Wer weiß, vielleicht sind das hier die Stardesigner von morgen!? Also schnell noch ein Schätzchen erhaschen.

Ausblick und Adresse

Die Halle wird auch in Zukunft bestehen bleiben. Anstatt der Bahnstadt zu weichen, wird diese als Kulturzentrum in den neuen Stadtteil eingepasst werden. Der nächste Beatbasar findet am Sonntag, den 11.12.2011 von 15:00 bis 19:00 Uhr statt. Aber auch für das kommende Jahr ist der Beatbasar in der Halle eingeplant. Die genaue Adresse lautet: Güteramtstraße 2, 69115 Heidelberg. Es ist möglich einen Beatbasar-Newsletter zu abonnieren, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Quellennachweis: