
- Wie im Horror-Film: Vampir im Nebel - Didi01, Pixelio
Sehr bekannt ist der 1980 in die Kinos gekommene Horrorfilm „The Fog – Nebel des Grauens“ von John Carpenter. Hiervon wurde im Jahr 2005 ein wesentlich schwächeres und nicht halb so spannendes Remake gedreht. Mit dem Nebel kamen am 22. April, genau 100 Jahre nach ihrem Tod, unheimliche Gestalten zurück in das beschauliche kalifornische Küstenstädtchen Antonio Bay, um sich an den Nachfahren der sechs Verschwörer zu rächen, die sie damals aus Geldgier mit einem falschen Leuchtfeuer in den Tod gelockt haben. Auch in jener Nacht war Nebel aufgezogen, der den Plan der sechs Verschwörer sogar noch im negativen Sinne unterstützte. Der alte Mr. Macon (John Houseman) erzählt in der Nacht vom 21. auf den 22. April 1980 eben jene Geschichte einer Gruppe von Kindern und prophezeit quasi, dass die Männer, die damals umgekommen sind, „mit dem Nebel zurückkommen werden, um das Lagerfeuer zu suchen, das sie damals in den dunklen eisigen Tod geführt hat.“
Horrorfilm „Der Nebel“: ähnlich wie „The Fog“
Der im Jahr 2007 gedrehte Gruselstreifen „Der Nebel“ basiert auf einer Romanvorlage von Bestsellerautor Stephen King. Kurz nach einem heftigen Unwetter bricht dichter Nebel über ein kleines Städtchen in Maine herein und mit ihm das Grauen, denn ähnlich wie in John Carpenters „The Fog“ kommen mit ihm mörderische Gestalten, die vermutlich aus einem missglückten Army-Experiment resultieren und nicht von dieser Welt zu sein scheinen.
Auch wenn die Horror-Gestalten in John Carpenters „The Fog“ nicht den gleichen Ursprung haben wie die in „Der Nebel“, bei dem Frank Darabont Regie führte, so sind zumindest einige Parallelen zu erkennen. Die Handlung beider Filme unterscheidet sich jedoch im weiteren Verlauf deutlich voneinander.
Nebel: nicht nur in Horror-Filmen ein beliebtes Stilmittel
Gerade in Gruselfilmen wird Nebel als Stilmittel eingesetzt, um die Atmosphäre noch unheimlicher und bedrohlicher erscheinen zu lassen. Entweder herrscht flächendeckend dichter Nebel oder einzelne Nebelschwaden ziehen durch eine Landschaft oder über einen Friedhof. Gerade in Vampir-Filmen ist die Residenz des Blutsaugers zumindest von Nebelschwaden umgeben, vielfach gesellt sich zum Nebel auch noch Blitz und Donner dazu. Spielt der Film in einer Heide- und Moorlandschaft, die ohnehin für Ortsunkundige sehr unübersichtlich ist, sorgt der Nebel für zusätzliche Verwirrung.
Allerdings kommt der Nebel nicht nur in Horror-Filmen vor, sondern auch in anderen Genres. Sehr bekannt ist beispielsweise die Tatort-Folge „Borowski und das Mädchen im Moor“ (2004) mit Axel Milberg und Maren Eggert in den Hauptrollen. Kommissar Borowski fährt sogar im dichten Nebel einen Wolf an, doch niemand mag ihm das zunächst glauben. Erst am Ende des Films sieht Borowski den Wolf im Wald direkt neben dem Moor wieder. Das Tier hat zwar eine verletzte Pfote, wird jedoch dadurch offensichtlich nicht weiter behindert. Auch bei dieser Sequenz ziehen abermals Nebelschwaden durch die Landschaft.
Ein weiteres Beispiel ist die Tragikomödie „Die Truman Show“ mit Jim Carrey, in der der Protagonist gegen Ende des Films aus der nach ihm benannten Show vor den geldgierigen Machern mit einem Segelboot flüchten möchte. Um dies zu verhindern, wird von den Produzenten und ihren technischen Assistenten Kunstnebel erzeugt.
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Bildnachweis:
Vampir im Nebel: (c) Didi01, Pixelio
Filmnebel: (c) Hartmut910, Pixelio
Straße bei Nacht: (c) Kladi, Pixelio
Morgennebel: (c) Tina, Pixelio
