
- Gruppenbild Laudatoren und Preisträger 2010 - WDR / Herby Sachs / Max Kohr
Die Sonne, die den ganzen Tag über vom blauen Himmel lachte, war am Abend des 09. Oktober 2010 längst untergegangen, als es im Kölner Norden noch einmal taghell wurde: Rund 1.000 Gäste aus dem deutschen Fernsehgeschäft gaben im Scheinwerferlicht ihr Stelldichein vor dem Coloneum und glänzten in ihren Roben um die Wette. Promialarm auf dem Roten Teppich vor dem Studiokomplex, in dem der 12. Deutsche Fernsehpreis verliehen wurde: Stars, Sternchen und Macher kamen, um die besten Vertreter der Branche für ihre Leistungen zu ehren. Das Erste zeichnete die Gala auf und strahlte das Fernsehfest am Sonntag, den 10. Oktober 2010 im Anschluss an den "Tatort“ aus.
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Sandra Maischberger und Kurt Krömer moderierten die Gala, zu der Michael Brandner, Mirja Boes, Dietmar Bär, Dominik Raacke, Frank Plasberg, Anne Gesthyusen, Jeanette Biedermann, Maraike Arning, Ulla Kock am Brink, Cindy aus Marzahn, Wladimir Klitschko, Eva Habermann, Tom Gerhardt, Nadja da Silva, Leonard Lansink, Andrea Sawatzki, Dr. Dieter Wedel und Anja Kling erschienen waren. Am Roten Teppich gesehen wurden auch Marietta Slomka und Christoph Lang, Theresa Scholze mit Jochen Schropp, Jan Sosniok, Harald Glööckler, Frauke Ludowig, Wigald Boning, Kai Pflaume, Georg Uecker, Claus Vincon, Ulrike Frank, Susan Sideropoulos, Hinnerk Schönemann, Jan und Marion Fedder, Anne Menden, Markus Lanz, Wolfgang Bahro und die Intendanten der Sender als Gastgeber: Monika Piel (ARD), Anke Schäferkordt (RTL), Andreas Bartl (SAT.1) sowie Markus Schächter (ZDF).
Die Gewinner des 12. Deutschen Fernsehpreises
Der Fernsehpreis 2010 für die Beste Dokumentation wurde "Aghet – Ein Völkermord“ zugesprochen. Christian Rach gewann die Auszeichnung in der Kategorie Bestes Dokutainment für "Rach, der Restauranttester“ sowie "Rach’s Restaurantschule“. Die Kategorie Beste Unterhaltung gewann "Unser Star für Oslo“; "Die Fußball WM 2010 bei RTL“ wurde als Beste Sportsendung ausgezeichnet. "Logo! Die Welt und ich“ entschied den Fernsehpreis im Fach Beste Information für sich. Beste Reportage wurde "Somalia – Land ohne Gesetz“. Beste Comedy wurde die "heute-show“.
Ulrike Kriener wurde zur Besten Schauspielerin für ihre Performance in der Serie "Klimawechsel“ gekürt. In der Kategorie Bester Mehrteiler siegte "Im Angesicht des Verbrechens“. Sieger der Sparte Beste Serie darf sich "Danni Lowinski“ mit Annette Frier nennen. Als Bester Schauspieler gilt nun Christoph Bach für "Dutschke“. Der in Frankfurt produzierte "Tatort – Weil sie böse sind“ erhielt das Prädikat Bester Fernsehfilm. Der Förderpreis ging an die Nachwuchsschauspielerinnen Michelle Barthel und Carolyn Genzkow für "Keine Angst". Den Publikumspreis gewann die Daily Soap "Sturm der Liebe".
Besondere Leistungen: Die Namen der ersten Preisträger wurden vor der Gala veröffentlicht
Die aus neun Mitgliedern bestehende Jury zeichnete darüber hinaus Stefan Raab in der neuen Kategorie Besondere Leistung Unterhaltung zum Entertainer des Jahres aus: Ob mit "Schlag den Raab“ oder dem Erfolg beim Eurovision Song Contest – nach Ansicht des ProSieben-Geschäftsführers Thilo Proff zeigt Stefan Raab, dass harte Arbeit gepaart mit Qualität am Ende immer zum Erfolg führt. Den Fernsehpreis in der Kategorie Besondere Leistung Fiktion gewann das Ensemble der Serie "Im Angesicht des Verbrechens“ rund um Max Riemelt, Marie Bäumer und Ronald Zehrfeld. Den Fernsehpreis 2010 in der Sparte Beste Leistung Information nahmen Volker Heise und Thomas Kufus für die Doku "24h Berlin – Ein Tag im Leben“ in Empfang. Den Ehrenpreis der Stifter erhielt die deutsche Fußball-Nationalelf dafür, aus Sicht der Jury Fernsehereignis des Jahres gewesen zu sein.
Der 12. Deutsche Fernsehpreis wurde von unschönen Zwischentönen begleitet
Zahlreiche Schauspieler protestierten gegen den Entfall der Kategorien, mit denen bis 2009 die Leistungen von Autoren, Regisseuren und anderen Filmschaffenden gewürdigt worden sind. Nur Schauspieler wurden noch mit Einzelnominierungen bedacht. Jessica Schwarz und Thomas Kretschmann trugen daher T-Shirts mit der Aufschrift Rest-Nominierte/r. Schwarz meinte, dass die Schauspieler ohne die Kollegen von Buch und Regie nichts mehr zu tun hätten. Aufgrund dessen, dass viele Schauspieler durch Gagenkürzungen um bis zu 50 Prozent finanziell in ihrer Existenz bedroht sind, verteilten Hans-Werner Meyer und Heinrich Schafmeister vom Bundesverband der Film- und Fernsehschaffenden vor dem Roten Teppich kleine Sticker mit dem Aufdruck "Ich bin preiswert“.
Auf der Gästeliste standen aber noch viele weitere Prominente
Alisa Ailaboundi und Sara Nuru wurden ebenso auf dem Roten Teppich gesichtet wie Jo Weil, Nazan Eckes, Annemarie Warnkross, Hugo-Egon Balder, Fernanda Brandao, Mareile Höppner, Kati Witt, Kaya Yanar, Jenny Elvers-Elbertzhagen, Birgit Schrowange, Sabine Postel in Begleitung ihres Sohnes, Simone und Sophia Thomalla, Ruth Moschner und Richter Alexander Hold. Marie-Luise Marjan und weitere Vertreter des Ensembles der "Lindenstraße", Friedrich Nowottny und Hape Kerkeling zählten zu den Laudatoren. Marco Schreyl, Michael Kessler, Jürgen Tarrach, Wayne Carpendale, Paul T. Grasshoff, Victoria Brahms, Christoph M. Ohrt, Ralf Husmann, Dirk Grabosch, George Glueck, Dirk Galuba, Helmut Thoma, Peter Kloeppel und Wolke Hegenbarth gehörten zur den Gästen der Gala.
Der Zuschauer erlebte mit der Ausstrahlung der Aufzeichnung eine routiniert abgelaufene Veranstaltung ohne jedes Highlight, aber mit kurzweiliger Moderation und einer Lena Meyer-Landrut, die ihre Songs "Touch a New Day“ und natürlich "Satellite“ diesmal zur Begleitung der WDR-Big-Band performte. In Bezug auf die Änderungen zum Deutschen Fernsehpreis 2010 ließ Anette Frier ihre Figur Danni Lowinski sprechen, die anregte, dass die Verantwortlichen für die Veranstaltung eine konstruktive Lösung dafür finden sollten, damit sich alle Branchenteilnehmer im nächsten Jahr wieder gemeinsam betrinken können, denn eine Party gab es in 2010 nicht. Aber ein Essen. Da strahlten die Gäste wieder.
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