Eingebettet im Stadtpark Bochum findet man den Bochumer Tierpark. Dieser besticht nicht durch besondere Größe oder besonders exotische Tiere, hat jedoch seinen ganz eigenen Charme.

Entstehung des Tierparks

Die Gründung des Tierparks fand 1933 durch den Bochumer Tierparkfreunde Verein statt, nachdem das Gelände von der Stadt Bochum hierzu kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Die Anfänge bildeten einige Tiergehege, welche – eingebettet im Stadtpark – kostenlos besichtigt werde konnten. 6 Jahre später begann man mit der Errichtung der ersten Aquarienanlage. 1943 wurde der Tierpark leider durch einen Bombenangriff zerstört. Die Tiere, welche diesen Angriff überlebten, mussten in anderen Zoos und Tierparks untergebracht werden. Erst durch seinen Wiederaufbau 1949 erreichte er seine heutige Form und Größe.

Aquarien und Terrarien

Besonders im Bochumer Tierpark ist vor allem die große Aquarien- und Terrarienanlage. Mittelpunkt bildet das 170.000 Liter umfassende Korallenriffbecken. Hier finden sich neben tropischen Fischen, Korallen und Seesternen auch Schwarzspitzen Riffhaie. Seit 1997 kann man hier außerdem eine große Regenwald-Landschaft bewundern, in welcher Lisztäffchen über der 80.000 Liter umfassenden Süßwasseranlage, welche mit Rochen und verschiedenen Fischen besetzt ist, durch die Bäume huschen.

Arten- und Umweltschutz

Der Bochumer Tierpark setzt viel auf den Tierschutz. Eine artgerechte Tierhaltung wird besonders erstrebt. Zusätzlich nimmt der Tierpark Bochum an internationalen Zuchtprogrammen teil. So konnten vor allem bei der Nachzucht der Neuguineanischen Krontaube große Erfolge verzeichnet werden. Die Greifvögel werden durch einen ausgebildeten Falkner betreut. Eine Besichtigung auf dem Arm des Betreuers ist ein Hautnah-Erlebnis der besonderen Art und bringt einem diese großen Vögel näher, als es eine Voliere kann.

Nordsee in Bochum?

Ebenfalls sehr interessant ist die Nordseeanlage, welche in mehrere Bereiche unterteilt ist. In einem abgeteilten Bereich kann man in Norddeutschland ansässige Vögel wie Kampfläufer Schellenten bewundern. Zwei Nordseeaquarien bieten einen Einblick in die heimische Unterwasserwelt mit Schollen, Seezungen und Flundern. Ein anderer Bereich besteht aus großen Teichen, an welchen sich Storche tummeln. Zur Entspannung laden Strandkörbe an einem kleinen Sandstrand ein. Der Höhepunkt der Nordseeanlage ist aber sicher das große Becken mit Seehunden und Humboldtpinguinen, welche sowohl von oben, als auch durch große Glasscheiben unter Wasser betrachtet werden können.

Ein Besuch lohnt sich

Obwohl der Tierpark nicht sehr groß ist, lohnt sich ein Besuch. Auch für Rollstuhlfahrer ist ein Besuch lohnenswert, da er barrierefrei ist und über zwei Behindertenparkplätze verfügt. Besonders interessant für Besucher sind die Fütterungen, die über den Tag verteilt in den unterschiedlichen Gehegen stattfinden. Die Eintrittspreise sind günstig – Hunde dürfen sogar umsonst mit, müssen allerdings an der Leine geführt werden. Für Kinder bietet der Tierpark Lernführungen und Kindergeburtstage an. An der Kasse ist außerdem ein Fragebogen zu erwerben, mit welchem die Kinder den Tierpark auf eigene Faust erkunden können.

Quelle: Homepage des Bochumer Tierparks