Deutschland sucht den Superstar artet aus

DSDS - Schlangen und Hängen in 20 m Höhe erinnern an Foltermethoden

Der 2. Recall fing erfolgversprechend an. Das Luxus-Hotel auf Teneriffa versprach den Kandidaten von DSDS richtige Ferienstimmung. Doch die Freude war nur kurz.

Es hätte so schön sein können, im Fünfsterne-Hotel auf der Kanareninsel Teneriffa. Die 37 DSDS-Kandidaten waren begeistert von ihrem neuen Zuhause. Sie erkundeten das Luxushotel und waren der Meinung, dass es ihnen hier besonders gut gehen würde. Auch Dieter Bohlen und seine beiden Jury-Mitglieder Nina Eichinger und Volker Neumüller saßen in bequemen Stühlen in der warmen Sonne am Strand. Der Himmel war azurblau, die Wellen plätscherten und Bade- und Bikinistimmung waren angesagt.

Die DSDS-Kandidatinnen werden auf eine harte Probe gestellt

Aber leider konnten die weiblichen Kandidaten von DSDS diese Stimmung nicht genießen. Manche bekamen schon rote Köpfe, als sie im knappen Bikini, der sicher nicht für Millionen von Zuschauern bestimmt war, vor die Kamera treten mussten. Wen wundert es, dass Mädchen aus religiösen Gründen sich schlichtweg weigerten ihre Hüllen fallen zu lassen? Was dann aber kam, trieb vielen weiblichen DSDS-Kandidatinnen die Tränen in die Augen. Statt eines Strandkleides mussten sie sich eine Schlange um den Hals legen lassen. Die Python wand sich nicht nur um den Körper der jungen Damen, sondern kroch auch um deren Intimbereich. Entsetzen stand in den Augen der jungen Mädchen und nun wurden sie aufgefordert zu singen. Misstöne waren die Folge, verständlich. Nur ganz Abgebrühten gelang es, einigermaßen den Ton zu treffen. Aber waren diese Mädchen wirklich die besten Sängerinnen?

Den männlichen DSDS-Kandidaten ging es nicht besser

Die männlichen Superstar-Bewerber mussten es sich gefallen lassen, dass man sie in einem Außenaufzug in 20 Meter Höhe fuhr. Für manche, die an Höhenangst leiden, war die Fahrt nach oben schon ein Alptraum. Oben angekommen wurden sie kopfüber an ein Seil gehängt und nun mussten sie ebenfalls ein Liedchen trällern, was den meisten nur unter größter Anstrengung gelang. Vorlage für diese Idee war angeblich ein Auftritt von Robbie Williams.

Früh am Morgen wurden die Superstar-Bewerber zum Frühsport angetrieben

Ein Superstar-Kandidat muss fit sein für seine Performance. Gut, das kann man ja noch einsehen. Schließlich muss der spätere Superstar ja mal ein enormes Pensum durchhalten können. Aber wenn man Ungeübte zu einem morgendlichen Frühsport zwingt und sie dann mit ihrer Unsportlichkeit bloßstellt, muss sich der Zuschauer fragen, ob das ganze Spektakel wirklich noch den Sinn hat, einen guten Sänger zu finden.

Die Kandidaten bei DSDS werden lächerlich gemacht

Was würde Dieter Bohlen wohl dazu sagen, wenn man ihn kopfüber in 20 Meter Höhe an einem Seil hängend singen ließe oder eine Riesenschlange sich um seinen Hals und sein bestes Stück schlängelt? Sicher nichts Nettes! Jeder dieser jungen Menschen hat den Traum, der nächste deutsche Superstar zu werden. Die allermeisten sind dafür ungeeignet, dass hart gesiebt werden muss ist klar. Aber auf welche Weise dies geschieht, bestimmen die Macher von DSDS. Die ganze Fernsehshow erinnert immer mehr an eine Mischung aus "Big Brother" und "Dschungelcamp". Darf man mit jungen Talenten so umgehen, gibt es keinen anderen Weg?