Bei den Erwachsenen ist der Vierbeiner als treuer Begleiter beliebt. Kindern ist er ein nimmermüder Spielgefährte, der sie zwingt, Verantwortung zu übernehmen. Und Senioren hält er bis ins hohe Alter in Schwung. Doch wohl fühlt er sich nur, wenn man gut für ihn sorgt.

Was ist vor dem Kauf zu bedenken?

Jahr für Jahr werden viele Hunde rücksichtslos ausgesetzt, weil die Halter nichts mehr von ihnen wissen wollen. Darum sollte einem vor der Anschaffung folgendes klar sein:

  • Pro Tag sind drei bis vier Stunden für Gassigehen, Spielen, Füttern usw. nötig, und das bis zu 15 Jahre lang.
  • Auch bei miserablem Wetter braucht der Hund Auslauf.
  • Ohne konsequente Erziehung läuft nichts.
  • Jeder Hund braucht Zuwendung und Pflege (auch in den Ferien).
  • Man sollte sich vor dem Kauf genau über die Rasseeigenschaften des gewünschten Hundes informieren.
  • Hundehaltung ist nicht ganz billig (z.B. Futter,Tierarzt, Hundesteuer).

Das neue Heim und die richtige Erziehung

Hunde mögen klare Verhältnisse. Zeigen Sie deshalb ihrem neuen Hausgenossen gleich sein Lager. Das kann etwa ein offener Weidenkorb oder eine alte Matratze sein. Wichtig: Ihr Hund muss auch lang ausgestreckt genügend Platz finden. Für die Schlafstelle empfiehlt sich ein kühlerer und ruhiger Raum ohne Zugluft. Welpen winseln in den ersten Nächten noch ganz erbärmlich. Tipp: Legen Sie ein gleichgroßes Stofftier in das Hundebett!

Der Hund stammt vom Wolf ab und ist deshalb ein Rudeltier. Frauchen oder Herrchen übernehmen die Rolle des Leittieres. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Hund stets mit Ruhe, Geduld und Konsequenz erziehen. So bekommt er Respekt vor Ihnen, ohne unterwürfig zu sein. Wichtig sind klare Anweisungen, beispielsweise "Bei Fuß!" oder "Sitz!". Sind Sie mit ihm zufrieden, sagen Sie "Brav!" und streicheln ihn liebevoll. Hat er sich schlecht benommen, tadeln Sie Ihren Vierbeiner mit "Nein!" und ziehen einmal kurz an seiner Leine.

Gesundheitsvorsorge und artgerechte Ernährung

Lassen Sie Ihren Vierbeiner regelmäßig beim Tierarzt impfen - alljährlich gegen Tollwut und Leptospirose, alle zwei Jahre gegen Staupe und Leberentzündung. Junge Hunde müssen immer wieder entwurmt werden. Sind noch Kinder im Haus, ist auch für ältere Hunde jedes halbe Jahr eine Wurmkur angesagt. Medikamente gibt es in der Apotheke.

Füttern Sie Welpen viermal am Tag, erwachsene Hunde nur noch einmal. Das Futter sollte abwechslungsreich sein und zu festen Zeiten angeboten werden. Fertigfutter ist einfach zu verfüttern und enthält vor allem die lebenswichtigen Nährstoffe, Mineralien und Vitamine in ausgewogenem Verhältnis. Als Frischfutter eignen sich abgekochtes Geflügel-, Rind- oder Schaffleisch, Pansen und Eier. Wichtig: Täglich frisches Trinkwasser!

Wichtiges Zubehör

Für Ihren neuen Freund brauchen Sie außer dem Hundekorb, Fress- und Trinknapf folgendes: Halsband: Die Wahl richtet sich nach Größe und Haarart Ihres Hundes. Leine: Nach der Hunderasse ist auch die Leine zu wählen. Sie soll, vor allem im dichten Verkehr, kurz sein. Bürste: Der Bürstentyp hängt von der Art des Fells ab. Spielzeug: Hunde lieben Stofftiere und Bälle, sie kauen auch gern auf Büffelhautknochen herum. Achten Sie darauf, dass das Spielzeug keine spitzen Teile oder scharfen Kanten hat.

Literaturtipp:

Heike Schmidt-Röger: Das große Ulmer Hundebuch. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2008.