
- Der ganz normale Wahnsinn - Working Mum - Central Film Verleih
"Der ganz normale Wahnsinn - Working Mum" lautet der deutsche Titel der amerikanischen Komödie "I Don´t Know How She Does It". Sarah Jessica Parker spielt in der Verfilmung des Buches von Allison Pearson eine arbeitstätige Frau, die gleichzeitig mit ihrer vierköpfigen Familie und ihrem neuen, gutaussehenden Kollegen auskommen muss.
"Der ganz normale Wahnsinn - Working Mum": Die Handlung des Films
Kate Reddy (Sarah Jessica Parker) hat einen fordernden Job und kämpft nebenbei damit, dass sie sich auch noch irgendwie um ihren Mann (Greg Kinnear) und ihre zwei Kinder zu kümmern hat. Sie hat das Gefühl, sowohl Job als auch Familie nicht so ganz gerecht zu werden. Da taucht mit Jack Abelhammer (Pierce Brosnan) auch noch ein neuer Kollege auf, den sie nicht ganz uninteressant findet. Und er sie ebenfalls nicht.
Sarah Jessica Parker - Preisgekrönte "Sex and the City"-Darstellerin
Die 1965 in Ohio geborene Schauspielerin Sarah Jessica Parker war bereits 1974 erstmals vor der Kamera zu sehen, der Durchbruch kam jedoch erst über 20 Jahre später mit der Kult-Serie "Sex and the City" (1998–2004), die zwei Kinofilme (2008, 2010) nach sich zog und Parker vier Golden Globes und drei weitere Globe-Nominierungen einbrachte. Ihren ersten großen Auftritt hatte Parker im Jahr 1984 mit dem Tanzfilm "Footloose" an der Seite von Kevin Bacon, Lori Singer und John Lithgow. Es folgten weitere Rollen in der TV-Serie "A Year in the Life" (1987–1988), "L.A. Story" (1991) und "Hocus Pocus" (1993). Mit Bruce Willis war sie in "Tödliche Nähe" zu sehen, mit Johnny Depp in "Ed Wood" (1994) und mit Goldie Hawn, Diane Keaton und Bette Midler in "Der Club der Teufelinnen" (1996). In "Wenn Lucy springt" (1996) hatte sie die Hauptrolle, große Parts zudem in "Extrem... Mit allen Mitteln" (1996) und "Mars Attacks!" (1996). Nach dem endgültigen Durchbruch in die A-Liga ist Sarah Jessica Parker hauptsächlich in Komödien zu sehen, darunter "Die Familie Stone" (2005), "Zum Ausziehen verführt" und "Haben Sie das von den Morgans gehört?" (2009).
Douglas McGrath - Oscar-nominierter Regisseur von "Der ganz normale Wahnsinn"
"Der ganz normale Wahnsinn"-Regisseur Douglas McGrath, Jahrgang 1958, begann seine filmische Karriere als Drehbuch-Autor. Er schrieb Skripte für die Kult-Show "Saturday Night Live" (1980–1981), "Blondinen küsst man nicht" (1993) und "Bullets Over Broadway" (1994), für den er zusammen mit Woody Allen für den Oscar nominiert wurde. Drehbücher schrieb McGrath zudem für die meisten seiner selbst inszenierten Filme, darunter "Jane Austens Emma" (1996), "Cuba libre" (2000), die Charles-Dickens-Verfilmung "Nicholas Nickleby" (2002) und die Capote-Biografie "Infamous" (2006). Der Dokumentation "His Way" (2011) über den Filmproduzenten Jerry Weintraub folgt nun "Der ganz normale Wahnsinn" nach der Buchvorlage von Allison Pearson aus dem Jahr 2002.
Pierce Brosnan, Greg Kinnear, Olivia Munn, Christina Hendricks und Kelsey Grammer
An den Darstellern liegt es nicht, dass der Funke von "Der ganz normale Wahnsinn" insgesamt nie so recht überzuspringen weiß. Die Schauspieler machen ihre Sache durchaus gut, erhalten aber selten Gelegenheit, ihr Können wirklich zu zeigen. Zum stattlichen Cast gehört unter anderem Pierce Brosnan als neuer, fescher Film-Kollege von Sarah Jessica Parker. Der 1953 geborene Ire spielte von 1995 bis 2002 James Bond und war zuletzt unter anderem in "Mamma Mia!" (2008) und "Der Ghostwriter" (2010) zu sehen. Greg Kinnear ist beispielsweise bekannt für seine Rollen in "The Gift" (2000), "Little Miss Sunshine" (2006), "Wen die Geister lieben" (2008), "Mit Dir an meiner Seite" und für seine mit Oscar- und Golden-Globe-Nominierungen bedachte Rolle in "Besser geht´s nicht" (1997). Ebenfalls angenehm sind wie immer Christina Hendricks ("Mad Men", "Drive"), Kelsey Grammer ("Frasier", "Cheers", "X-Men: Der letzte Widerstand") und Olivia Munn ("Iron Man 2", "Perfect Couples").
Film-Kritik - "Der ganz normale Wahnsinn - Working Mum" mit Sarah Jessica Parker
Schaut man sich an, wer in "Der ganz normale Wahnsinn" alles so mitspielt, ist es erschreckend, wie seicht der Film am Ende geworden ist. Gestandene Schauspieler tun ihr Bestes, um den Film zu retten, finden sich aber wieder in einer Geschichte, in der kaum etwas Bedeutsames passiert. Die Inszenierung ist erstaunlich highlightlos ausgefallen, was besonders beeindruckt, wenn man sich vor Augen führt, dass das Drehbuch von Aline Brosh McKenna stammt, die unter anderem für die Skripte der deutlich amüsanteren "Der Teufel trägt Prada" (2006), "27 Dresses" (2008) und "Morning Glory" (2010) verantwortlich war. Gerichtet ist der Film wohl einzig und allein an erfahrene Karriere-Frauen mit Kindern, die außerdem Sarah Jessica Parker mögen. Alle anderen dürften recht schnell gelangweilt sein und den Originaltitel "I Don´t Know How She Does It" in "I Don´t Know If I Can Take It Anymore" umwandeln. Wer "Der ganz normale Wahnsinn" sehen will, sollte lieber zur gleichnamigen Helmut-Dietl-Fernsehserie von 1979 zurück greifen.
Filmangaben
- Titel: Der ganz normale Wahnsinn - Working Mum
- Originaltitel: I Don´t Know How She Does It
- Land, Jahr: USA, 2011
- Genre: Komödie / Drama
- Verleih: Wild Bunch (Central)
- Regie: Douglas McGrath
- Drehbuch: Aline Brosh McKenna
- Buchvorlage: Allison Pearson
- Darsteller: Sarah Jessica Parker, Pierce Brosnan, Greg Kinnear, Christina Hendricks, Kelsey Grammer, Olivia Munn
- Kinostart: 17. November 2011
