Der Ingenieurverein VDI fördert Technik und Gesellschaft

VDI - Prof. Dr. Mintken
VDI - Prof. Dr. Mintken
Ingenieure in Wirtschaft und Verwaltung entwickeln nachhaltige Technologie und fördern damit die Zukunftsfähigkeit der wirtschaftlichen und sozialen Basis.

Von den gut 2 Millionen Ingenieuren in Deutschland sind rund 140.000 Mitglied beim VDI, dem Verein Deutscher Ingenieure. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Düsseldorf ist damit eine der größten Ingenieur-Vereinigungen in Europa. Gegründet wurde der traditionsreiche VDI bereits 1856, also noch vor der Errichtung des Deutschen Reiches. Vereinsziele des VDI sind die Pflege der technisch-wissenschaftlichen Zusammenarbeit, die Förderung der Wissenschaft sowie die Schaffung anerkannter Regeln der Technik. Der VDI ist Gründungsmitglied des Deutschen Verbandes Technisch-Wissenschaftlicher Vereine.

Ergebnisse und Organisation der Tätigkeit des VDI

Herausragende Arbeitsergebnisse des VDI sind die VDI-Richtlinien, die für verschiedene Arbeitsbereiche den Stand der Technik festlegen und dokumentieren. VDI-Richtlinien beruhen auf gesicherten Erkenntnissen von Wissenschaft, Technik und Erfahrung. Zum Zeitpunkt ihrer Annahme bringen sie die anerkannten Regeln der Technik zum Ausdruck. Mit ihren Beurteilungs- und Bewertungskriterien geben sie fundierte Entscheidungshilfen und bilden den Maßstab für einwandfreies technisches Vorgehen. Gegenwärtig gelten in den verschiedenen Bereichen der Technik knapp 2.000 VDI-Richtlinien.

Inhaltlich ist die VDI-Arbeit derzeit in rund 60 Fachbereiche gegliedert, die zu 12 Fachgesellschaften zusammengefasst sind. Für verschiedene Zwecke sind daneben Tochtergesellschaften eingerichtet, wie die VDI Wissensforum GmbH als einem der größten Anbieter von Weiterbildung für Ingenieure. Neben der Entwicklung von VDI-Richtlinien, der Mitwirkung an der Normung, der Durchführung wissenschaftlicher Tagungen und Expertenforen und den Studien der Fachgesellschaften zu technischen Themen werden vom VDI auch Zusammenhänge zwischen technischer und gesellschaftlicher Entwicklung untersucht. Hinzu kommen verschiedene Aktivitäten zur Nachwuchsförderung, um junge Menschen über die Technik und über Aufgaben der Ingenieure zu informieren. Rund 13.000 Ingenieure engagieren sich jedes Jahr ehrenamtlich in mehr als 5.000 Veranstaltungen des VDI, indem sie ihre Kenntnisse aus technisch-wissenschaftlichen und berufspolitischen Themengebieten in die VDI-Arbeit einbringen.

Geleitet wird der VDI von einem Präsidium, für die laufenden Aufgaben ist in Düsseldorf eine Hauptgeschäftsstelle eingerichtet, die von einem Direktor geführt wird. Das höchste willensbildende Organ des VDI ist die Vorstandsversammlung. Im gesamten Bundesgebiet bestehen 45 Bezirksvereine des VDI, auf Landesebene sind zur Bündelung der Aktivitäten Landesverbände des VDI vorgesehen. Finanziert wird die Tätigkeit des VDI aus Mitgliedsbeiträgen, eigenen Erträgen des VDI sowie aus Zuwendungen.

Der Deutsche Ingenieurtag

Im Abstand von etwa 2 Jahren veranstaltet der VDI den Deutschen Ingenieurtag, der als Organ des VDI zur Standortbestimmung des Ingenieurwesens und zur Außendarstellung dient. Neben der öffentlichkeitswirksamen Bekanntgabe grundsätzlicher Erklärungen zur Entwicklung von Wissenschaft und Technik sowie zum Berufsstand der Ingenieure in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft bilden Technologietrends und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft den Schwerpunkt der Vorträge und sonstigen Tagungsveranstaltungen.

Literatur- und Quellenhinweise

  • Verein Deutscher Ingenieure e.V.: Jahresbericht 2010 / 2011. Düsseldorf 2011
  • Verein Deutscher Ingenieure e.V.: Technik im Fokus. Die VDI-Fachbereiche. Düsseldorf o.J.
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Karl-Heinz Mintken - Prof. Dr. Karl-Heinz Mintken VDI Freier Wissenschaftler Dipl.-Päd. Dipl.-Ing. Aktuell: Lehr- und Prüfungstätigkeit ...

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