Der Spätburgunder

Eine Edelrebe, die auch Klevner genannt wird

Rotwein - morguefile
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Spätburgunder oder auch Pinot Noir, Blauburgunder oder Schwarzburger genannt, ist eine qualitativ sehr hochwertige Rebsorte - nicht nur für Rotwein.

Der Spätburgunder stellt eine große Herausforderung für jeden Winzer dar. Dies beginnt schon bei der Wahl des Hanges und führt über den Umgang mit den Trauben bis hin zur Kelterung des Weins. Erfüllt man allerdings die Ansprüche des Spätburgunders, dankt der entstehende Wein die Mühen mit außerordentlicher Vielseitigkeit. So kennt man den Spätburgunder hauptsächlich als Rotwein, doch ist er auch für den Champagner eine wichtige Rebsorte. Außerdem bietet sich die Traube neben Rot- und Roseweinen auch für die Verarbeitung als Blanc de Noirs oder Weißherbst an.

Namen sind Schall und Rauch

Schon im Namen Spätburgunder ist die Haupteigenschaft des Weines benannt: "spät". So hat die Pflanze eine späte Blüte, reift spät und wird entsprechend auch spät gelesen. Nur in einem Punkt liegt die Pflanze vorn: sie treibt recht früh aus und reagiert so äußerst anfällig auf den ersten Frost. Ist er allerdings schon länger heimisch, zeichnet sich der Spätburgunder bei guter Holzreife als äußert winterhart aus.

Spätburgunder ist nicht die einzige Bezeichnung für die Edelrebe. So wird der Spätburgunder auch Pinot Noir genannt. Der Name „Pinot“ ist wahrscheinlich aus dem französischen Wort für Fichtenzapfen entlehnt. Das hängt mit der Form der Traube zusammen, die die Form eines Fichtenzapfens hat. Daneben trägt er auch die Namen Blauburgunder oder auch Schwarzburgunder.

Der Wein

Der Spätburgunder ist, wie bereits erwähnt, ein anspruchsvoller Wein. Seine Alterung zum Beispiel ist nur schwer vorauszusagen. Ist die Herausforderung aber gemeistert, liefert der Spätburgunder beste Rotweine. Äußerst dankbar reagiert er zum Beispiel, wenn er im Barrique-Fass ausgebaut wird. In Deutschland werden so Spitzenqualitäten erreicht, die mit französischen Burgundern mithalten können. Sehr gute Spätburgunder wurden schon in Baden produziert oder stammen von der Ahr.

Die Alterung ist allerdings nicht die einzige Herausfoderung, die der Wein stellt. Schon die Trauben brauchen viel Erfahrung der Winzer. Die dünnhäutigen Früchte müssen äußerst feinfühlig bearbeitet werden. Andernfalls wird deren Saft zu früh freigesetzt.

Daneben sollte der Hang auf dem der Wein angebaut wird, südseitig liegen. Auch von dem Boden auf dem er wächst, verlangt der Spätburgunder einiges. Denn dieser sollte nicht nur fruchtbar sein, sondern auch genügend Kalk enthalten.

Die Geschichte

Eine Biologin namens Carole Meredith untersuchte in den 1990er Jahren die Rebsorte Spätburgunder. Sie erkannte aus Genanalysen, dass die Rebsorte von einer Wildrebe abstammt. Der ostfränkische Kaiser Karl III, auch genannt, Karl der Dicke, hatte den Spätburgunder schon viel früher eingeführt. Im Jahre 884 gab er ihm den Namen Clävner. Daher trug die Rebsorte in Baden lange den Namen Clevner, oder auch Klevner.

Erika Maier, Erika Maier

Erika Maier - Nach dem Abitur habe ich einige Jahre deutsche Literaturwissenschaften, englische und amerikanische Literaturwissenschaften sowie Kunst- ...

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