"Deutscher Fernsehpreis 2009": Die Gewinner

Sensation: Ganze elf Auszeichnungen gingen an Produktionen des ZDF

Die Jury des Fernsehpreises 2009 - Deutscher Fernsehpreis GmbH
Die Jury des Fernsehpreises 2009 - Deutscher Fernsehpreis GmbH
Der Mainzer Sender räumte auf der Fernsehpreisgala schlichtweg ab und gewann Auszeichnungen in nahezu allen Genres, die es im Fernsehen gibt. SAT.1 verliert bei der Quote

Am Samstag, den 26. September 2009, wurde im Coloneum in Köln der 11. Deutsche Fernsehpreis verliehen. Die von Bastian Pastewka und Anke Engelke als "Wolfgang & Anneliese" amüsant moderierte Gala wurde von SAT.1 übertragen. Mercedes-Benz sorgte mit 100 Limousinen für den Shuttle-Service und brachte zahlreiche Stars des deutschen Fernsehens vom Hotel Interconti aus der City zum Coloneum. Sechzig Köche, acht Patissiers, 170 Kellner, Sommeliers und Barkeeper sowie 40 Helfer hinter den Kulissen sorgten für eine perfekte Bewirtung der 1.400 geladenen Gäste.

Am roten Teppich wurden unter anderem gesehen

Comedian Oliver Pocher, Schauspieler Dieter Pfaff, Kollegin Anna Loos, Fernsehkoch Johann Lafer, Showlegende Hugo-Egon Balder, Schauspieldiva Hannelore Elsner sowie ihre Kollegen Friedrich von Thun, Anja Kling, Axel Milberg, Elmar Wepper, Christiane Paul, Ursula Karven, Joachim Krol, Christian Berkel, Barbara Auer, Hannes Jaenicke und Hanswerner Meyer. Ruth-Maria Kubitschek, Marco Schreyl, ZDF-Programmchef Dr. Thomas Bellut, Michel Friedmann, Jürgen Tarrach, Edgar Selge, Produzent Nico Hofmann, Richterin Barbara Salesch, Frauke Ludowig, Ina Müller, Guido Knopp und Society-Expertin Sybille Weischenberg waren ebenfalls zu Gast der Fernsehpreisverleihung.

Geschehen konnte den Gästen nichts, denn die Auswahl der anwesenden Kommissare des "Tatort“ hielt schützend ihre Hände über die Gala: Jan-Josef Liefers (Münster), Dominic Raake (Berlin), Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär (Köln) und Andrea Sawatzki (Frankfurt) waren neben vielen weiteren Kollegen in Köln zu Gast. Weiterhin dabei waren Mathis Landwehr, Jeanette Biedermann, Sonja Kraus, Jan Hahn, Matthias Köberlin, Sophie Schütt, Simon Gosejohann sowie Produzent Hermann Joha.

Die Gewinner des Deutschen Fernsehpreises 2009

Beste Sportsendung: Geehrt wurde die Arbeit des ZDF im Rahmen der "Leichtathletik-WM“.

Beste Regie: Nikolaus Leytner erhielt die Auszeichnung für seinen Film "Ein halbes Leben“ (ZDF), der auch in einer weiteren Kategorie punktete.

Bestes Drehbuch: Silke Zertz erinnerte in ihrer Dankesrede daran, wie einsam die Arbeit eines Drehbuchautors sein kann. Sie bekam den Preis für ihre beiden Bücher "Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen“ (Sat.1) und "Woche für Woche“ (ARD).

Beste Schauspielerin Hauptrolle: Sie ist Schauspielerin und verleiht im Grunde auch den Deutschen Filmpreis. Für ihre Arbeit im für das ZDF entstandene Drama "Schlaflos“, das aus der Feder von Drehbuchautor Norbert Ehry stammte, wurde diesmal die Auszeichnerin selbst ausgezeichnet: Senta Berger.

Bester Schauspieler Hauptrolle: Josef Hader bedankte sich für den Fernsehpreis, den er für die Verkörperung eines Mörders in "Ein halbes Leben“ (ZDF) bekam.

Bester Schauspieler Nebenrolle wurde der Nachwuchsstar Florian Bartholomäoi für seine Arbeit in "Bloch: Schattenkind“ (ARD). Als Beste Schauspielerin in einer Nebenrolle wurde Anna Fischer für "Die Rebellin“ (ZDF) prämiiert.

Beste Kamera: Der Preis ging an Martin Langer für "Tatort: Auf der Sonnenseite“ (ARD).

Bester Schnitt: Annemarie Bremer gewann den Preis für ihr Schaffen für "Die Wölfe“, dem Mehrteiler von Regisseur Friedemann Fromm, den Regina Ziegler für das ZDF produzierte.

Beste Musik: Die Jury um ihre Vorsitzende Bettina Böttinger befand die Arbeit von Ulrich Reuter für "Die Freundin der Tochter“ (ARD) und "Die Drachen besiegen“ (ARD) für auszeichnungswürdig.

Beste Ausstattung: Franz Godt und Monika Hinz wurden für ihre Arbeit im Rahmen des Dreiteilers "Die Wölfe“ (ZDF) geehrt.

Bester Fernsehfilm: Roland Suso Richter inszenierte das Eventmovie "Mogadischu“, das von teamWorx, Telepool, EOS Entertainment GmbH, ZEN productions und der ARD produziert wurde. „Mogadischu“ ist der beste Fernsehfilm dieses Jahres.

Bester Mehrteiler: "Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen“ (Olga Film, SAT.1) von Drehbuchautorin Silke Zertz, die ebenfalls einen Preis schon für das Drehbuch erhielt.

Beste Serie: Die Schauspieler Diana Amft und Florian-David Fitz überreichten den Preis für die beste Serie an das Team von "Der Lehrer“ (RTL), dessen Titelrolle von Hendrik Duryn gespielt wurde.

Beste Dokumentation: Ausgezeichnet wurde die Dokumentation "Freundschaft! Die Freie Deutsche Jugend“ von Lutz Hachmeister und Mathias von der Heide, HMR Produktion für die ARD.

Beste Reportage: Claus Cleber gewann den Deutschen Fernsehpreis für die Reportage "Die Bombe“ (ZDF).

Beste Show: Immer für einen Fernsehpreis gut ist "Wetten, dass..?“. Die Show vom 13. Dezember 2008 wurde wie immer von Thomas Gottschalk im ZDF moderiert und gewann eine Auszeichnung.

Beste Comedy: Auch die "TV Helden“ von RTL – Jan Böhmermann, Caroline Korneli und Pierre M. Krause – freuten sich über den Fernsehpreis.

Beste Informationssendung / Moderator: "ZDF-Wahlforum" mit Bettina Schausten und Christian Sievers wurden am 22. September nachnominiert, erhielten den Preis und nahmen per Zuschaltung aus Berlin an der Übertragung teil.

Mit je 15.000 Euro im Rahmen des Deutschen Fernsehpreises Förderpreis wurden das Kinderensemble des Mehrteilers "Die Wölfe“ (ZDF) von Produzentin Regina Ziegler und Regisseur Friedemann Fromm sowie Eva Stotz für ihre Reportage "Sollbruchstelle“ (3sat).

Showmaster Prof. Dr. Alfred Biolek erhielt den Ehrenpreis der Stifter von der ARD, RTL, SAT.1 und dem ZDF von Laudatorin Alice Schwarzer überreicht, die ausführlich den Werdegang und das berufliche Wirken des Preisträgers würdigte.

Vier Sender – ein Preis: Das Konzept des Deutschen Fernsehpreises ging auch im Jahr 2009 auf

Der Indendant des ZDF, Markus Schächter, konnte sich freuen: Elf Preise gingen an den Mainzer Sender. Dass das Team vom Lerchenberg dermassen abgeräumt hat, ist auch ein Beleg dafür, wie unabhängig die Jury unter Vorsitz von Moderatorin Bettina Böttinger arbeiten konnte. Der Überblick über die Nominierungen des Deutschen Fernsehpreises 2009 belegt auch, wie intensiv und senderübergreifend Produktionen gesichtet worden sind. Die Überlegenheit des ZDF ist mehr als ein Indiz dafür, wo der Qualitätsmassstab des deutschen Fernsehens zu Hause ist.

Verlierer des Abends ist SAT.1, denn insgesamt nur 1,34 Millionen Menschen (also 5,2 Prozent aller Zuschauer) wollten die Show sehen. Auch Mercedes-Benz gehört zu denen, die draufzahlen, denn von den 100 eingesetzten Limousinen war in der Berichterstattung so gut wie nichts zu sehen.

Preise zu gewinnen gibt es auch auf der Cologne Conference 2009

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