
- Wie mache ich mich selbstständig? - Anirud HKoul
Selbständig machen - aber wie?
Selbständigkeit ist der Traum vieler Angestellter, Hausfrauen und -männer, Arbeitsloser, Schüler und Studenten. Selbst mancher Senior spielt noch mit dem Gedanken, sich neben seiner Rente ein kleines Zusatzeinkommen zu sichern. So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind die Geschäftsideen. Natürlich hängt ganz viel von Ihrer Gründerpersönlichkeit ab, die fest mit Ihrem Charakter, Ihren Erfahrungen und Ihren Kenntnissen sowie Fähigkeiten verbunden ist. Bevor Sie sich also die Frage stellen, wie Sie sich selbständig machen können, sollten Sie die Frage klären, ob Sie überhaupt dazu geeignet sind.
Haben Sie die passende Gründerpersönlichkeit?
Herauszufinden, ob Sie die passende Gründerpersönlichkeit haben, sollte der erste Schritt sein, den Sie auf Ihrem Weg in die Selbständigkeit tun. Erfahrungsgemäß tun das die wenigsten Gründer. Sie machen den zweiten Schritt vor dem ersten und stürzen sich bereits in geschäftige Tätigkeiten, um ihre Geschäftsidee auf den Weg zu bringen. Das ist sehr oft zu schnell geschossen und im Nachhinein vertane Zeit, denn früher oder später stößt jeder an eine persönliche Grenze, die das weitere Fortkommen erheblich beeinflusst. Was Gründer brauchen ist Ausdauer, Mut, Beharrlichkeit, Neugier und Tatkraft. Das alles sollte auf einer gesunden Basis realistischer Selbsteinschätzung stehen. Doch wie findet man heraus, ob man für das geplante Vorhaben geeignet ist?
Erstellen Sie einen Businessplan!
Ein ganz simples Hilfsmittel, um der eigenen Gründerpersönlichkeit ein Stück auf die Spur zu kommen, ist die Erstellung eines Businessplanes. Holen Sie sich Vorlagen von Ihrer Bank oder suchen Sie im Internet. Auch die öffentliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (Kfw) bietet auf ihrer Seite seriöse Grundlagen, die Ihnen für Ihren Testlauf zur Verfügung stehen können.
Anhand des Businessplanes erarbeiten Sie Ihre Geschäftsidee. Die Vorlagen führen den Gründungswilligen durch alle Bereiche seines zukünftigen Unternehmens, stellen gezielte Fragen nach der geplanten Rechtsform, dem zukünftigen Geschäftszweck, erforderlichen Genehmigungen, rechtliche Rahmenbedingungen, dem Standort und der damit zusammenhängenden Konkurrenzsituation. Wie wollen Sie arbeiten? Gibt es einen Geschäftspartner? Haben Sie funktionierende Kontakte? Gibt es schon ein Konzept für die Finanzierung? Was soll der Hauptumsatzträger sein und wie entwickelt sich das Geschäft in den nächsten drei bis fünf Jahren? Werden Sie Angestellte haben oder sind Sie Einzelkämpfer?
Wer jetzt schon abwinkt und sich überfordert fühlt aufgrund der Flut der Informationen, mit denen er sich auseinandersetzen muss, ist sicherlich nicht so gut für eine Existenzgründung geeignet wie derjenige, der wissbegierig und mit Freude auf die Suche geht, alles nötige recherchiert, Genehmigungsvorschriften studiert, stundenlang an einem stimmigen Geschäftskonzept schreibt und ganz und gar in sein zukünftiges Unternehmen abtaucht.
Selbstständig zu sein bedeutet zunächst einmal selbst und ständig zu arbeiten. Mehr als die üblichen 40 Stunden und meistens auch mehr als fünf Tage pro Woche. Die ersten drei Jahre sind die härtesten und es wird einem Gründer nichts geschenkt. Aber der pfiffige Gründer informiert sich vorher, gleicht seine Fähigkeiten mit der Realität ab und stürzt sich nicht Business-planlos in sein Vorhaben.
