
- Weihnachtspyramide in Dresden - Steffi Pelz
In der Zeit von Ende November bis zu den Festtagen locken wieder zahlreiche Weihnachtsmärkte in der ganzen Republik die Besucher an. In fast jedem Ort stehen die beleuchteten Holzbuden, in denen vor allem Glühwein und gebrannte Mandeln verkauft werden. Auch der Dresdener Striezelmarkt lädt zu einem Bummel ein.
Dresdner Stollen, Pulsnitzer Pfefferkuchen und Kunstwerk aus dem Erzgebirge
Dieser Weihnachtsmarkt, der auf dem Altmarkt stattfindet, ist einer der Ältesten in Deutschland und erhielt seinen Namen nach dem Striezel, einem Vorgänger des Dresdner Christstollen. Diese Spezialität bekommt man daher in verschiedenen Variationen an allen Ecken angeboten. Dass der Weihnachtsmarkt ganz im Zeichen jenes Gebäckes steht, zeigt auch das Stollenfest, das am zweiten Adventswochenende gefeiert wird. Ein etwa vier Tonnen schwerer Christstollen wird hierfür vom Zwinger zum Striezelmarkt gefahren. Nach der Zerteilung mit einem 1,6 Meter langen Stollenmesser besteht die Möglichkeit, Portionen davon zu kaufen.
Da die Stadt Pulsnitz nur wenige Kilometer nordöstlich von Dresden liegt, bietet es sich geradezu an, auch mehrere Sorten Pulsnitzer Pfefferkuchen auf dem Striezelmarkt zu verkaufen. Doch nicht nur Naschkatzen werden an den zahlreichen Ständen finden, was das Herz begehrt. Der Dresdener Weihnachtsmarkt ist ebenfalls berühmt für sein umfangreiches Angebot an volkstümlichen Schnitzereien wie Räuchermännchen, Nussknacker, Schwibbögen und anderen Kunstwerken aus dem Erzgebirge. Plauener Spitzen, Blaudruck und Keramik aus der Lausitz sowie Korbwaren sind ebenfalls Besonderheiten, die man hier bekommt. Echte Handarbeit hat natürlich ihren Preis. Im Allgemeinen sind die Kosten für Essen, Trinken und Mitbringsel recht verbraucherfreundlich.
Höchste Stufenpyramide der Welt
Ein toller Blickfang im Mittelpunkt des Marktes ist die Stufenpyramide. Mit einer Höhe von 14,62 Meter und 42 verschiedenen Holzfiguren, ist sie die Größte der Welt und steht sogar im Guinness Buch der Rekorde. Um den Stolz darüber zu zeigen und die Aufmerksamkeit der Besucher noch einmal gesondert auf dieses Kunstwerk zu lenken, ist es Tradition geworden, am 3. Adventswochenende ein Pyramidenfest auf die Beine zu stellen. Hierbei treten talentierte Nachwuchssänger aus ganz Deutschland zu einem Sangeswettstreit um eine Striezelmarkt-Pyramide an. Viele Vorführungen und Workshops um die Erzgebirgische Volkskunst runden die Feierlichkeiten ab.
Märchen- und Großfiguren
Für Staunen und weihnachtliches Flair sorgen auch Großfiguren wie der Schneemann, Nussknacker, Bergmann und der einem Schornsteinfeger nachempfundene Pflaumentoffel. Letzterer wurde erst durch den Verkauf auf dem Striezelmarkt bekannt und darf daher als Symbol nicht fehlen. Kinderherzen wird dazu der Märchenwald mit 100 Märchenfiguren höher schlagen lassen.
Das tägliche Öffnen des Adventskalenders, der in Form eines Märchenschlosses errichtet ist, wird von einem Bühnenprogramm umrahmt, so dass auch in der Woche für festliche Unterhaltung gesorgt wird. Wer kann, sollte ohnehin von Montag bis Donnerstag den Striezelmarkt besuchen. In dieser Zeit ist es nicht so voll, und man kann in Ruhe an den Ständen vorbeibummeln.
Mehrere Weihnachtsmärkte in der Stadt
Wer sich warm angezogen hat, sollte sich eine Fahrt mit dem Riesenrad nicht entgehen lassen. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick über den Weihnachtsmarkt und die Dresdener Altstadt. Außerdem kann man erkennen, dass mehrere kleinere Weihnachtsmärkte in der Stadt verteilt sind. Wer es also noch ein wenig familiärer liebt, wird sich dort von weihnachtlichen Düften und dem Lichterglanz verzaubern lassen können. So findet man zum Beispiel im Stallhof einen historischen Markt. Gaukler und Schmiede fehlen hier ebenso wenig wie nach mittelalterlichem Rezept gebackener Kuchen und selbstgemachter Apfelsaft.
Öffnungszeiten des Striezelmarktes
- Eröffnung am 26. November 16 Uhr
- Täglich: 10 - 2 Uhr
- Letzter Tag am 24.Dezember: 10 - 14 Uhr
