
- Der RegnitzRadweg in Fürth - Judith Weibrecht
Im Flussparadies Franken wird mit einer ganz ausgetüftelten Sache geworben, einem doppelten Radweg gewissermaßen. Denn sowohl links als auch rechts der Regnitz kann man nun auf der neu ausgeschilderten Tal- oder der Kanalroute zwischen Bamberg, Forchheim, Erlangen, Fürth und Nürnberg dahinradeln. Neben ruhigem Dahinrollen entlang der Flussauen, vorwiegend auf asphaltiertem Radweg, ist also für Kulturhungrige ebenfalls bestens gesorgt, denn die fränkischen Städte entlang der Strecke bieten einiges.
Fränkische Städte am Radweg
In Bamberg lockt der Dom mit dem Bamberger Reiter aus dem Sattel, genauso die zahlreichen Brauereien und Kneipen der Domstadt. Wer nun müde ist und nicht mehr Rad fahren möchte, kann Sightseeing in Bamberg auch per Kusche erleben: Die Bamberger Kutschfahrten starten bei der Statue der Heiligen Kunigunde auf der Unteren Brücke. Auch die Forchheimer Kaiserpfalz, ehemals Residenz der karolingischen Könige, ist einen Besuch wert. Darin befinden sich das Stadt- und das Trachtenmuseum sowie das Archäologie-Museum Oberfranken. In Fürth angekommen, beeindruckt das florentinisch anmutende Rathaus, nebenan das Jüdische Museum, das herrliche Stadttheater und vieles mehr. Am Ende oder am Beginn liegt Nürnberg mit seiner Kaiserburg, dem Germanischen Nationalmuseum und dem Dokuzentrum. Zu sehen gäbe es noch einiges, von daher ist es für Kulturinteressierte günstig, die Route auf mehrere Tage aufzuteilen. Und wer einfach nur trainieren will, pedalt an einem Tag durch.
Tal und Kanalroute kann man verbinden
Zwischen beiden Routen könnte man hin- und herwechseln oder sie gar miteinander kombinieren: Im Tal 84 Kilometer lang durch schmucke Dörfer mit Fachwerkensembles hin und direkt am Kanal entlang und somit 72 Kilometer auf der Kanalroute zurück. Schon ist die Rundtour fertig. Einstiegs- oder Endpunkt kann an jeder Stadt bzw. jedem Dorf längs der Radroute sein.
Fränkische Spezialitäten
Das „Flussparadies Franken" ist um eine Attraktion reicher. Und die fränkischen kulinarischen Spezialitäten wie Bratwürste, Spargel und Meerrettich sowie verschiedenste Biere erwarten die Radfahrer. In den wärmeren Monaten findet sicher immer irgendwo längs des Wegs eine Kirchweih oder ein Fest statt. Übernachten können Radfahrer zum Beispiel in Bett & Bike zertifizierten Betrieben.
Weitere Informationen und Charakteristik
Diese Tour verläuft im Flachen und ist daher auch für Familien mit Kindern oder für Genussradler geeignet. Einerseits besucht man Städte, die reich an Kulturschätzen sind, andererseits radelt man über Land durch idyllische fränkische Dörfer. Weiter gehende Informationen zum Regnitzradweg gibt es im Internet oder man bestellt den 48-seitigen ausführlichen Prospekt dazu beim Tourismusverband Franken in Nürnberg.
Und wem dieser Radweg zu kurz ist: Er ist Teil des Paneuropa-Radwegs (Paris – Nürnberg – Prag) und lässt sich beliebig nach West oder Ost verlängern. Auf dem SandAchseRadweg könnte man weiter fahren bis Weißenburg.
