
- Im Garten auf Nahrungssuche - Erich Keppler/PIXELIO
Wer schon einen Garten besitzt, darf sich glücklich schätzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Nutzgarten oder ein Ziergarten ist, den man sein Eigen nennt. Entscheidend ist die Freude an der Natur. Der Garten sollte auch keine Belastung sein, sondern man darf ihn als Heilmittel für Körper, Geist und Seele annehmen. Die Arbeit im Garten kann den Stress ebenso abbauen wie schöpferische Kreativität vor dem Verkümmern bewahren. Die Befriedigung, die man dabei erlebt, fördert gleichzeitig den Respekt vor der Natur und bringt dabei Bescheidenheit und Leidenschaft auf einen Nenner. Wer seinen Garten erst noch plant, kann seinen Zier- oder Nutzgarten so gestalten, dass dabei auch der heimischen Tierwelt noch genügend Lebensraum erhalten bleibt und eine Harmonie zwischen Mensch und Natur erlangt wird.
Die Gartengestaltung richtig planen
Einen Garten zu besitzen, heißt allerdings auch, dass es immer Arbeiten gibt, die getan werden müssen. Deshalb sollte sich jeder Hobbygärtner vor der Anlage eines Gartens überlegen, welchen Nutzen er daraus ziehen möchte und wie viel Arbeitsaufwand er erbringen kann. Wichtig dabei ist, dass der Garten auch Erholungsraum für den Menschen sein soll und Spaß bei der Arbeit empfunden wird. Wenn diese Entscheidungen getroffen sind, macht man es wie beim Hausbau, eine gute Planung nach den eigenen Vorstellungen bildet das Fundament für den erweiterten Wohnraum im Grünen. Wer keinen Gartenarchitekten zurate ziehen möchte, auf fachmännischen Rat aber nicht verzichten will, kann mit ein wenig Mühe ebenso zum erwünschten Ziel kommen. Zuerst sollte man die zur Verfügung stehende Fläche am besten maßstabsgerecht aufzeichnen. Gleichzeitig notiert man sich, welche Vorlieben man für Pflanzen, Bäume und Sträucher hat, damit diese auch berücksichtigt werden können. Mit dieser Grundausstattung wird jedem angehenden Hobbygärtner in einer Baumschule oder einem guten Gartencenter weitergeholfen. Die dort beschäftigten Profis sind nun in der Lage, nach Ihren Wünschen Vorschläge zur Bepflanzung und der folgenden Pflege zu machen. Sie geben nicht nur gute Tipps, sondern haben oft auch noch Anregungen und hilfreiche Ratschläge, das Gartenkonzept erfolgreich umzusetzen.
Mit der Natur arbeiten, nicht gegen sie
Die nun beginnende Arbeit, den Gartenplan in die Realität umzusetzen, ist der Beginn, die Jahreszeiten bewusst mit dem Kreislauf der Natur zu erleben. So hat jeder Jahresabschnitt seine eigene Bestimmung. Man lernt, mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen sie. Ideal ist es auch, wenn der eigene Garten gleichzeitig zum Biotop wird. Die entsprechende Pflanzenvielfalt bietet dabei Lebens- und Nahrungsgrundlage für Vögel, Insekten und Kleintiere. Erweitert man dies noch mit entsprechenden Nisthilfen, ist die Grundlage für den Naturgarten geschaffen.
Das Wichtigste in einem Naturgarten ist, ein stabiles ökologisches Gleichgewicht zu schaffen. Dazu gehört eine landestypische Bepflanzung und die Pflege sollte nach ökologischen Gesichtspunkten erfolgen. Gerade bei der Pflege sollte auf chemische Kunstdünger und Pestizide gänzlich verzichtet werden. Stattdessen sollte man lieber Naturdünger und biologische Mittel gegen Krankheiten und Schädlingsbefall verwenden. Damit wird die Widerstandskraft der Pflanzen gestärkt und der erste Schritt zu deren Selbsthilfe gemacht.
Heimische Pflanzen als Grundlage für einen Naturgarten
Werden Wege oder ruhige Sitzecken geplant, sollten diese immer aus Naturmaterialien sein. Naturstein oder Holz, Hecken als Sicht- und Windschutz, fügen sich harmonisch in den Garten ein. Auch eine Blumenwiese ist nicht nur eine Augenweide, sondern lockt auch noch viele nützliche Insekten an, die dort reichlich Nahrung finden. Bei der Pflanzung von Stauden und Sträuchern sollte man auf heimische Pflanzen zurückgreifen. Sie sind nicht nur widerstandsfähiger als Exoten, ihre Früchte ziehen viele Vogelarten regelrecht an. Ein Naturgarten darf auch eine wilde Ecke aus Gestrüpp und Wildwuchs haben. Der Igel freut sich über diesen Unterschlupf. Auch ein Totholzhaufen im Garten dient als Lebensraum für viele Insekten, Käfer und Vögel, die gleichzeitig wertvolle Hilfen bei der Schädlingsbekämpfung sind. Gerade in einem natürlichen Garten, mit all seiner vielfältigen Pflanzenwelt, fühlen sich Kleintiere, Insekten und Vögel sehr wohl. Mit zusätzlichen Nistkästen, die unterschiedliche Durchmesser des Einfluglochs haben sollten, fördert man nicht nur eine natürliche Schädlingsbekämpfung, sondern die Beobachtung der Vögel bereitet dazu noch sehr viel Freude. Auch ein Insektenhotel dient als Nisthilfe und Überwinterungsquartier für die wichtigen Helfer in einem natürlichen Garten.
Quelle und weitere Informationen: Naturgarten
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