Der Luisenpark Mannheim: Ziel für Familienausflüge

Flamingogehege - Santana Overath
Flamingogehege - Santana Overath
Der Luisenpark in Mannheim bietet eine große Auswahl an Attraktionen. Besonders beliebt sind das Pflanzenschauhaus und der chinesische Garten.

Der Luisenpark in Mannheim bekam seine heutige Struktur im Jahre 1975, als in ihm die Bundesgartenschau stattfand. Aufgrund seiner vielfältigen Attraktionen zählt er zu den schönsten Parkanlagen Europas. Vor allem der Tierbestand im Mannheimer Luisenpark ist enorm. Einige Tiere kann man während eines ausgiebigen Spaziergangs oder der Gondoletta-Fahrt auf dem Kutzerweiher beobachten. So zum Beispiel die Meerschweinchen, die in ihrem Stall und Außengehege herumlaufen, und jede Menge Vögel: Neben dem Wellensittich-, den Freiflug-, den Papageien- und den Eulenvolieren kommt man auch an der Badeanlage der Pinguine und an den Flamingo-Gehegen vorbei.

Tiere füttern mit speziellem Futter aus Automaten

Um andere Tiere zu bewundern, muss man allerdings die Tiergehege betreten, den Bauernhof aufsuchen oder einen Blick ins Pflanzenschauhaus werfen. Gerade der kleine Bauernhof am anderen Ende des Parks weckt das Interesse der Kinder. Hier wurden nicht nur Kühe, Schweine, Schafe und Ziegen untergebracht, sondern auch Hausmäuse und Hausratten können mit Futter aus den Automaten gefüttert werden. Um 13 Uhr täglich findet außerdem auch eine Pinguinfütterung statt. Neben dem Füttern ist in diesem Schaubauernhof bei manchen Tieren auch das Streicheln erlaubt.

Das Pflanzenschauhaus lädt mit Mördermuscheln und Anakondas zum Abenteuer ein

Wer etwas außergewöhnlichere Tiere sehen möchte, kann sich im Pflanzenschauhaus über Reptilien und Fische der anderen Kontinente informieren und diese zugleich hautnah erleben. An die 50 Reptilien- und 350 verschiedene Fischarten befinden sich in den Aquarien und Terrarien. Die Tiere im Süßwasserbereich werden mit den Tieren zusammengesetzt, die sich auch in der Natur in ihrem Umfeld bewegen. Süßwasserrochen, Piranhas und ein Zitteraal sind hier unter anderem zu finden. In Bezug auf den Zitteraal, wird dem Besucher hier ermöglicht, dessen Stromschläge optisch wie auch akustisch mitzuerleben. Im Seewasserbecken stößt man unter anderem auf Garnelen, Korallen, Anemonen wie auch auf Seepferdchen, einen Hai, Rotfeuerfische und die sogenannten Mördermuscheln.

Für Reptilienliebhaber ist das Terrarium der interessantere Teil. Der besondere Vertreter der Schlangen ist hier die Gelbe Anakonda, die an die viereinhalb Meter lang wird. Keine Aufmerksamkeit wegen der Länge, aber dafür wegen des Gewichts, erregt die Spornschildkröte, die ungefähr 100 Kilogramm wiegt. Außerdem können filigrane Tiere wie Schmetterlinge im Schmetterlingshaus beobachtet werden: Die verschiedensten Entwicklungsstadien beispielsweise des Passions- , Bananen-, und des blauen Himmelsfalters wie auch verschiedener exotischer Schwalbenschwanzarten sind dort zu sehen. Die Schmetterlingsarten variieren von Zeit zu Zeit, wobei die zuvor erwähnten Arten zum festen Bestand zählen.

Von den Subtropen in den Regenwald

Das Pflanzenschauhaus besitzt auch eine kleine Pflanzenhalle, in der mit 24 Grad Celsius die höchste Temperatur herrscht, sodass hier subtropische Pflanzen untergebracht sind. Im tropischen Bereich in der Haupthalle, sind Pflanzen aus Afrika wie die Eselsfeige und aus Madagaskar wie das Strelitziengewächs, angesiedelt. Bewundernswert sind unter anderem auch Exemplare des sogenannten „Ficus benjamini“, deren Stämme einen Durchmesser von 30 Zentimetern haben, und der Riesenbambus, dessen Halme täglich bis zu einem halben Meter wachsen und so letztendlich 25 bis 30 Meter erreichen.

Nach vielen Erweiterungen wurde dem Pflanzenschauhaus im Mai 2009 ein Baumfarnhaus hinzugefügt. Hier ist es im Gegensatz zum Pflanzenschauhaus ziemlich kalt, sodass die Baumfarne überleben können. Besucher verwechseln jene Gewächse oft mit Palmen, da auch sie einen haarigen und dunklen Stamm und grüne Wedel haben. Ursprünglich kommen sie aus den Regenwäldern Südamerikas, Südafrikas, Australiens, Neuseelands oder Malaysias. In einer Bodensenke befindet sich eine Baumfarnschlucht mit Wasserlauf, welcher kleine Wassertröpfchen in der Luft schweben lässt. Auch aus Mittelamerika fehlt es hier nicht an Pflanzen. Im Kakteenhaus sind diese im Wüstencharakter angebaut. Außerdem befinden sich hier auch Tiere, nämlich die Zebramangusten.

Der chinesische Garten als Veredelung der Natur

Weder mit Tieren noch mit Pflanzen kann der chinesische Garten dienen. Mit seinem original chinesischen Teehaus, welches mit zwei Stockwerken und insgesamt 220 Quadratmetern das größte chinesische Teehaus Europas ist, dient er den Besuchern als Entspannungsplatz. Dementsprechend hat auch die Getränkekarte hier einiges zu bieten: 30 verschiedene Teesorten werden hier aufgezählt. Zusätzlich zum Tee gibt es außerdem Gebäck und warme Teigtaschen. Der chinesische Garten selbst wurde im südchinesischen Stil gebaut. Hierfür errechnete der Architekt Li Zheng alle Himmels- und Windrichtungen, Wasserläufe und Bodensenkungen mit symbolischer Wirkung. Beim Bau wurde ebenfalls darauf geachtet, dass eine Harmonie zwischen der Erde, dem Himmel, den Steinen, dem Wasser, dem Gebäude, den Wegen und den Pflanzen herrscht. So wurden auch nur schlichte Materialien verwendet: Naturstein, Ziegeln und Fliesen.

Quellen:

Touristeninformation Mannheim - Luisenpark

Zoo-Infos

Luisenpark Mannheim

Santana Overath - Seit 2008 studiere ich an der Universität Mannheim das Kernfach Germanistik und das Beifach Hispanistik. Mein vorausgesehener ...

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