Der Kraftfahrzeugbestand in Deutschland, Stichtag 01.01.2011

Erstmals in der Statistik: Neuer Audi A7 - Audi AG
Erstmals in der Statistik: Neuer Audi A7 - Audi AG
Am 24.01.2011 veröffentlichte das Kraftfahrtbundesamt Flensburg Zahlen zum aktuellen Fahrzeugbestand und bezifferte Veränderungen gegenüber dem Vorjahr.

Eine Momentaufnahme der statistischen Art veröffentlichten die Mitarbeiter des Kraftfahrtbundesamtes am 24. Januar 2011: Neue Zahlen geben Aufschluss darüber, wie viele Autos in Deutschland zugelassen sind. Dazu wurde ausgerechnet, wie sich die Anteile der einzelnen Marken am Kraftfahrzeugbestand in Deutschland binnen eines Jahres verschoben haben. Stichtag war jeweils der 01. Januar. Keine Überraschung war, dass auch 2011 der Wolfsburger Autobauer Volkswagen die Bestandsliste der Autos in Deutschland anführt: 8.951.486 Fahrzeuge mit dem VW-Logo im Kühlergrill wurden zum Jahresbeginn 2011 gezählt.

Gegenüber dem Stichtag des Jahres 2010 wurden also 1,7 Prozent mehr Volkswagen ermittelt: Die Autos aus Wolfsburg stellen einen Gesamtanteil von 21,2 Prozent am deutschen Fahrzeugbestand dar, der zum 01. Januar 2011 aus 42.301.563 Kraftfahrzeugen bestand; 1,4 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor (41.737.627). Die Marke Alfa Romeo war zum neuesten Stichtag mit 165.915 Autos in Deutschland vertreten, was einem Gesamtanteil von 0,4 Prozent entspricht: 209 Autos weniger als ein Jahr zuvor. Ganz anders die Zahlen bei der Audi AG, deren Bestand in Deutschland sich zum Stichtag aus 2.660.317 Autos zusammensetzte (6,3 Prozent).

BMW und Mercedes: Beide Marken steigerten die Anzahl ihrer Fahrzeuge

Die Bayern gewannen 2,6 Prozent Marktanteil hinzu. BMW und Mini wurden gemeinsam gezählt: Das Ergebnis zum 01. Januar 2011 fiel um 3,2 Prozent höher aus als zum 01. Januar 2010 und betrug 2.936.552 Fahrzeuge; eine Steigerung des Bestandes auf 6,9 Prozent. Mercedes hat mit 3.922.560 Autos den drittgrößten Bestand an Autos in Deutschland insgesamt (9,3 Prozent): Gegenüber dem Stichtag 2010 ein Plus von 1,6 Prozent. Damit führt die Marke mit dem Stern das Premiumsegment auf deutschen Straßen an. Auf Platz zwei des Bestandes mit einem Gesamtanteil von 12,4 Prozent aber liegt zum Stichtag die Marke Opel mit 5.266.505 Fahrzeugen; ein Minus von 1,2 Prozent gegenüber 2010.

Hier geht es zu den aktuellen Zahlen 2012: Kraftfahrzeugbestand zum 01. Januar 2012

Porsche im Vergleich zu Renault / Dacia und Ferrari

Porsche konnte zum 01. Januar 2011 auf 164.882 Autos blicken, die in Deutschland zugelassen sind: 6,3 Prozent mehr, als zum Stichtag des vorangegangenen Jahres (155.059). Dennoch spielt die Marke mit 0,4 Prozent Anteil am Gesamtbestand eine deutlich geringere Rolle, als beispielsweise der Massenhersteller Renault inklusive seiner Tochtergesellschaft Dacia: 2.200.159 Fahrzeuge dieses Konzerns waren zum Stichtag 2011 in Deutschland angemeldet. Dies waren 1,0 Prozent mehr als im Vorjahr und 5,2 Prozent des Gesamtbestandes. Im Vergleich zu Porsche noch seltener: Ferrari mit 6.204 Autos; aber immerhin 4,8 Prozent mehr als die 5.920 zum Stichtag 2010.

Ein Blick auf die Franzosen Citroen und Peugeot

Die beiden unter ein Dach gehörenden Marken wurden vom Kraftfahrtbundesamt getrennt gezählt. Für Citroen ermittelten die Flensburger 763.682 Autos, die zum Stichtag in Deutschland angemeldet waren; dies entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent am deutschen Bestand nach einer Steigerung von 3,0 Prozent gegenüber 2010. Mit 1.259.716 fahrbaren Untersätzen ist das Gesamtaufkommen an Peugeot in Deutschland wesentlich höher: Die Marke mit dem Löwen im Grill konnte ihren Bestand dem Vorjahr (1.246.667) gegenüber um 1,0 Prozent steigern. Stärkeren Anteil am deutschen Fahrzeugaufkommen aber hatten Toyota und ihre Tochtermarke Lexus mit 3,2 Prozent.

Beide gemeinsam stellten 1.360.092 Autos des bundesdeutschen Bestandes. Der Toyota-Konzern verbesserte seine Präsenz um 1,0 Prozent. Um 9,4 Prozent dagegen konnte die VW-Tochter Skoda ihren Fahrzeugbestand in Deutschland von Stichtag zu Stichtag ausbauen: 1.163.627 Autos repräsentieren einen Bestandsanteil von 2,8 Prozent; ein Jahr zuvor waren es 1.063.220 Stück. Konzernkollegin Seat verbesserte sich um 1,7 Prozent auf einen Bestandsanteil von ebenfalls 1,7 Prozent: 726.388 Autos der spanischen VW-/Audi-Tochter zählte Flensburg zum 01. Januar 2011. Nach wie vor aber gehört dieser Zweig des Konzerns zu den Baustellen des Hauses, weil er lange Jahre Verluste einfuhr.

Hyundai, Kia und Proton: Zwei Gewinner, ein Verlierer

Doch welcher Hersteller konnte seinen Bestand in Deutschland mit dem größten Sprung in den Zahlen ausbauen? Hyundai war es: Die koreanische Marke gewann 11,8 Prozent hinzu und vergrößerte ihren Bestand in Deutschland auf einen Gesamtanteil von 1,3 Prozent, was in Autos 546.928 Stück ausmacht. Kia lag mit einem Anteil von 0,9 Prozent und einem Bestand von 371.870 ein gutes Stück dahinter, obwohl man sich auch dort im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 6,9 Prozent steigerte. Proton, ein weiterer Koreaner, spielte mit 6.138 Autos im deutschen Bestand und einem Minus von 13,8 Prozent gegenüber 2010 eine eher untergeordnete Rolle.

Ford belegt Rang vier beim Gesamtranking

Die Ford AG verzeichnete ebenfalls ein Bestandsminus, und zwar eines in der Höhe von 0,6 Prozent. In reale Zahlen umgesetzt bedeutet dies einen Rückgang von 3.477.436 (2010) auf 3.455.666 Ford in 2011; 8,2 Prozent Gesamtmarktanteil, also Platz vier im Gesamtranking hinter VW, Opel und Mercedes. Worauf der Rückgang zurückzuführen ist? Auf die Abwrackprämie, die besonders viele uralte Opel und Ford das Leben kostete, die durch Hyundai und andere Neulinge ersetzt wurden. Jaguar, einst auch zu Ford gehörend, verbesserte sich im 3,4 Prozent auf 49.359 Autos, die zum Stichtag in Deutschland zugelassen sind.

Blick auf die selteneren Autos: Saab, Ssangyong, Lada und Lancia

Fiat verbesserte seinen Bestandsanteil in Deutschland mit 0,1 Prozent nur marginal: 1.191.147 Autos waren es zum Stichtag. Tochter Lancia gehört mit 55.969 Autos eher zu den Exoten und verzeichnete dazu noch ein Minus von 5,5 Prozent; zu schwach die Modellpalette, zu schlecht das Image. Ein Minus von 3,1 Prozent musste auch der Saab-Bestand hinnehmen: 66.429 Autos der Schweden gab es zum Stichtag in Deutschland; 6.044 Stück sogar nur von der Marke Ssangyong (minus 2,1 Prozent). Lada, einst Billigheimer und Geheimtipp, kann nur auf 23.014 Autos in Deutschland schauen, steigerte den Bestand aber um 5,3 Prozent auf 0,1 Prozent des Gesamtbestandes.

Smart, Volvo, Honda, Land Rover, Daihatsu und Volvo

Weitere Zahlen: Smart 342.576 Autos (plus 4,6 Prozent), Suzuki 424.594 (plus 2,1 Prozent), Subaru 125.222 Stück (plus 0,8 Prizent), Volvo 425.070 (plus 1,0 Prozent), Nissan und Infiniti 837.704 gegenüber 837.359 in 2010. Der Bestand von Land Rover in Deutschland betrug zum Stichtag 62.317 Autos, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 4,3 Prozent auf 0,1 Prozent Gesamtbestandsanteil ausmacht. Der Bestand an Honda wurde von den Flensburgern mit 521.573 Fahrzeugen beziffert; 0,3 Prozent mehr als 2010. Von Daihatsu wurden 140.994 Stück gezählt, was auf ein Minus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen ist.

Klicken Sie hier zu dem Artikel über den Kraftfahrzeugbestand 2010

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