
- Die Plejaden - Carsten Przygoda / pixelio.de
2012 ist ein Schaltjahr, in dem der Februar bekanntlich 29 Tage hat. Allmählich werden die Tage länger. Geht die Sonne am 1. Januar erst um 8:18 Uhr auf, so erscheint sie am 29. Februar bereits um 7:05 Uhr am Firmament. Anfang des Jahres wird es kurz vor 18 Uhr dunkel, und die Sonne geht um 16:28 Uhr schon wieder unter. Bis Ende Februar verschiebt sich der Einbruch der Dunkelheit um mehr als eine Stunde auf 19 Uhr. Sonnenuntergang wird dann erst gegen 18:00 Uhr sein. Vollmond ist am 9. Januar und am 7. Februar 2012.
Planetenkonstellationen im Januar 2012
Gleich zu Beginn des Monats bietet sich in der Nacht vom 2. auf den 3. Januar ein reizvoller Himmelsanblick, wenn der Halbmond zwischen 17 Uhr und 2 Uhr morgens nördlich an Jupiter vorbei zieht. Venus zeigt sich zum Jahresbeginn als heller Abendstern und taucht unmittelbar nach Anbruch der Dämmerung am Südwesthimmel auf. Noch währt ihre Sichtbarkeit nicht allzu lange, da sie Anfang Januar bereits um 19:20 Uhr untergeht. Bis Ende des Monats verschiebt sich der Venusuntergang um ganze 90 Minuten. Die Begegnung mit dem äußerst lichtschwachen Neptun am 13. Januar ist nur mit einem guten Fernglas oder im Teleskop zu erkennen. Doch am 26. Januar lohnt sich der Blick zum Himmel, wenn Venus Besuch von der schmalen Mondsichel bekommt. Bereits gegen 19 Uhr sind beide über dem Südwesthorizont zu sehen. Weit höher steht Jupiter am Abendhimmel. Anfang Januar kann der Gasriese bis 2:29 Uhr beobachtet werden. Am 31. Januar verschwindet er dann bereits um 0:43 Uhr vom Firmament. Auch seine Helligkeit nimmt deutlich ab.
Mars ist nach Jupiter und Venus der hellste Planet am Nachthimmel. Und er erscheint immer früher auf der Bildfläche. Zwar geht der rote Planet am 1. Januar erst um 22:30 Uhr auf. Doch bis zum Monatsende verlagert sich sein Aufgang auf 20:44 Uhr, und auch die Helligkeit nimmt stark zu. Saturn lässt sich dagegen erst nach Mitternacht sehen. Immerhin verlagern sich seine Aufgänge im Laufe des Monats von 2:06 Uhr auf 0:14 Uhr. Merkur zog sich schon Ende Dezember fast völlig vom Morgenhimmel zurück. Nur sehr erfahrene Hobbyastronomen können den kleinen Planeten bei klarer Sicht noch Anfang Januar tief im Südosten erkennen. Da der sonnennächste Planet erst um 6:48 Uhr aufgeht und nach 20 Minuten sichtbar wird, ist Eile geboten. Um 7:30 Uhr verblasst Merkur schon in der Morgendämmerung.
Der Nachthimmel im Februar 2012
In der Nacht vom 2. auf den 3. Februar zieht der zunehmende Mond zwischen 18 Uhr und 4 Uhr morgens an den Hyaden vorbei. Dieser offene Sternhaufen lässt sich relativ leicht aufspüren. Schließlich liegt er nahe bei Aldebaran, dem hellsten Stern im Stier. Am Südosthimmel fällt Sirius ins Auge. Der Hauptstern im Sternbild „Großer Hund“ ist der hellste Stern überhaupt. Er bildet gemeinsam mit Aldebaran (Stier), Kapella (Fuhrmann), Rigel (Orion), Prokyon (Kleiner Hund) und Pollux (Zwillinge) das sogenannte Wintersechseck. Wie im Januar, so ist auch im Februar Orion das dominante Sternbild am winterlichen Nachthimmel. Wer ihn mit Teleskop oder Fernglas ausgerüstet näher betrachtet, entdeckt zwischen den drei Gürtelsternen den berühmten Orionnebel. Die Plejaden lassen sich dagegen schon mit bloßem Auge erkennen. Der auch als Siebengestirn bekannte Sternhaufen befindet sich im Sternbild Stier.
Planetenkonstellationen im Februar 2012
Venus spielt weiterhin ihre Glanzrolle als Abendstern und bleibt dabei immer länger sichtbar. Ihr Untergang verschiebt sich von 20:53 Uhr am 1. Februar auf 22:10 Uhr am 29. des Monats, während die scheinbare Helligkeit der zu 75 % beleuchteten Planetenscheibe zunimmt. Am 25. Februar erhält unsere Nachbarin wieder einmal Besuch von der schmalen Sichel des zunehmenden Mondes. Ab 21 Uhr strahlen beide am Westhorizont mit dem höher stehenden Jupiter um die Wette. Leider verschwindet der imposante Gasriese bereits gegen Mitternacht wieder vom Firmament. Genauer gesagt, geht er am 1. Februar um 0:40 Uhr unter, am 29. Februar dann bereits um 23.11 Uhr.
Mars verlagert seine Aufgänge von 20:39 Uhr auf 18:04 Uhr zum Monatsende. Sobald Venus und Jupiter untergegangen sind, beherrscht er nun als hellster Planet den Himmel. Während Mars die ganze Nacht hindurch sichtbar bleibt, zeigt sich Saturn auch Anfang Februar erst ab Mitternacht. Am 29. Februar überschreitet der Ringplanet dann bereits um 22:14 Uhr den östlichen Horizont. Merkur hält sich dagegen weiterhin tagsüber am Himmel auf. Erst ab dem 22. Februar kann man ihn gegen 18:20 Uhr für wenige Minuten in der Abenddämmerung knapp über dem Westhorizont erkennen.
Auf der Jagd nach Sternschnuppen
In der Nacht vom 3. auf 4. Januar 2012 erreichen die Quadrantiden oder Bootiden ihr Maximum. Bei guter Sicht und mit etwas Glück lassen sich stündlich bis zu 120 Meteore beobachten. Wenig ergiebig fallen die Delta-Cancriden aus. Lediglich vier Objekte pro Stunde werden für den 17. Januar erwartet. Auch Alpha-Aurigiden (6. bis 9. Februar) und Delta-Leoniden (25. Februar) zählen zu den schwachen Sternschnuppen-Strömen. Ende Februar erscheinen die ersten Virginiden am Morgenhimmel. Sie werden ihr Maximum jedoch erst Anfang April erreichen.
- Bildnachweis: © Carsten Przygoda / pixelio.de
- Quelle: "Kosmos Himmelsjahr 2012“ von Hans-Ulrich Keller, Stuttgarter Kosmos-Verlag
