Der Skoda Velothon Berlin 2012

Das beliebte Radrennen der Hauptstadt jetzt auch mit Profis am Start

Streckenführung der Jedermann-Parcours - Scoda Velothon Berlin
Streckenführung der Jedermann-Parcours - Scoda Velothon Berlin
2012 findet das große Berliner Radrennen zum fünften Mal statt. Die Strecken führen wieder entlang der schönsten Sehenswürdigkeiten. Auch Kinder & Profis können starten.

Am Sonntag den 10. Juni 2012 fallen in der Sport-Hauptstadt auf den beiden Distanzen 60 und 120 Kilometer bereits zum fünften Mal die Startschüsse zum großen internationalen Radsport-Rennen, dem "Skoda Velothon Berlin". Dabei sind auch diesmal wieder mehrere Profi-Teams, die separat starten. Am Vortag (9. Juni) treten die (Klein-) Kinder gegeneinander an: Für die Jahrgänge 2000 bis 2005 gibt es fünf Gruppen, die je nach Alter über vier Distanzen von 1,3 bis 5,2 Kilometer beim "Mini-Velothon" um die Wette radeln. Die Anmeldung läuft seit dem 29. November 2011.

Promis und Profis am Start: Erik Zabel als Sportdirektor

Auch 2012 sind wieder prominente Teilnehmer an der Sportveranstaltung dabei. Unter anderem nimmt der neue Sportdirektor des Velothon Erik Zabel teil, der bereits vor dem Rennen wertvolle Tipps gibt. In der neuen Funktion optimiert er bereits seit 2010 die Strecke durch eine Entschärfung von Gefahrenstellen und eine bessere Verkehrsumleitung. Durch einen zeitlich versetzten Start der beiden Streckenlängen wird das Teilnehmerfeld der Erwachsenen seit 2009 getrennt. Erstmals startet 2012 sogar ein "Frauenblock für Anfängerinnen". Das Radrennen beginnt wieder am Pariser Platz, die Ziellinie bleibt am Sowjetischen Ehrenmal auf der Straße des 17. Juni.

Seit 2011 findet unter dem Namen ProRace Berlin auch ein "Eliterennen" statt, zu dem sich etwa zwei Dutzend internationale und nationale Radrenn-Profiteams angemeldet haben. Dabei setzt der Veranstalter besonders auf Größen des deutschen Radsports, die sogar 184,2 Kilometer zu absolvieren haben. Zunächst absolvieren auch die Profi-Teams allerdings erst zeitversetzt ab 12.30 Uhr die 120 Kilometer lange "Jedermann-Strecke" und umkreisen dann achtmal eine 8,5 Kilometer lange Zielrunde im Stadtzentrum. Die Straße des 17. Juni bietet dann die längste Zielgerade der Welt, wenn gegen 17.00 Uhr die ersten Radler hier eintreffen werden.

Das Streckenkonzept ist der Leistungsfähigkeit der Teilnehmer angepasst

Diese können auf dem "Jedermann-Parcours" zwischen zwei Distanzen wählen: Die 60 Kilometer sind für Fahrradenthusiasten konzipiert, die sich einer überschaubaren sportlichen Herausforderung stellen und vielleicht zum ersten Mal an einer professionellen Radsportveranstaltung teilnehmen oder gemeinsam mit Freunden und Bekannten Berlin einmal anders erleben möchten. Die 120 Kilometer hingegen richten sich an ambitionierte Radsportler, die regelmäßig trainieren und sich im Rahmen eines Rennens sportlich messen wollen. Im Vergleich zum ersten Velothon waren 2009 mit etwa 12.300 Fahrern bereits etwa 15 Prozent mehr Teilnehmer am Start. "Auch wenn diese Zahl im Folgejahr etwas zurückging, ist der Velothon 2010 endlich bei den Berlinern angekommen", resümierte Rainard Achillis, der Pressesprecher des Veranstalters. Das zeige besonders die stetig wachsende Zuschauerzahl am Streckenrand und die erhöhte Anzahl der Teilnehmer aus Berlin am Rennen. 2012 rechnet man bereits mit 15.000 Teilnehmern.

Brandenburger Tor, Kurfürstendamm und Eastsidegallery: die attraktive Strecke

Der spektakuläre Kurs führt entlang zahlreicher Top-Sehenswürdigkeiten: Unter den Linden, Brandenburger Tor, Holocaust-Mahnmal, Potsdamer Platz, Kurfürstendamm, Zoologischer Garten, Schloss Charlottenburg, Grunewald, Flughafen Tempelhof, Volkspark Hasenheide, Oberbaumbrücke, Eastside-Gallery, Alexanderplatz, Regierungsviertel, Hauptbahnhof, Schloss Bellevue, Siegessäule, Straße des 17. Juni. Insgesamt werden acht der zwölf Berliner Bezirke sowie die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming durchfahren.

Das Startgeld: ab sieben Euro für die Kids auf allen Distanzen

Erwachsene zahlen 2012 zwischen 52 und 67 Euro, abhängig von verschiedenen Faktoren wie Streckenlänge, Online-Anmeldung oder Wohnort im Ausland. Die Einnahmen fließen in die Organisation der Veranstaltung. Beispielsweise werden damit die Kosten für die Absperrung der gesamten Strecke, Dusch- und Umkleidemöglichkeiten oder den Starterbeutel und die medizinische Notfallbetreuung gedeckt. Aber auch die Verpflegung vor, während und nach dem Rennen, Medallien, Urkunden, der Ergebnisdienst sowie ein technischer Service werden damit finanziert.

Das Konzept spricht international die Teilnehmer aus dem Amateurbereich an

In sämtlichen Metropolen der Welt werden Laufveranstaltungen organisiert. Eine Analogie mit vergleichsweise hohen Teilnehmerzahlen fehlte sehr lang im Radsport in Deutschland ganz. Beim ersten Velothon 2008 waren Teilnehmer aus immerhin 16 Ländern dabei, ein Jahr später reisten die Sportler schon aus 19 Staaten an. Insgesamt waren sogar 43 Nationen vertreten, da in Berlin natürlich Teilnehmer aus vielen Ländern leben. Das macht das Rennen zu einem internationalen Event.

Die Wertungen erfolgen in einem differenzierten Gruppensystem

Gestartet wird in vielen unterschiedlichen Gruppen. Bereits am ersten Tag der zweitägigen Veranstaltung messen sich die Kids und Jugendlichen. Gestaffelt nach Alter und Geschlecht gehen sie an der Start. Besonders dieses Rennen der Kleinsten erfreute sich in den Folgejahren nach Angaben von Pressesprecher Achillis wachsender Beliebtheit, denn hier wurde ein besonders starker Zuschaueranstieg verzeichnet. So treten 2012 bereits 300 Kinder an. Das Hauptfeld der Erwachsenen am zweiten Tag des Velothons ist ebenfalls gestaffelt nach Junioren, Männern und Frauen sowie mehreren Seniorengruppen. Außerdem startet seit 2011 ein Profi-Feld.

Im Jahr 2008 hatte der Skoda Velothon in der Bundeshauptstadt Berlin seine Premiere

Beim ersten Mal traten rund 10.000 Radrennfahrer aus dem Amateurbereich an, um in der Metropole ihre Kräfte zu messen. Ein Jahr später waren es bereits 12.300 Teilnehmer, inzwischen rechnet man mit 15.000 Teilnehmern. Beim Velothon handelt es sich um eine Veranstaltung mit völlig neuem Charakter: Sämtliche Chausseen und Straßen werden eigens für das Rennen gesperrt. Die Teilnehmer können sich somit völlig dem Sport widmen und zudem an den Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke erfreuen. Ein umfangreiches und attraktives Rahmenprogramm ergänzt das Ereignis und macht es zum Erlebnis für die ganze Familie. Tausende von begeisterten Schaulustigen sind in jedem Jahr an der gesamten Strecke dabei.

Helmi Schäfer, fotografiert von Nils Wiemer Wiemers

Helmi Schäfer - Journalist seit 1987Hörfunk- und FernsehredakteurMultimediaPolitologe & Producerseit Januar 2008 bei ...

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