
- Mit Forex Geld verdienen - Gerd Altmann/pixelio.de
Der Online-Devisenhandel oder Forex-Markt boomt wie nie zuvor. Es gibt immer mehr Anbieter und auch immer mehr Anleger, die auf der Suche nach dem schnellen Euro sind. "Schuld" ist natürlich das Internet. Was früher hinter verschlossenen Türen und in den geheiligten Hallen diverser Banken und Börsen ablief, ist jetzt allgemein zugänglich. Manche Makler-Plattformen richten sich mit ihrem Angebot sogar ausdrücklich an Einsteiger.
Die Möglichkeit, im Internet mit Devisen und Währungen zu spekulieren, hat den Anbietern dieser Finanzgeschäfte neue Kundenschichten eröffnet. Und zwar durchaus in einer stattlichen Größenordnung. Wenn viele das gleiche wollen, dann gibt es auch viele, die das Gewünschte liefern. Und das wiederum bedeutet Konkurrenz. Konkurrenz im Devisengeschäft bedeutet für den einzelnen Trader bessere Angebote. Das Internet hat hier wirklich ermöglicht, dass der Kleinanleger mit Devisen handeln kann, ohne dass die Schranken unüberwindlich groß sind oder Ganze unüberwindlich teuer wird.
Andererseits werden mehr als 50 Prozent des Devisenhandels immer noch von ein paar großen Konten aus abgewickelt. In diese Sphären der Forex-Millionäre vorzudringen, ist für einen Kleinanleger nicht realistisch, und die Margen und Konditionen, die in diesem elitären Zirkel Anwendung finden, werden für einen einfachen Devisen-Trader immer nur ein Wunschtraum bleiben.
Einstieg ist ab ein paar hundert Euro möglich
Dennoch: Es ist möglich, mit ein paar Hundert Euro ins Devisengeschäft einzusteigen, ohne dass die Gebühren sämtliche eventuelle Gewinne auffressen. Natürlich gilt auch hier das Prinzip: je mehr Umsatz, desto bessere Konditionen.
Die Spielarten des Forex-Handels sind vielfältig. Das reicht vom normalen Devisengeschäften bis zu digitalen Optionen. Besonders der Optionenhandel hat in den letzten Jahren stark zugelegt. Gehandelt wird mit Rohstoffen wie Öl und Gold, aber auch Aktien und Indizes sind weit verbreitet.
Welche Makler-Plattform für Einsteiger geeignet ist
Ein zentraler Punkt sind die Währungspaare. Wie steht der Euro zum US-Dollar, wie sieht die Kursentwicklung aus? Wie hat die Krise in Japan den Kurs beeinflusst, sind die Anleger vom Yen abgesprungen, welche Handelsstrategien für Devisen sind die besten? All diese Punkte werden auf unzähligen Webseiten und Foren behandelt und diskutiert. Natürlich wird auch viel in die Anwerbung neuer Kunden, also künftiger Devisentrader, investiert. Denn eines ist über die Jahre hinweg gleich geblieben: Der jeweilige Anbieter dieser Finanzgeschäfte erhält seinen Anteil von jedem einzelnen getätigten Handel.
Die meisten verlieren Geld
Der Einstieg in den Online-Devisenhandel mag für den einzelnen ein durchaus lukratives Engagement bedeuten, die Wahrscheinlichkeit spricht aber eher dagegen. Das belegt ein Blick auf in der "Los Angeles Times" veröffentlichte Zahlen, die dem Forex-Handel magere Gewinnchancen bescheinigen. So haben bei FXCM Inc., einem der größten US-Broker, im Jahr 2010 rund 75 bis 77 Prozent aller Kunden Geld verloren. Bei Gain Capital Holdings Inc., ebenfalls ein Marktführer, sind die Zahlen ähnlich.
Wie bei so vielen anderen Tätigkeiten, ist erst einmal Lehrgeld zu zahlen, und das bedeutet, dass gerade Neulinge besonders vorsichtig an die Sache herangehen sollten. Ein wichtiger Grundsatz ist, sich vorher zu informieren und sich Basisinfos rund um den Forex- beziehungsweise Devisenhandel zu holen.
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