Möglicher Mobilfunk-Crash 2013 in Deutschland

Datengeschwindigkeit - Andreas Bögelsack
Datengeschwindigkeit - Andreas Bögelsack
Experten gehen davon aus, dass ein Mobilfunk-Crash bevorsteht, wenn nicht eine explizite Lösung gefunden wird.

Jeder liebt sein Mobilfunkgerät und kann sich nur schwer vorstellen, dass es auch beim Mobilfunk Grenzen an Kapazitäten geben kann. Allerdings ahnten selbst Hersteller und Verkäufer nicht, wie groß die Liebe denn sein könnte. Ob Smartphone oder iPhone, sie haben dafür gesorgt, dass ein unendlicher Datenstrom überall unterwegs ist. Seien es elektronische Nachrichten oder ganze Videos per Mobilfunk, es kommen Datenmengen zusammen, die das aktuelle Netz kaum noch verkraftet.

LTE-Technik ist nicht zwingend die Rettung

Nach Expertenmeinung unter Bezug auf einen wachsenden Datenstrom wird das Mobilfunknetz ohne gravierende Neuerungen 2013 den Anforderungen nicht mehr standhalten können. So wurde ermittelt, dass sich das Datenaufkommen in den Jahren 2007 bis 2009 fast verdoppelt hat. In den folgenden Zeiträumen wird es sich nach Hochrechnungen auf das zehnfache Volumen belaufen. Über den Neuzugang von LTE sind zwar viele begeistert, aber ob diese Technik den Anforderungen standhalten kann, wird bezweifelt. LTE ist die Kurzbezeichnung für Long Term Evolution und bietet eine Übertragungsgeschwindigkeit, die mit 150 Mbits/s angegeben ist. Dieser Wert entspricht ungefähr dem neunfachen im Vergleich zum herkömmlichen DSL-Anschluss. Zwar ist LTE eine Revolution im Bereich des mobilen Internets, fraglich bleibt nur, ob diese Technologie den Anforderungen an das Gesamtvolumen gerecht wird.

Besonders die vielen Videoanwendungen und Apps aller Couleur bringen Datenvolumina auf den Markt, die wohl real keiner vorher ahnen konnte. Die Freude über die allgegenwärtige Technik könnte im Verhältnis kurz sein, wenn sich nicht weiterführende Technologien ergeben, die diesem Datenvolumen gerecht werden können. Zwar wird nicht gleich alles zusammenstürzen, aber wenn man bedenkt, dass bei einer dann eventuellen Verbindung die Geschwindigkeit vergleichbar ist, sich ein HD-Video über ein Modem anzusehen, könnte der Spaß zu Ende sein. Davon ganz abgesehen wurde bislang nur der private Gebrauch beleuchtet. Die Anforderungen auch aus der Arbeitswelt sind stetig steigend und werden auch weiter steigen. Hier sind es dann enorm viele geschäftliche elektronische Postbriefe über Mobilfunk oder mal schnell eine digitale Präsentation. Das Datenvolumen scheint bereits heute einen Faktor zur Selbstvervielfältigung zu haben.

Ausbau zunächst nicht in Ballungsgebieten

Auch wenn LTE nicht die endgültige Lösung sein wird – seinen Ausbau, nicht wie bei allen anderen Vorgängersystemen, zunächst in Ballungsgebieten zu favorisieren, kommt der Lösung auch nicht wesentlich näher. Diese Auflage hat die Bundesregierung den Käufern, also den Mobilfunkanbietern, gemacht. Damit soll erreicht werden, dass vor allem unterversorgte Gebiete zunächst versorgt werden. Vorreiter dabei ist wohl der rosa Riese, der bis 2016 ungefähr 90 Prozent von diesen Gebieten erschließen will. Insgesamt wird auch diese moderne Technik auf dem neuesten technologischen Stand den befürchteten Datenstau kaum vermeiden können.

Diverse andere Anbieter experimentieren aktuell mit kleinen Einzellösungen für Ballungsräume und große Städte. Vom Würfel über Lightradio Nähbereichsantennen gibt es vielfältige Ansätze. Jedoch kann noch keiner sagen, welches System davon in Serie gehen kann oder eventuell nicht realisierbar ist. Es bleibt abzuwarten wie die weitere technische Entwicklung sich vollzieht, und ob alle auch 2014 noch ein unbegrenzt schnelles Mobilfunkvergüngen haben.

Andreas Bögelsack - Über meine Autorentätigkeit für verschiedene Website in speziellen Fachbereichen wurde ich animiert auch über Themen ...

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