Der kleine Panda und der "Red Panda Day" am 17. September 2011

Katzenbär - Adele Sansone
Katzenbär - Adele Sansone
Um auf die Gefährdung des kleineren Verwandten des Großen Pandas aufmerksam zu machen, veranstalten die Zoos weltweit am 17. September den Red Panda Day.

Der Kleine oder Rote Panda, auch Feuerfuchs (Firefox) genannt, steht oft im Schatten seines schwarz-weißen Verwandten, dem Großen Panda. Um auf die Gefährdung des kleinen Bambusfressers (nigaleya ponya, so sein Name auf nepalesisch) aufmerksam zu machen, veranstalten viele Zoos auf der ganzen Welt am 17. September einen „Red Panda Day“.

Der Red Panda Day im Tiergarten Schönbrunn

Auch der Tiergarten Schönbrunn, in dem ein Pärchen der Kleinen Pandas lebt, rückt diese bedrohte Tierart am Samstag, dem 17. September 2011 in den Mittelpunkt. Bei einer kniffligen Rätselrallye erfahren Kinder unter anderem, dass der Kleine Panda ein geschickter Kletterer ist und seinen Schwanz als Gleichgewichtshilfe benutzt. Der Tiergarten unterstützt seit 2009 ein Schutzprojekt des WWF Deutschland und des Red-Panda-Network im indischen Bundesstaat Sikkim, in dem nur noch rund 250 Kleine Pandas leben. Die Abholzung der Wälder und das Eindringen des Menschen in seinen Lebensraum sind für den Rückgang des Kleinen Pandas verantwortlich. Sikkim wiederum ist als Brückengebiet der verschiedenen Panda-Populationen sehr wichtig.

Der Tierpark Berlin und die Roten Panda-Zwillinge

Stolz kann der Tierpark Berlin eine Zwillingsgeburt des Roten Panda vermelden. Das Katzenbärenpaar Isabell und Quincy wurde erfolgreich Eltern. Am 22. Juni 2011 wurden die Jungen geboren. Kit und Kitty wurden sie genannt. 80 Tage verbrachten sie mit Mama Isabell in der Wurfhöhle, mittlerweile beginnen sie die Welt auch außerhalb zu erkunden.

Auch Berlin beteiligt sich am EEP-Programm (Koordination Zoo Blijdorp Rotterdam) zur Erhaltung des Kleinen Pandabären.

Der Kleine oder Rote Panda, auch Katzenbär genannt

Frederic Cuvier hat 1825 erstmalig den Kleinen Panda (Ailurus fulgens) wissenschaftlich beschrieben und bezeichnete ihn als das „schönste Säugetier der Erde“

Der Kleine Panda gilt als Abkömmling altweltlicher Kleinbären, deren typisches Brechscherengebiss nur noch andeutungsweise vorhanden ist. Ihre Backenzahnkronen sind breit und vielhöckrig. Gemeinsam mit dem großen Panda ist ihm der „Panda-Daumen“. Fünf Finger und ein kurzer Scheindaumen (Sesamknochen), der aus dem Handgelenk wächst.

Pandas sind außergewöhnliche Raubtiere, denn ihre Nahrung besteht fast ausschließlich aus Bambus, nebenbei noch Wurzeln, Schösslinge, Früchte und Eicheln, gelegentlich werden auch Eier gefressen. Der kleine Panda oder auch Katzenbär genannt (wegen vieler Ähnlichkeiten mit einer Katze) lebt am Fuß des Himalaya-Gebietes, von Südostasien bis Südwestchina in den Bambus-, Rhododendron und Eichenwäldern. Von 1.800 m bis auf 4.000 m aufsteigend kommt er vor. Sein Bestand ist gefährdet.

Die systematische Einordnung des Kleinen Panda ist schwierig

Was ist er nun, der kleine Feuerfuchs? Ein Großbär, ein Waschbär, oder doch der kleine rote Bruder des großen Panda? Der kleine Panda, früher unter den echten Bären gereiht, wird nach neuesten Erkenntnissen als einzige Art einer eigenen Familie angesehen.

  • Ordnung: Carnivora (Raubtiere)
  • Familie: Ailuridae (Katzenbären)
  • Unterart: Westlicher Katzenbär (Ailurus fulgens fulgens)
  • Unterart: Styans Katzenbär (Ailurus fulgens styani)

Wie lebt der Rote Panda?

Sein besonderes Merkmal ist sein rostrotes Fell mit weißer Zeichnung, das Gesicht ähnelt in der Zeichnung einem Waschbären. Er wird etwa fuchsgroß und wiegt bis zu sechs Kilogramm. Mit seinen scharfen Krallen und den behaarten Fußsohlen ist er ein ausgezeichneter Kletterer.

Er ist dämmerungs- und nachtaktiv. Er ist ein Einzelgänger, wobei das Zusammenleben der Jungen mit der Mutter bis drei Jahre dauern kann. Sein Lebensalter liegt bei 14 Jahren. Der buschige Schwanz dient als Balancehilfe beim Klettern. Er ist der einzige Bär mit einem langen Schwanz.

Den Namen Katzenbär verdankt er neben seinem "Katzenkopf" noch seiner Gewohnheit sich beim Erwachen „kätzisch“ abzulecken und mit den Vorderpfoten zu waschen.

Deutsche Zoos, die den Kleinen Panda bei sich beherbergen, wie Köln oder Dortmund, stellen ihn am 17. September ebenfalls in den Mittelpunkt. Hier ein Video vom Zoo Duisburg vom ersten Red Panda Day.

Foto mit freundlicher Überlassung: Franz Wunsch,Tiergarten Schönbrunn

Quellen: Enzyklopädie der Säugetiere, National Geographic, 2007; encyclopedia animal, Dorling Kindersley 2005 London;

Der große "Bruder", der Große Panda im Tiergarten Schönbrunn.

Adele Sansone, Adele Sansone

Adele Sansone - Als Autorin für suite101.de interessieren mich vor allem die Bereiche Pflanzen und Tiere: Wie leben sie heute? Wie sind die einzelnen ...

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