
- Mond - iStockphoto.com/mgkaya
Der Mond spielt genau wie die Sonne in der Horoskopdeutung eine zentrale Rolle. In welchem Zeichen, in welchem Haus und in welchem Bezug er zu anderen Planeten im Geburtsbild einer Person seine Position einnimmt, ist relevant für die astrologische Arbeit. Was aber ist gemeint, wenn vom progressiven Mond (sekundärer Mond) die Rede ist?
Mondprogressionen berechnen
Der Mond übernimmt in der Astrologie die Schlüsselrolle für die Empfindungen, die Gefühlswelt eines Menschen schlechthin. Der progressive Mond kann Hinweise darauf geben, was jemanden auf dieser Ebene im entsprechenden Zeitraum erwartet. Ein Mensch mit einer optimalen Lebenserwartung könnte etwa dreimal innerhalb seines Lebens einen solchen Aspekt erfahren, denn der sekundäre Mond wechselt circa alle zweieinhalb Jahre auf seiner Wanderung durch den Tierkreis das Zeichen und benötigt für den kompletten Umlauf mehr als achtundzwanzig Jahre.
Mondprogressionen lassen sich auf einfache Art und Weise errechnen, indem man dem derzeitigen Lebensalter pro Jahr einen Tag hinzuzählt, diese Zahl zum Geburtsdatum addiert und anschließend in den Ephemeriden (Gestirnsberechnungstafeln) nachschaut, wo und wie der Mond wann gerade steht. Das klingt kompliziert, ist aber ziemlich simpel, wie das nachfolgende Beispiel zeigt: Person X ist 44 Jahre alt, müsste also zum Zeitpunkt seiner Geburt 44 Tage hinzu rechnen. Das daraus resultierende Ergebnis beziehungsweise Datum kann nun in den Ephemeriden nachgeschlagen werden und schon hat man die Stellung des sekundären Mondes für das betreffende Jahr.
Bedeutung des progressiven Mondes im Tierkreis
Zieht der sekundäre Mond durch das Zeichen Widder oder durch das erste Haus, ist es erst einmal vorbei mit den ruhigen Zeiten und das Temperament lässt grüßen. Neuer Job, neue Liebe, Umzug, alles ist möglich. Bewegung, Unruhe, Aufregung, aber auch jede Menge Power und Energie sind angesagt. Beim sekundären Mond im Stier oder im zweiten Haus dagegen stehen materielle Sicherheit und die Finanzen im Vordergrund. Für halbe Sachen ist jetzt kein Platz. Alles hat Hand und Fuß und ist auf Beständigkeit und Dauer ausgerichtet. Eine gute Zeit, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen.
Die Mondprogression in den Zwillingen oder im dritten Haus bringt eine von Vielseitigkeit und Kontakten geprägte Zeitperiode mit sich, aber auch eine Phase der Ruhelosigkeit. Diese zweieinhalb Jahre eignen sich hervorragend für Reisen und Bildung. Im Beziehungsleben ist Unverbindlichkeit angesagt. Im Krebs oder im vierten Haus bewirkt die Mondprogression Stimmungsschwankungen, Probleme in der Familie, das Gefühl von Unverstandensein und Launenhaftigkeit. Diese zweieinhalb Jahre sorgen für eine Extraportion an Emotionen. Mit der Mondprogression im Löwen oder im fünften Haus stehen Vergnügen, Schönheit und Romantik im Vordergrund und es werden reichlich Komplimente und Siegestrophäen eingeheimst.
Der sekundäre Mond in Jungfrau, Waage und Skorpion
Nicht mehr so lustig ist es dann allerdings mit dem Sekundärmond in der Jungfrau oder im sechsten Haus. Gesundheitlich anfälliger warten zweieinhalb anstrengende Jahre und auch sonst ist längst nicht alles immer im grünen Bereich. Mit der folgenden Mondprogression in der Waage oder im siebten Haus wartet dann aber eine Zeit, in der alles wieder besser läuft. Eine tolle Ausstrahlung sorgt dafür, dass ein Mangel an Verehrern/Verehrerinnen gar nicht erst aufkommt. Die dann folgende Zeitperiode Mondprogression im Skorpion oder im achten Haus ist allerdings kein Zuckerschlecken. Oft scheint es keinen Ausweg mehr zu geben, eine Zeit auch, in der Depressionen leichtes Spiel haben. Licht am Ende des Tunnels ist erst sichtbar, wenn diese zweieinhalb Jahre vorbei sind.
Stellung des sekundären Mondes in den Zeichen Schütze, Steinbock und Wassermann
Die Mondprogression im Schützen oder im neunten Haus fördert alles, was mit Lernen zu tun hat. Diese Periode ist besonders günstig für Sprachreisen ins Ausland, eine angefangene Ausbildung zu Ende zu bringen oder ein Studium aufzunehmen. Der sekundäre Schützemond gehört auf jeden Fall zu den stärksten Zeiten im Leben. Mit Sekundärmond im Steinbock oder im zehnten Haus heißt es dann allerdings arbeiten und Verantwortung übernehmen. In dieser Zeit wird einem nichts geschenkt. Die Mondprogression im Wassermann oder im elften Haus ist eine Phase voll von Veränderungen und Unruhe, aber auch von geistiger Wendigkeit. Umzug, neuer Job oder neue Liebe, alles ist möglich. Eingegangene Risiken zahlen sich aus. Der sekundäre Mond in den Fischen oder im zwölften Haus ist nicht sehr beliebt, denn er sorgt zweieinhalb Jahre lang für Weltuntergangsstimmung, Rückzug und jede Menge körperliche sowie seelische Tiefs.
Lesen Sie auch:
Quellen:
- Inge Faubet (Lesestudio Astro-Stube/Archiv)
- Andrea Buchholz, Astrologische Geheimnisse entschlüsselt, Silberschnur, ISBN 3-89845-130-5
- Bildnachweis: iStockphoto.com/mgkaya
