Festgeld oder Aktienfonds? Anleihen oder Goldbarren? Wie sichere ich mein Vermögen vor einer neuen Finanzkrise oder sogar einer Währungsreform? Nicht nur institutionelle Anleger oder Vermögensverwalter machen sich Gedanken über eine ideale Anlagestrategie.

Wie sicher ist mein Geld?

Es gibt unzählige Möglichkeiten von Anlageformen. Einerseits riskante Zockerpapiere die hohe Rendite versprechen, die jedoch hochspekulativ sind. Andererseits vermeintlich sichere Anlageformen, wie Gold oder Anleihen. Der Privatanleger sollte sich jedoch verdeutlichen, dass annähernd jede Anlageform lediglich eine Minderung des Kaufkraftverlustes darstellt. Die Inflation in Deutschland pendelt noch immer stetig um die 2%-Marke. Jedoch kann kein Analyst mit Sicherheit bestimmen, wie sich die Preissteigerung in Zukunft entwickeln wird.

Um das Verlangen der Kleinanleger nach Sicherheit zu befriedigen, gibt es in Deutschland und anderen europäischen Ländern wie z.B. in den Niederlanden oder in Österreich diverse Einlagensicherungssysteme. In Deutschland sind 100.000 EUR pro Person zu 100% durch den Gesetzgeber geschützt.

Sichere Anlageformen für Kleinanleger

Grundsätzlich ist eine Diversifikation im eigenen Portfolio sinnvoll. Das bedeutet, dass ein Anleger nicht sein gesamtes Vermögen in ein Wertpapier bzw. in eine Anlageklasse investieren sollte. Eine Streuung der Anlageformen senkt das Risiko und ermöglicht dem Anleger Chancen in verschiedenen Marktsituationen. Um dennoch auf eine drastische Veränderung der Konjunktur reagieren zu können, sollte ein Teil stets kurzfristig verfügbar sein. Das Tagesgeld ist hier an erster Stelle zu nennen. Ein Tagesgeldkonto hat im Vergleich zu Gold den Vorteil, dass jederzeit darauf zugegriffen werden kann. Im Falle einer steigenden Inflation, kann zudem die nominale Verzinsung von Kreditinstituten angehoben werden. Hier liegt auch ein Vorteil zur Festgeldanlage, bei welcher der Anfangszinssatz für die festgelegte Dauer der Geldanlage bestehen bleibt.

Mögliche Alternativen zu einem Tagesgeldkonto

Wem die Rendite bei Tages- bzw. Festgeld zu gering erscheint oder wer auf weitere sichere Anlageformen setzen möchte, hat einige Alternativen. Dem Anleger werden Finanzprodukte wie Discount-Zertifikate angeboten. Sie versprechen eine Rendite von etwa fünf Prozent solange sich der Markt in einer Seitwärtsphase bewegt und keine drastischen Kurseinbrüche verzeichnet. Die bereits erwähnte "Krisenwährung" Gold stieg in der Vergangenheit stets wenn die Aktienmärkte einbrachen. Dieses Phänomen hat sich jedoch während der letzten Finanzkrise relativiert. Zudem muss man auf Zins und Dividende verzichten. Für Anleger mit starken Nerven und langem Anlagehorizont kommen auch Dividendenaktien in Betracht. Derzeit sind Dividendenrenditen von fünf Prozent realistisch. Jedoch muss mit hohen Kursschwankungen gerechnet werden.

Sicherheit durch Risikostreuung

Durch eine konsequente Streuung der Risiken können größere Kursschwankungen ausgeglichen werden. Ein Tagesgeldkonto ist jedoch die sicherste und flexibelste Lösung. Darüber hinaus bietet die Einlagensicherung den wohl größten Schutz für private Anleger.