
- Ausflug und Reiseziel Rheinfall - Willi Eich
Der Rheinfall bei Schaffhausen hat eine Breite von 150 Metern und ist circa 23 Meter hoch. Hier stürzen pro Sekunde mehrere hundert Kubikmeter Wasser über große Felsen und riesige Gesteinsbrocken hinab.
Ein beliebtes Ausflugs- und Reiseziel für die ganze Familie
Viele Besucher reisen Jahr für Jahr und Tag für Tag hierher, um sich von diesem Schauspiel beeindrucken zu lassen. Wenn der Besucher sich auf eine dafür vorgesehene Plattform begibt, so hat man in der Tat den Eindruck, die tosenden Wassermassen kämen unmittelbar auf einen zu. Weiterhin hat man die Möglichkeit, mit einem Boot in die Mitte des Felsens zu fahren, hier hat man das Gefühl, man stehe mittendrin im Naturspektakel.
Der Rheinfall, oder wie manche auch sagen, die Niagarafälle des Bodensees, ist zu jeder Tages- und Nachtzeit ein berauschendes Erlebnis. Erblickt man ihn zum Beispiel in der Abenddämmerung des Abendrotes, so erhält man förmlich den Eindruck, die Wassermassen würden nur so sprühen. Aber auch bei Nacht ist der Rheinfall bei Schaffhausen sehr zu empfehlen, er wirkt geradezu mysteriös und verzaubert durch die Beleuchtung. Viele Besucher, die den gigantischen Wasserfall wieder und wieder besuchen, lassen verlauten, dass er sie immer aufs Neue beeindruckt und ständig ein neues Bild entstehen lässt. Man ist einfach überwältigt von dieser Kraft und Masse.
Die Geschichte des Rheinfalls und seine Entstehung
Den Rheinfall, so wie man ihn kennt, gibt es seit circa 15.000 Jahren. Ursprünglich floss der Rhein von Schaffhausen in Richtung Westen durch den Klettgau. Durch diverse Temperaturveränderungen der Eiszeit und daraus entstehende Gletscher, welche bis ins Mittelland vordrangen und dort Landveränderungen vornahmen, wurde der Flusslauf des Rheins geändert. Der Rhein floss nun also nicht mehr durch den Klettgau, sondern wurde Richtung Süden gelenkt. Hier entstand nun eine Rinne. Dies geschah vor vielen hunderttausend Jahren und später füllte man diese Rinne mit Schotter und Kies auf. Es folgte eine weitere Eiszeit, welche Einfluss auf den Flussverlauf des Rheins nahm. Diese Veränderung verursachte den heutigen Rheinfall.
Nicht immer war der Rheinfall so beliebt, wie heute
Im früheren Jahrhundert wurde der Rheinfall bei Weitem nicht so geschätzt und verehrt, wie heute. Im Gegenteil, die Menschen früher, sahen ihn eher als etwas Bedrohliches und Unberechenbares. Auch für die Schifffahrt war er eher störend als von Nutzen. Heute steht der Rheinfall glücklicherweise unter Naturschutz und ist aus dem Tourismus nicht mehr wegzudenken. Seine Wahrzeichen, die Felsen, wurden schon einige Male saniert, da sie einzubrechen drohten.
Auch Lyriker und Dichter wie Goethe und Mörike verehrten den Rheinfall
Viele Dichter und Zaren bewunderten die gigantischen Wasserfälle. Eduard Mörike, ein Lyriker, widmete dem Rheinfall das Werk "Am Rheinfall" , aber auch Goethe war sehr von diesem Naturereignis fasziniert. Immer und immer wieder besuchte er den Rheinfall und stets war er aufs Neue beeindruckt. Der Rheinfall kommt in seiner Dichtung nicht vor. Wahrscheinlich konnte er das, was er dort sah, einfach nicht in Worte fassen.
