
- Bambustee - djd/Deutsche Bambusland
Die meisten Menschen denken beim Bambus an das Baumaterial und asiatische Hütten. Andere sehen einen Pandabär, der sich gemütlich an den hellgrünen Blättchen einer Bambuspflanze labt. Als Tee kennen wir im Westen den Bambus erst seit kurzem. In Asien hingegen weiß nicht nur der Panda den Bambus zu schätzen. Die buddhistischen Mönche profitieren seit Jahrhunderten von den gesunheitsfördernden Effekten des Bambustees. 1994 hat ihn auch die Wissenschaft entdeckt: Wissenschaftler der Nationalen Universität in Seoul erforschten die Wirkung der Bambuspflanze auf den menschlichen Körper.
Warum der Bambustee gesund ist
Das Ergebnis der Studien: Die von den Bambusblättern im Tee frei werdenden Antioxidantien schützen die einzelnen Zellen im Körper. Gleichzeitig wirkt der Tee antibakteriell, senkt den Cholesterinspiegel, fördert die Verdauung und entwässert. Die Blätter sind reich an Kalium und Vitamin C. Gleichzeitig strotzen sie vor Fruchtzucker. So schmeckt der Tee ungezuckert leicht süßlich und ist somit perfekt geeignet für Diabetiker. Bambustee ist zudem frei von Teein und kann daher auch abends getrunken werden. Auch Kinder können den Tee bedenkenlos trinken, wobei er gekühlt als Durstlöscher gut geeignet ist. Kein Wunder, dass seit kurzem auch der Westen Geschmack und Gefallen am Bambustee gefunden hat.
Der Bambus: die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt
Beim Bambus handelt es sich um die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt. Sind die Wetterverhältnisse optimal, kann er täglich um mehr als einen Meter in die Höhe schießen. Interessanterweise ist Bambus die einzige Pflanze, die die Atomangriffe auf Hiroshima und Nagasaki überlebt hat.
Der Bambus ist eine strauch- oder baumähnliche Pflanze aus der Familie der Gräser, die vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten zu finden sind. Es gibt etwa 45 Gattungen und 480 Arten, die eine Höhe von einem Meter oder bis zu gigantischen 50 Metern erreichen können und die einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern haben.
Bambussprossen und Bambustee
Bambus ist in der Nahrungsmittelindustrie als Bambussprossen bekannt, wobei die Sprossen 90% Wasser enthalten. Sie sind trotzdem reich an Proteinen und diätetischen Fasern, die wenig Kalorien enthalten. Die wichtigsten Inhaltsstoffe im Bambus sind Tyrosin, Arginin, Histydin und Leusin. Tyrosin, eine Aminosäure in den Bambussprossen, ist der Hauptbestandteil der Nebennieren und ein Vorläufer des Adrenalins, welche die Stoffwechselaktivitäten im Körper erleichtern. Sie enthalten auch viele Mineralien, wie z.B. Kalium oder Eisen. Laut „Hunnius“ pharmazeutisches Wörterbuch, helfen die Aminosäuren im Bambus toxische Stoffe aus dem Körper zu entfernen. Die Haut kann geschmeidiger werden. Bambus schützt die Haut gegen Bakterien und Pilze. Er unterstützt auch die Harnausscheidung und die Ausscheidung von überflüssigen Körperfetten.
Für einen guten Bambustee sollten ausschließlich ganz junge Blätter verwendet werden. Man gibt ein Gramm Bambusblätter pro Person in einen Teekrug und übergießt es mit kochendem Wasser. Je nach gewünschter Geschmacksstärke kann der Tee zwischen 15 Sekunden und 3 Minuten ziehen. Die bereits verwendeten Bambusblätter können sofort noch ein bis zwei Mal übergossen werden.
Für Freunde des schnelleren Genusses gibt es Bambustee aber auch schon als Beutel im Bioladen oder Reformhaus.
