
- Zwei leckere Quarkdesserts - Christian Goldmann
Ein sehr gesundes und obendrein noch preiswertes Milchprodukt ist Quark. Er entsteht, wenn der Milch Lab zugesetzt wird, ein Enzym, welches die Milch gerinnen lässt. Quark ist das Ausgangsprodukt für jegliche Art von Käse. Je nach Fettgehalt wird die Milch in Magerquark (unter 10 %), Speisequark (20 %) und Sahnequark (40 %) unterschieden. Auch Schichtkäse gilt als Quark. Sein streifiges Aussehen kommt daher, dass er aus der dicklichen Milchmasse herausgeschnitten und nicht mehr glatt gerührt wird. Welcher Quark verwendet wird, bleibt dem Einzelnen überlassen. Gesund ist der weiße Frischkäse auf jeden Fall, sein hoher Gehalt an Kalzium ist wichtig für die Knochenfestigkeit. Wer auf seine schlanke Linie achtet, wählt Magerquark. Die Sorten mit dem höheren Fettgehalt sind etwas cremiger. Durch das Verrühren mit kohlesäurehaltigem Mineralwasser erreicht man diese Konsistenz auch beim Magerquark.
Die Konkurrenz aus Italien: Ricotta
Seit einiger Zeit hat Quark Konkurrenz aus Italien bekommen: Ricotta wird aus gesäuerter Schafs-, Kuh- oder Büffelmilchmolke hergestellt. Er eignet sich wie sein deutscher Kollege zur Herstellung von vielerlei pikanten und süßen Gerichten. An dieser Stelle soll in den folgenden Rezepten nur von Süßspeisen die Rede sein.
Quarkmousse mit Heidelbeeren
Zutaten für 4 Personen:
- 400 Gramm Magerquark
- 80 Gramm Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 200 Gramm Schlagsahne
- 2 Eigelbe
- 4 Blatt weiße Gelatine
- 1 Bio-Orange
- 300 Gramm Heidelbeeren (frisch oder tiefgefroren)
- 3 Esslöffel Zucker
Zubereitung:
Den Quark zum Abtropfen in ein Sieb geben. Die Gelatine kalt einweichen. Der Orange die Schale abreiben, dann den Saft auspressen. Den Saft leicht erwärmen und die Gelatine darin lösen. Die Eigelbe mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig schlagen. Alle Zutaten gut vermischen. Die Sahne steif schlagen und unter die Quarkmasse heben. Abgedeckt einige Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Die Heidelbeeren mit dem Zucker mischen und mit der Quarkmousse anrichten.
Ricotta mit Birne und Kürbiskernkrokant
Zutaten für 4 Personen:
- 650 Gramm Ricotta
- 350 Gramm gedünstete Birnen (Dosenware)
- 120 Gramm Honig
- 60 Gramm Kürbiskerne
- 2 Esslöffel Zucker
- 2 Esslöffel Butter
Zubereitung:
Den Ricotta für eine Stunde auf einem Sieb abtropfen lassen. Den Zucker in einer Pfanne bräunen, die Butter und die Kürbiskerne dazu geben und alles karamellisieren lassen. Sofort auf ein Holzbrett geben und nach dem Erkalten in Stücke hacken. Den Ricotta mit dem Honig süßen, die Birnen würfeln und mit dem Kürbiskernkrokant in Gläser schichten.
Tipp: Kürbiskernkrokant ist in Gläsern verschlossen lange haltbar. Es lohnt sich, eine größere Menge davon auf Vorrat herzustellen.
Quarkkeulchen sind eine beliebte Nachspeise in Sachsen. Sie sind ein recht deftiges Dessert, dieser Tatsche sollte man bei der Menüplanung Rechnung tragen. Als Nachtisch nach einer einfachen Gemüsesuppe runden sie die Mahlzeit perfekt ab. An warmen Tagen sind Quarkkeulchen auch als Hauptgericht einsetzbar.
Rezept für Quarkkeulchen
Zutaten für 4 Personen:
- 250 Gramm Mehl
- 3 Eier, getrennt
- ¼ Liter Milch
- 250 Gramm Quark
- 100 Gramm Rosinen
- 100 Gramm Zucker
- Zimt
- Butterschmalz oder Öl
Zubereitung:
Den Quark mit der Milch, den Eigelben und 50 Gramm Zucker glatt rühren, das Mehl darüber sieben und einarbeiten. Die Eiweiße zu einem steifen Schnee schlagen und mit den Rosinen unterheben. Den Teig esslöffelweise in heißem Fett ausbacken. Mit dem restlichen Zucker und dem Zimt bestreuen. Dazu Apfelmus oder Obstkompott reichen.
