Derbys im Fußball und Derbystar-Fußbälle

Derbystar hat seine Wurzeln im Reitsport - Imagine It - Sports
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Derbystar-Bälle und Fußball-Derbys: Was haben sie gemein? Woher kommt der Name des Sportartikelherstellers? Suite101 gibt Antworten auf diese Fragen.

Derbystar-Fußbälle genießen unter Fußballern ein hohes Ansehen. Denn: Der Sportartikelhersteller Derbystar schneidet bei Tests von Bällen regelmäßig mit einem „gut“ ab. So bewies zum Beispiel der Derbystar Brillant APS lange Haltbarkeit und ausgezeichnete Spieleigenschaften. Aber auch der Derbystar Fairtrade Alpha, der Derbystar Ground XP und Derbystar Hallenfußbälle erzielten Bestnoten. Besonderes Plus: Derbystar ist ein alter Hase unter den Lizenznehmern von Transfair für Sportbälle. Seit Jahren verkauft Derbystar Fußbälle mit FairTrade-Logo. Einziges Manko: durch diese Vereinbarung ist lediglich sichergestellt, dass jeder zehnte Ball zu fairen Bedingungen hergestellt und gehandelt wird. Der Sportartikelhersteller hat jedoch über 40 verschiedene Bälle in den unterschiedlichsten Preisklassen im Sortiment.

Derbys im Fußball: Woher kommt der Begriff „Derby“?

Viele traditionelle Fußballmatches fanden früher im Fasching zwischen benachbarten Stadtteilen oder Gemeinden statt. Am bekanntesten war das Spiel in der englischen Stadt Derby. Dort standen sich alljährlich am Faschingsdienstag zwei Kirchengemeinden gegenüber. An dem ungefähr sechs Stunden dauernden „Fußball“-Spiel mit einem ausgestopften Lederball, der den Durchmesser von einem englischen Fuß (cirka 30 Zentimeter) hatte, nahmen bis zu tausend Leute teil.

Derby, eine Stadt in England

Das wilde Spiel mit dem Ball wurde so berühmt, dass man bis heute die Begegnungen zwischen benachbarten Fußballvereinen - zum Beispiel Bayern München und 1860 München, AC Mailand und Inter Mailand oder Real Madrid und Atletico Madrid - als „Derby“ bezeichnet. Noch heute wird in Ashbourne, einem kleinen Ort in Mittelengland, ein Spiel nach altertümlicher Art durchgeführt. So brutal wie früher geht es dabei allerdings nicht mehr zu, denn es ist in erster Linie eine Veranstaltung für Touristen.

Was genau ist ein Derby?

Derbys haben den Ruf besonders heiß umkämpfte Spiele zu sein. Wie chaotisch es beim Derby im Jahr 1829 zuging, zeigen niedergeschriebene Augenzeugenberichte: Das Spiel fing um die Mittagszeit auf dem Marktplatz an. An dieser Stelle hatten sich die Mannschaften beider Gemeinden aufgestellt. Dann wurde ein großer Ball in ihre Mitte geworfen. Sofort stürzten sich einige der schnellsten und stärksten Männer jeder Mannschaft auf ihn und versuchten, den Ball an sich zu reißen. Der Rest der Spieler schloss sich ihnen an.

Derbys: hart umkämpfte Fußballspiele

Es dauerte nicht lange und es hatte sich ein undurchdringliches Gewühl aus Armen, Beinen und Leibern gebildet. Jedes Team versuchte nun die raufende und prügelnde Menschenmasse in Richtung des gegnerischen Tores zu treiben. Mit dem Fuß durfte dabei genauso gespielt werden wie mit der Hand. Spielfeld, Spielerzahl und Spieldauer waren nicht festgelegt. Nicht einmal zwischen Zuschauern und Spielern wurde eindeutig unterschieden. Wenn jemand einen Ball in die Menge warf, waren alle Umstehenden sofort dabei. So kam es manchmal zu Matches mit Hunderten von Teilnehmern. In ländlichen Gebieten spielten oft ganze Dörfer gegeneinander.

Wie der Sportartikelhersteller Derbystar zu seinem Namen kam

Trotz Fußballbezug hat der Name des Sportartikelherstellers Derbystar nichts mit den klassischen Derbys gemein. Die Derbystar GmbH hat vielmehr ihren Ursprung in einer Lederfabrik im niederrheinischen Goch. Dort wurde im Jahre 1963 neben Reitsätteln, Gamaschen und anderen Lederartikeln mit der Produktion von Bällen angefangen. 1968 wurde die Ballabteilung der Fabrik vollständig ausgelagert und das eigenständige Unternehmen Derbystar gegründet. Der Name leitet sich aus den Wurzeln des Unternehmens ab: „Derby“ aus dem Pferdesport und „Star“ für die vorgebliche Qualität der hergestellten Produkte.

Derbystar im Fußball

Derbystar zählt heute zu den namhaften Sponsoren im Fußball. Viele Fußballvereine kicken mit Derbystar-Bällen. In der Saison 1979/80 stellte Derbystar sogar den Spielball für alle Fußball-Bundesligisten. Im Jahr 2011 kam der offizielle Ligaball in der niederländischen Fußballliga von Derbystar. 1995 startete Derbystar Hilfs- und Gesundheitsprogramme für die Mitarbeiter in der Produktion. Seit dem Jahr 2005 ist Derbystar lizenzierter Fairtrade-Partner. Im Rahmen dessen wurde die Produktionsstätte in Pakistan durch die FLO (Fairtrade Labour Organisation) für gut befunden.

Quellen:

Marco Theuer, Boxjournalist, Sportautor

Marco Theuer - Marco Theuer, Jahrgang 1972, Sportautor und Boxjournalist war selbst jahrelang aktiver Boxer und Leistungssportler. Als Landesmeister und ...

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