Der Wintergarten als Erholungsoase

Ein Wintergarten bringt Natur ins Haus - hans / pixelio.de
Ein Wintergarten bringt Natur ins Haus - hans / pixelio.de
Ein Wintergarten bietet viele Nutzungsmöglichkeiten und mehr Nähe zur Natur. Worauf Sie bei Planung und Bau achten sollten, können Sie hier nachlesen.

Auch im Winter möchte man die Natur genießen können, am Besten vom eigenen Wohnzimmer aus, das einen Blick ins Grüne erlaubt. Ein Wintergarten ermöglicht das und bietet dazu auch noch viele weitere Nutzungsvarianten. Es gibt allerdings ein paar Punkte, auf die Sie bei der Errichtung und Planung eines Wintergartens achten sollten. So sollten Sie sich schon vor dem Bau Ihres neuen Wintergartens entscheiden, wozu Sie ihn künftig nutzen möchten. Abzuraten ist davon, ihn als ständiges zweites Wohnzimmer im Winter zu benutzen - außer, Sie haben mit hohen Heizkosten kein Problem. Denn die wird er ihnen bescheren, wenn er ständig als Wohnraum genutzt wird. Auf jeden Fall sollten Sie einen Experten zu Rate ziehen, bevor Sie mit der Planung und den Bauarbeiten beginnen. Denn dann können Sie sich sicher sein, nicht nur einen schönen, sondern auch funktionalen Raum zu erhalten.

Der Wintergarten sollte nach Süden ausgerichtet sein

Die gute Nachricht ist, dass ein Wintergarten so gut wie überall machbar ist, selbst aus einem kleinen Balkon kann einer werden. Allerdings sollten 6 bis 7 Quadratmeter Grünfläche mit genügend Sonneneinstrahlung vorhanden sein, sonst dürfte es mit dem Traum vom Wintergarten schwer werden. Falls Sie den Wintergarten als Wohnraum nutzen möchten, sollten Sie schon um die 20 Quadratmeter einplanen - dann hat man genügend Bewegungsfreiheit und kann den Raum auch schön gestalten. Weiters ist darauf zu achten, dass man den Wintergarten nach Süden ausrichten sollte. Er sollte ja im Winter den Genuss der Sonnenseiten des Lebens ermöglichen, und dazu ist eine Ausrichtung gen Norden nun 'mal nicht geeignet. Wintergärten werden auch so geplant, dass sie drei mal so breit wie tief sind, weiters wird der Experte auch auf die Lüftung und Beschattung wert legen. So hängt das gute Klima im Wintergarten zum Beispiel von der Luftzirkulation und von Belüftungsklappen ab, die zur Genüge vorhanden sein sollten. Zweigeschossige Wintergarten zum Beispiel bieten einen bessere Luftzirkulation.

Ein Wintergarten braucht Isolierglas und den richtigen Boden

Weiters sollte dem Bauherrn bewusst sein, dass innen liegende Beschattungsanlagen nicht so wirkungsvoll sind wie außen liegende. Je nach vorhandenem Budget gibt es heute natürlich auch schon die Möglichkeit, automatische Steuerungen mit Wind- und Regensensoren in die Beschattungsanlagen zu integrieren. Ähnliches gilt auch für de Verglasung - auch hier gibt es inzwischen schon unzählige Möglichkeiten. Auf jeden Fall sollte der Wintergarten aber mit einem Mehrscheiben-Isolierglas und Verbundsicherheitsglas versehen werden. Wem nun schon alleine bei der Vorstellung, all' diese Fenster putzen zu müssen, schlecht wird, kann beruhigt sein: Es gibt inzwischen Gläser mit einer Spezialbeschichtung, die sich selbst aktiv reinigen. Auf solche sollte man nach Möglichkeit auch zurückgreifen, um tagelange Putzaktionen vermeiden zu können. Auch der Boden im Wintergarten sollte sorgfältig ausgewählt werden und eine große, speicherfähige Masse aufweisen.

Wenn Sie all' diese Punkte berücksichtigen und auch auf eine Expertenmeinung nicht verzichten, können Sie sich schon bald in Ihrer neuen Erholungsoase mitten im Grünen entspannen. Zusätzlich zum Blick in den eigenen Garten ist es auch sehr beliebt, den Wintergarten noch mit Grünpflanzen und Blumen zu dekorieren, auch Rattanmöbel als Einrichtung sind oft anzutreffen. Die Chance, im eigenen Heim, dem Alltag entfliehen zu können, sollten Sie sich also nicht entgehen lassen - und sie ist auch auf jeden Fall eine Investition wert.

Bildnachweis: © hans / pixelio.de

Melanie Kuehs - Ich lebe und arbeite auf der Insel Zakynthos in Griechenland. Als Journalistin bin ich seit 1999 tätig, zu Beginn als Freie ...

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