
- Der Traum – eine Geschichte vom Himmel - Gerth Medien GmbH
Der Theologieprofessor und Autor, James Bryan Smith, liefert mit seinem Roman "Der Traum" einen Erklärungsversuch, was mit Menschen passiert, die das Erdenleben hinter sich lassen und wie der Himmel aussehen könnte. Die Erzählung trägt stark biografische Züge, vermutlich einer der Gründe, weshalb die im Buch dargestellte Trauer sehr authentisch beschrieben wird.
Der Traum – eine Geschichte, die das Herz berührt
Tim ist gläubiger Christ. Er hat ein starkes Gottvertrauen und weiß, dass Gott den Menschen Gutes will, er sie aus Liebe geschaffen hat und stets das Beste für sie in Sinn hat – bis zu dem Zeitpunkt, da er selbst drei geliebte Menschen verliert. Tim gerät ins Schwanken: Ist Gott wirklich immer gütig und für uns da, wenn wir ihn brauchen? Was ist die Gottesliebe und wie kann man sie spüren? Weshalb lässt Gott es zu, dass gerade er als gläubiger Christ sein Kind so früh zu Grabe tragen muss, und – weshalb heilt Gott den stechenden Schmerz in der Brust einfach nicht? Berstende Fragen, die ihm schier den Verstand zu rauben scheinen. Er will den Schmerz vergessen. Er will Heilung für sein gebrochenes Herz. Und um diese Heilung zu finden, geht er in ein Kloster – nur für ein paar Tage, um Ruhe und die erhofften Antworten zu finden.
Der Traum – die Suche nach dem Verstehen
Als Tim im Kloster ankommt, ist er sich nicht sicher, ob die klösterliche Ruhe ihm wirklich das geben kann, was er sucht. Er ist auf der Suche nach Liebe, nicht nach kalten Gemäuern, die auch schon bessere Tage gesehen haben. Und auch sein Klosterzimmer ist alles andere als einladend. Dennoch will er es versuchen. Schließlich hat er nichts zu verlieren. Fünf Tage möchte er zusammen mit den Mönchen beten und Gott preisen – für was, das weiß er selbst nicht so genau.
Der Traum – Vertrauen ist der Schlüssel zur Heilung
Während Tim sich noch immer nicht sicher ist, ob ein Kloster und in Mönchskostüm bekleidete Glaubensbrüder ihm wirklich den richtigen Schubs in Richtung Gottvertrauen geben können, befindet er sich, ehe er sich versieht, in einem Traum. Und dieser Traum soll nicht nur sein Leben verändern, sondern vor allem sein gebrochenes Herz heilen. Stück für Stück beginnt er zu begreifen: Gottes Liebe ist nicht durchschaubar, aber allgegenwärtig. Der Tod ist nicht das Ende, im Gegenteil, er ist erst der Anfang.
Der Traum – eine Geschichte vom Himmel, die das Herz heilt
Immer wieder sind Christen auf der Suche nach Literaturvorschlägen, die ihnen Gott und seine Liebe näherbringen. Romane wie "Die Hütte" von William Paul Young, die es schaffen, nicht nur gut zu unterhalten, sondern auch spirituelles Verstehen zu fördern und damit auch als Ratgeber zu verstehen sind, sind Mangelware auf dem Buchmarkt. Doch auch James Bryan Smith hat es geschafft, mit seiner Erzählung vom Himmel den Lesern eine Lektüre an die Hand zu geben, die, mit offenem Herzen gelesen, das Herz tatsächlich heilen könnte. Auf 222 Seiten versucht der Autor, Gott, die Liebe, aber auch die menschliche Trauer zu thematisieren – und er schafft es, seine Leser behutsam in die Geschichte einzuführen. Ehrlich, authentisch und mit viel Gefühl macht er keinen Hehl daraus, dass es menschlich ist, zu zweifeln. Er zeigt aber auch: Selbst die größten Zweifel werden von Gottes Liebe davongespült. Vertrauen ist der Schlüssel zur Heilung!
James Bryan Smith: Der Traum. Gerth Medien GmbH, 2010. Broschiert, 222 Seiten. Euro 14,95
