Der G-20-Gipfel 2010

Der pinke Stormtrooper gegen Polizei  - Ben Moore
Der pinke Stormtrooper gegen Polizei - Ben Moore
Sie sind die 20 stärksten Industrie- und Schwellenländer. Am 26.06. und 27.06. 2010 geht es dieses mal primär um die Folgen der Weltwirtschaftskrise.

Muss jetzt gespart werden? Soll man trotzdem expandieren? Mit wem sollte man wirtschaftliche Verträge abschließen? Wie sind zukünftige Krisen besser abzuwenden? Diese oder mehr Fragen dürften sich unsere Vertreter beim G-20-Gipfel wohl stellen. Allen Anwesenden steckt die Weltwirtschaftskrise noch tief in den Knochen.

Die Mächtigen der Welt und die Weltwirtschaftskrise

Die G-20 ist ein Zusammenschluss aus den 20 volkswirtschaftlich / betriebswirtschaftlich stärksten Industrie- und Schwellenstaaten der Welt. Zu ihnen gehören die USA, England, VR China, Deutschland, Japan. Der aktuelle Tagungsgrund ist nach wie vor die Weltwirtschaftskrise und ihre Folgen. Von einer Reform der Finanzmarktregulierung wird zwar geredet, jedoch wird die entgültige Entscheidung auf den nächsten Gipfel (November 2010, Südkorea) verschoben, da sich die meisten Mitgliedsstaaten zu uneins waren um eine gemeinsame Entscheidung zu fällen.

Jeder Staat geht anders mit der Krise um

US-Präsident Obama und Bundeskanzlerin Merkel debatierten abermals über ihren unterschiedlichen Standpunkt zur Konjunkturpolitik. Während Frau Merkel zum Sparen auffordert, drängt Obama zu Expansion und Wirtschaftswachstum, um neue Märkte zu erschließen. Zwei gegensätzliche Standpunkte, die jedoch mit sanften Worten und ohne Disput diskutiert wurden.

Als einer der wenigen europäischen Staaten stimmt England dem Kurs der USA zu. So beschreitet der britische Premierminister David Cameron ebenfalls den Weg des Wirtschaftswachstums. Jedoch sind alle Anwesenden sich über eines einig: Die staatlichen Defizite herunterschrauben, um der Verschuldung durch Konjunkturpakete entgegenzuwirken und Neuverschuldungen zu minimieren. Ein Mittel zu Prävention neu aufkommender Krisen ist dabei die Finanztransaktionsteuer, die Steuern auf internationale Bankgeschäfte erhebt.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Debatte um Chinas Währungspolitik. Der Chef der chinesischen Zentralbank Zhang Tao sei nun zu fruchtbaren Diskussionen um neue Wechselkurse, Yuan in Dollar, bereit und sei damit offen für weitere Kompromisse. Laut der Abschlusserklärung des Gipfels zum Samstag begrüßen die übrigen G-20-Staaten Chinas Bemühungen.

Die Gegner der Globalisierung

So fruchtbar und optimistisch alle Debatten auch sein mögen, gibt es auch immer wieder Ablehnung gegenüber der Globalisierung. So kam es Samstag (26.06.2010) zwar zu einer vornehmlich friedlichen Demonstration, jedoch eskalierte eine Splittergruppe und zerstörte dabei mehrere Polizeiautos, Schaufenster einer Bank sowie einiger Geschäfte. Die örtliche Polizei nahm dabei 150 Personen fest. Der Toronter Polizeichef Bill Blair gab sich zu den Vorfällen mehr als entsetzt: "Noch nie haben wir in unseren Straßen ein solches Maß an mutwilliger Kriminalität und Vandalismus und Zerstörung gesehen".

Viel geredet und wenig beschlossen wurde abermals, was den Unmut der Demonstranten umso verständlicher macht. Die Welt schaut ab November wieder auf den nächsten G-20-Gipfel, in der Hoffnung es wird mehr beschlossen und gehandelt, als debatiert.

Ich, Frühjahr 2009, Stephan Nagel

Stephan Nagel - Hallo Mäuschens ! Zweifellos ist mein Name ja durch's Profil bereits bekannt, ebenso das Geschlecht. Das männliche, wie sie ...

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