Der Kindergarten - wie man Kinder am besten eingewöhnt

Der Eintritt in den Kindergarten ist für Kinder und Eltern ein aufregendes Ereignis. Was muss beachtet werden, damit der Start gut gelingt?

Früher kamen die Kinder meist erst mit vier oder fünf Jahren in den Kindergarten. Manche blieben auch bis zum ersten Schultag gänzlich zu Hause. Dies hat sich aber im Laufe der letzten Jahre stark gewandelt. Immer häufiger besuchen Kleinkinder die Kinderkrippe oder den Kindergarten. Oft schon vor dem 3. Lebensjahr. Damit dies für die Kleinen zu einem schönen und nicht beschwerlichen Erlebnis wird, sollte man als Eltern aber einige Punkte beachten.

Wahl des Kindergartens

Bei der Wahl des Kindergartens sollten nicht nur grundlegende Dinge wie die Entfernung und die Öffnungszeiten beachtet werden. Am Besten man erfragt schon im vorhinein wie der Kindergarten beziehunsgweise die Kindergärtnerinnen den Einstieg eines neuen Kindes gestalten. Welches Prozedere ist normal? Wie empathisch wird auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kindes eingegangen? In den meisten Kindergärten ist mittlerweile schon ein sogenannter fließender Übergang üblich. Das heißt, dass sensibel geschaut wird, welches Stundenausmaß anfänglich für das Kind das beste ist. Meist wird kurz gestartet (ein bis zwei Stunden) und dann langsam gesteigert. Auch wie viel und wie lange eine Bezugsperson die Eingewöhnung begleitet, wird mit allen Beteiligten besprochen.

Schneller Abschied oder beim Kind bleiben

Ob man sich als Mama oder Papa beim in den Kindergarten bringen schnell vom Kind verabschiedet oder noch eine Weile bleibt, hängt vom Kind und der jeweiligen Situation ab. Für manche Kinder ist der Abschied von den Eltern sehr schwer. Sie weinen und hängen sich an die Arme und Füße des geliebten Mama oder des geliebten Papa. Oft hilft es dann sich kurz und liebevoll vom Kind zu verabschieden und es der Kindergartentante zu übergeben. Wichtig ist, dem Kind immer zu sagen, dass man bald wiederkommt. Man sollte das weinende Kind auch auf keinen Fall alleine stehen lassen, sondern immer schaun, dass es von einer betreuenden Person übernommen und abgelenkt wird. Es führt auch nur zu mehr Verwirrung, wenn sich Eltern hinausstehlen, wenn sie glauben, dass das Kind gerade beschäftigt ist. Ein aktives Verabschieden ist sehr wichtig.

Schnuller und andere wichtige Objekte

Viele Eltern wollen den Kindern unbedingt noch vor Eintritt in den Kindergarten, den Schnuller abgewöhnen. Meist aus Scham, weil sie glauben, dass alle anderen Kinder auch keinen Schnuller mehr haben, oder weil sie denken, dass dieser Zeitpunkt aus pädagogischen Gründen passend wäre. Aber Vorsicht: Auch, wenn sich viele Kinder auf den Kindergarten freuen, ist dies doch ein sehr einschneidendes und verunsicherndes Ereignis. Sie haben noch keine Vorstellung was sie erwartet. Alles ist neu. Die Umgebung, die Kinder, der Tagesablauf. Auch ist dies meist der erste Schritt den Kinder ohne ihre Eltern gehen. Kinder sind in ihrer Entwicklung sehr unterschiedlich. Für manche ist der Eintritt in den Kindergarten kein Problem, andere wirft dies stark aus ihrer gewohnten Bahn. Dann sind Beruhigungsmittel wie Schnuller oder das Lieblingsstofftier absolut notwendig. Auch, wenn diese vielleicht nur mehr zum Einschlafen benötigt werden, kann es jetzt sein, dass die Kinder auch wieder untertags einen Schnuller brauchen. Man sollte als Eltern hier sehr einfühlsam reagieren. Es ist wirklich kein Problem, wenn die Kinder erst nach der Eingewöhnungszeit den Schnuller reduzieren oder weglassen.

Tanja Guserl, Tanja Guserl

Tanja Guserl - Nach meinem Psychologiestudium an der Hauptuniversität Wien, absolvierte ich Zusatzausbildungen zur Klinischen Psychologin und ...

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