Der Tod im Horoskop: Geht es im achten Haus ums Sterben?

Tod im Horoskop - iStockphoto.com/davisales
Tod im Horoskop - iStockphoto.com/davisales
Die Frage nach dem Tod ist in der Astrologie ein Tabuthema und sollte es auch bleiben. Welche Rolle spielt das achte Haus im Horoskop?

Viele Menschen lassen sich ihr Horoskop deuten, wollen wissen, wann sie den richtigen Partner treffen, ob sie im Lotto gewinnen und wann denn das Glück auch bei ihnen endlich einmal einschlägt. Daran ist sicher auch nichts auszusetzen, sofern diese Menschen die Verantwortung für ihr eigenes Leben nicht an ein Horoskop abgeben, sondern stattdessen ihren gesunden Menschenverstand einschalten und sich selbst vertrauen. Fast schon kriminell wird es allerdings, wenn Fragen zum eigenen Ableben oder dem Ableben einer anderen Person gestellt und im schlimmsten Fall von fragwürdigen astrologischen Praktikern sogar prognostiziert werden.

Das achte Haus und der Tod

Das achte Haus wurde in der ganz alten Astrologie gern mit dem Tod in Verbindung gebracht. Die Astrologie ist durchaus imstande, den Stand der Planeten und die Einflüsse im Horoskop der jeweiligen Zeitqualität entsprechend zu deuten und daraus ihre Schlüsse zu ziehen. Es gibt auch verschiedene uralte Deutungsregeln, die sich mit dem Sterben befassen. So behauptet die alte astrologische Erfahrungslehre zum Beispiel, dass es im achten Haus Hinweise auf den Zeitpunkt des Todes, auf die Art und die näheren Umstände des Ablebens geben soll und dass insbesondere bei kritischen saturnischen Konstellationen das Thema Sterben anstehen könnte. Auch ein schlecht aspektierter Mars im achten Haus genießt nicht den allerbesten Ruf und noch heute gibt es in diesem Zusammenhang Spekulationen über ein womöglich gewaltsames und schnelles Ende. All diese Schlussfolgerungen das Thema Sterben betreffend haben sich jedoch als unhaltbare Behauptungen erwiesen, die keiner Nachprüfung wirklich stand gehalten haben.

Ein Horoskop kennt kein Ende

Ein Horoskop ist auf Unendlichkeit und Wiederholung ausgerichtet und nach astrologischem Verständnis gibt es keinen Tod, mit dem auf einmal alles aus ist. Viele Künstler wurden zum Beispiel erst nach ihrem Tod richtig berühmt. Wenn Astrologen das Horoskop einer solchen längst verstorbenen Person weiter rechnen, dann stoßen sie in der Regel auf Hinweise, die darauf hindeuten, dass diese Person gerade sehr erfolgreich ist. An diesem Beispiel wird deutlich, dass der körperliche Tod im Horoskop nicht vorgesehen ist.

Alle müssen sterben - mit und ohne Horoskop

Vor diesem Hintergrund wird sich kein seriös arbeitender Astrologe zu Aussagen zum Thema Tod hinreißen lassen. Das kann er auch gar nicht, denn aus dem Geburtsbild lassen sich bestenfalls "gute" und "schlechte" Zeitperioden deuten und prognostische Trends erkennen, nicht aber das irdische Ende. Fazit von suite101: Zum Sterben braucht man kein Horoskop.

Tipp: Astrologie pro und contra - Sinn und Unsinn von Horoskopen

Quellen:

  • Wissenschaftliche Astrologie in 12 Lehrbriefen, Pfaller Verlag München, Jahr unbekannt, ca. Mitte 40er Jahre
  • Alexander von Prónay, Das große Buch vom Horoskop, Moewig 1994
  • Faubet, Sonne Mond und Schicksal, Lesestudio 2006
  • Lesestudio Astro-Stube (Archiv)
  • Bildnachweis: iStockphoto.com/davisales

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