Der erste Teil der Schatten-Trilogie erzählt wie Azoth sein Leben als Straßenjunge hinter sich lässt und damit sowohl einem widerwärtigen, dreckigen Leben entflieht, aber auch das kostbare Gut der Freundschaft aufgeben muss. Er wird nach einigen grausamen Ereignissen schließlich der Lehrling von Durzo Blint, dem besten Blutjungen der Stadt.
Lehrling eines Blutjungen
Azoth begibt sich, nachdem er sowohl gutes, wie auch schlechtes hinter sich gelassen hat, in die Hände Durzo Blints um, wie er selbst sagt, nie mehr Angst haben zu müssen. Die Lehrjahre bei dem Blutjunge sind hart und vielfältig. Er lernt mit und ohne Waffen zu kämpfen, verschiedenste Gifte herzustellen und zu mischen und Geschichte und Etikette der Gesellschaft jenseits der Gosse. Durzo Blint ist ein gnadenloser, aber gerechter Lehrer, der meist frei von jeglicher Sentimentalität handelt und dann aber doch wieder durch seine Taten zeigt, dass ihm der Junge etwas bedeutet. Nur ob diese Bedeutung freundschaftlicher oder egoistischer Natur ist bleibt ungewiss. Schließlich begeht Azoth seinen ersten Auftragsmord und besteht somit seine Prüfung. Nur was Azoth immer noch fehlt und was ihm eines Tages das Leben kosten könnte ist eine magische Begabung, den Faktor, den Blutjungen von Meuchelmördern unterscheidet.
Cenaria – die Stadt
Ganz klar ist der Schauplatz, die Stadt Cenaria, in zwei Welten aufgeteilt: die Slums, die Gosse in der Azoth aufgewachsen ist und das Viertel der Händler, Handwerker und Adeliger in der Azoth die meiste Zeit seines neuen Lebens fristet. Cenaria ist eine Stadt, die offiziell von einem unfähigen König und inoffiziell von den neun Sa'Kagé, den kriminellen Anführern der Stadt beherrscht wird. Durzo Blint nimmt sowohl von den Sa'Kagé, als auch von anderen Aufträge entgegen, doch entscheidet er stets selbst ob er den Auftrag auch annehmen möchte.
Neben den zahlreichen Intrigen, die munter zwischen verschiedenen Parteien innerhalb der Stadt gesponnen werden, wird auch zunehmend eine Bedrohung von außen gefährlich für die gesamte Stadt. Khalidor, ein Reich nördlich von Cenaria, bedroht schon seit Jahren den Frieden der Stadt, bisher erfolglos. Schließlich greift Khalidor auf eine List jenseits von direkter Waffengewalt zurück und wird so zu einer übermächtigen Gefahr.
Azoth und Freunde
Seine einzigen wahren Freunde, Jarl und Puppenmädchen, lässt er mit seinem alten Leben zurück.
Später schließt er so etwas wie Freundschaft mit Logan Gyre einem Adeligen, der als tugendhafter und ehrlicher Mensch bekannt ist und später feststellen muss, dass bestimmte Umstände zu großen Opfern und Taten zwingen können.
Weiterhin begegnet er den beiden Freunden Dorian und Feir, die ihre eigenen Pläne verfolgen, ihm aber versuchen zu helfen richtige Entscheidungen zu treffen.
Dieser temporeiche und düstere Auftakt der Trilogie macht geradezu süchtig nach mehr. Wer Band eins gelesen hat wird sich auf schnellstem Wege auch die übrigen zulegen.
Brent Weeks: Der Weg in die Schatten, Blanvalet-Verlag. 2010. 690 Seiten. Paperback. 15,00€
