Surfstick von Financial Times Deutschland im Test

Der Financial Times-Internetstick ermöglicht günstiges Surfen im Vodafone-Netz. Das Surfstick-Angebot ist jedoch langsamer und teurer als die Konkurrenz.

Das mobile Surfen findet immer mehr Anhänger. Wer ein Laptop oder Notebook besitzt, möchte damit auch unterwegs ins Internet, um sich zu informieren oder seine E-Mails zu lesen. Das ist ganz einfach mit einem Surfstick möglich. Immer mehr Anbieter bringen Surfstick-Tarife heraus. Jetzt ist auch die Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland (FTD) mit ihrem Prepaid-Surfstick dabei. Der Financial Times-Surfstick entspringt einer Kooperation mit Vodafone. Das Angebot reiht sich nahtlos in die anderen Kooperationen der Vodafone D2 GmbH ein. Neben Financial Times hat Vodafone auch noch ähnliche Kooperationen mit RTL, Mobook, 1&1 und Bild. Die Angebote von RTL, Financial Times Deutschland und Bild ähneln sich.

Der FTD-Internetstick im Vergleich zu den Surfstick-Angeboten der Konkurrenz

Für das Surfen im Internet stehen vier nationale Surfpakete zur Auswahl. So fallen bei 60 Minuten Internetnutzung Kosten von 0,99 Euro an. Einen Tag lang surfen, also 24 Stunden, kostet 2,99 Euro und 7 Tage Internetzeit kosten 8,99 Euro. Für 19,99 Euro gibt es auch ein Paket für 30 Tage. Dieser Paketpreis ähnelt einigen Festnetzangeboten anderer Anbieter und ist damit auch zur ständigen Internetnutzung geeignet.

Negativ zu beurteilen sind die maximal möglichen Datenvolumen der einzelnen Pakete. Sind es bei den Paketen für 7 und für 30 Tage 1GB, so sind es bei den Paketen für 60 Minuten und 24 Stunden nur 500 MB. Auch hier liegt das Angebot weit hinter dem Datenvolumen von 5GB anderer Anbieter zurück. Für eine Nutzung des FTD-Surfsticks 24 Stunden lang in Partnernetzen von Vodafone im Ausland stehen die Tarife International für 14,95 Euro und International-Pro für 29,95 Euro zur Verfügung. Bei diesen Tarifen wird die Verbindung nach Ausschöpfung eines Datenvolumens von 50 MB automatisch beendet.

Die Surfpakete des Financial Times Internet-Sticks sind sehr ähnlich zum Angebot des Bildmobil-Surfsticks, der ebenfalls auf das Vodafone-Netz zugreift. Allerdings kostet das 7 Tage-Packet bei Bildmobil nur 6,99€ anstatt 8,99€. Der Surfstick von Financial Times Deutschland ist also nur für Nutzer günstig, die auch mal im Ausland surfen wollen. Ansonsten schneidet der Financial Times-Surfstick im Vergleich zum Bildmobil-Speedstick und dem RTL-Surfstick schlecht ab. Vor dem Kauf lohnt es sich, die Vodafone-Surfstickanbieter zu vergleichen. Der FTD-Surfstick kostet inklusive der SIM-Karte 24,95 Euro. Die Lieferung erfolgt innerhalb von fünf Tagen und es wird eine Versandgebühr von 5 Euro erhoben. Für die sofortige Nutzung ist der Stick bereits mit einem Startguthaben von 5 Euro aufgeladen.

Financial Times-Surfstick mit dem Huawei E160

Bei dem FTD-Surfstick handelt es sich um das Modell Huawei E160. Das bedeutet eine Datenübertragungsrate von maximal 3,6 MBit/s. Damit nutzt der Surfstick nicht das volle Potential des Vodafone-Netzes aus. Diese Rate lässt sich etwa mit der Downloadgeschwindigkeit des DSL 2000 vergleichen. Bereits weiter entwickelte Modelle anderer Anbieter ermöglichen eine Datenübertragungsrate von 7,2 MBit/s. Die niedrige Übertragungsgeschwindigkeit ist für viele Internetseiten mit ihren komplexen Angeboten nicht mehr ausreichend, um diese zufriedenstellend zu nutzen. Positiv hervorzuheben ist die Nutzung des Vodafone-Netzes. Das Vodafone-Mobilnetz hat eine sehr breite Netzabdeckung in Deutschland. Damit ist auch der Surfstick nahezu unbegrenzt an fast jedem deutschen Ort nutzbar. Die erforderliche SIM-Karte ist bereits im Stick eingesetzt. Ein besonderer Zusatznutzen des Huawei E160-Surfsticks besteht darin, dass der Stick mit dem Einschub einer Mirco SD-Karte mit bis zu 8 GB zu einem praktischen USB-Speicherstick wird. Die Mirco SD-Karte befindet sich nicht im Lieferumfang.

Installation des Financial Times-Surfsticks Huawei E160

Für die Nutzung des Huawei E160 und der Financial Times Prepaid-Karte muss der Computer mit einer Schnittstelle USB 2.0 ausgestattet sein. Der Stick kann an Windows- und Mac-Rechner angeschlossen werden. Beim ersten Einstecken läuft automatisch die Installation der benötigten Software ab. Bei jeder künftigen Verbindung des Sticks mit dem Computer öffnet sich selbstständig die „Surf & E-Mail-Stick“-Software. Nach Eingabe der 4-stelligen PIN der SIM-Karte kann der Internetbrowser geöffnet werden. Es wird eine Verbindung mit dem FTD-Surfstick-Startfenster hergestellt. Im rechten Bereich des Fensters kann das passende Surfpaket ausgewählt und bezahlt werden. Hier ist auch das verfügbare Guthaben angezeigt. Das Guthaben kann über die Vodafone CallNow-Guthabenkarten im Wert von 15, 25 oder 50 Euro an vielen Tankstellen, Drogerien, Kiosken oder bei Fachhändlern immer wieder aufgeladen werden. Es ist auch eine Aufladung mittels Lastschrift oder Kreditkarte über den Mitgliederbereich auf der FTD-Surfstick-Internetseite möglich.