Der Gartenbrunnen: von der Planung bis zur Verwirklichung

Ein Gartenbrunnen zur Bewässerung des Gartens - © Vanessa Kulpa / PIXELIO
Ein Gartenbrunnen zur Bewässerung des Gartens - © Vanessa Kulpa / PIXELIO
Ein Gartenbrunnen ist eine günstige Möglichkeit, das Gartengrundstück zu bewässern. Was gilt es vor dem Bau zu beachten?

Die steigenden Wasserpreise lassen immer mehr Gartenbesitzer umdenken, denn die Investition in einen Gartenbrunnen hat sich meist schon nach zwei bis drei Jahren amortisiert. Dann ist das Wasser unabhängig vom Versorger zur Gartenbewässerung verfügbar. Das schont in doppelter Hinsicht den Geldbeutel: Die Bewässerung ist kostenlos und es fallen keine Abwassergebühren für den Gartenbesitzer an. Allerdings gilt es einige wichtige Dinge von der Planung bis zur Umsetzung zu beachten.

Gibt es genügend Wasser unter dem Gartengrundstück?

Noch bevor der zukünftige Gartenbrunnen bei der Unteren Wasserbehörde angemeldet wird, müssen erst Informationen eingeholt werden, ob unter dem Grundstück genügend Wasser vorhanden ist und wie tief dafür gebohrt werden muss. In der Regel befinden sich unter dem Gartengrundstück Bodenschichten, die Wasser führen. Optimal eignen sich lockere Schichten bis zu einer Tiefe von acht Metern, die aus Sand oder Kies bestehen. Wenn das Wasser in tieferen Erdschichten liegt, dann steigen die Kosten um ein Vielfaches. In dem Fall wird eine Unterwasserpumpe benötigt, um das Wasser zu fördern. Zum Prüfen und zum Abschätzen der Kosten eignen sich geologische Karten. Aber auch die Bodenverhältnisse vor Ort können den Preis nach oben treiben. Bei schwierigen Bohrbedingungen kann sich der Preis schnell verdoppeln.

Genehmigung und Erschließung

Für die Benutzung eines Brunnens im Garten wird meistens keine Genehmigung benötigt. Dennoch muss ein Gartenbrunnen, im jeweiligen Bundesland, vor dem Bau angemeldet werden. Es ist zu empfehlen, weitere Informationen bei der Gemeinde der Stadtverwaltung einzuholen, da es unterschiedliche Bestimmungen gibt. Der Ansprechpartner dafür ist die Untere Wasserbehörde. Für alle Bundesländer gilt jedoch Folgendes: Das geförderte Grundwasser aus dem Gartenbrunnen muss wieder in das Erdreich zurückgeführt werden. Das kann durch Gießen und Rasensprengen erfolgen. Den Gartenbrunnen mit dem öffentlichen Wassernetz zu verbinden, ist verboten. Gefördertes Grundwasser, das nahe an der Oberfläche gefördert wurde, darf nicht als Trinkwasser verwendet werden. Ist die Gewinnung von Grundwasser als Trinkwasser geplant, muss das vom Gesundheitsamt genehmigt werden. Es erfolgt dann eine Überwachung, ob das Grundwasser auch als Trinkwasser geeignet ist. Die Einleitung von Grundwasser in die Kanalisation ist ebenso nicht erlaubt. Die Erschließung für den Gartenbrunnen gestaltet sich einfach: Nur ein paar Stunden dauern die Arbeiten und der Garten leidet kaum unter dem Anschluss der Wasserversorgung für den Gartenbrunnen.

Der Kosten-Nutzen-Faktor

Eine allgemeine Empfehlung zum Bau von Gartenbrunnen kann nicht gegeben werden. Zu viele Faktoren variieren von Garten zu Garten. Vor dem Bau ist eine genaue Prüfung erforderlich, damit sich das Bauvorhaben nicht zu einer Kostenfalle entwickelt, und der Garten zur langfristigen Baustelle wird.

Daniel Bödeker, Daniel Bödeker

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