DFB-Auswahl startet mit einem beeindruckenden Sieg in die WM

Lukas Podolski - Fifa
Lukas Podolski - Fifa
Die deutsche Nationalmannschaft überzeugt mit einem beeindruckenden 4:0 gegen Australien. Trainer Joachim Löw beweist dabei ein gutes Händchen.

Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Bei dem beeindruckenden 4:0-Sieg gegen völlig überforderte Australier präsentierte sich das Team von Nationaltrainer Joachim Löw im Moses-Mabhida-Stadion in Durban in bester Spiellaune. Zu den stärksten Akteuren des Abends zählten neben den Torschützen Lukas Podolski (8. Minute), Miroslav Klose (26.), Thomas Müller (68.) und dem Stuttgarter Cacau vor allem der deutsche Kapitän Philipp Lahm sowie Mesut Özil, der durch spielerische Leichtigkeit glänzte an fast jeder gefährlichen Aktion der deutschen Mannschaft beteiligt war. Die Erleichterung war Bundestrainer Löw, der die jüngste deutsche WM-Mannschaft seit fast 80 Jahren aufs Spielfeld geschickt hatte, hinterher deutlich anzumerken. „Es hat richtig Spaß gemacht, der Mannschaft zuzuschauen. Das gibt uns weiteres Selbstbewusstsein. Wir können jetzt mit einem Sieg im zweiten Spiel frühzeitig ins Achtelfinale einziehen.“

Klose und Podolski bedanken sich mit Toren für das Vertrauen

Erleichtert war Löw auch in der Gewissheit, alles richtig gemacht zu haben. Sowohl Podolski als auch Klose, an denen Löw trotz mäßiger Leistungen im Vorfeld festgehalten hatte, bedankten sich für das Vertrauen des Trainers mit einer starken Leistung und einem Tor. „Der Lukas wird explodieren“, hatte Löw vor der Partie angekündigt – und tatsächlich traf der Kölner Stürmer, der hinterher zum "Man of the Match" gewählt wurde, bereits in der achten Minute mit einem fulminanten Schuss. Und Miroslav Klose schoss zwar zunächst aus ein paar Metern freistehend am Tor vorbei und bestätigte damit die vielen Kritiker und Zweifler, wenig später war der Bayern-Stürmer aber nach einer schönen Flanke von Lahm zur Stelle. Begünstigt wurde der Treffer vom Patzer des australischen Torhüters Mark Schwarzer, der sich beim Herauslaufen verschätzt hatte.

Der Einsatz von Thomas Müller macht sich von Beginn an bezahlt

Doch nicht nur mit der Nominierung der umstrittenen Spieler Klose und Podolski bewies Löw ein gutes Händchen, auch bei der letzten noch offenen Personalfrage entschied er sich richtig. Statt Piotr Trochowski beorderte er den Bayern-Spieler Thomas Müller auf die rechte Mittelfeldseite, was sich von Beginn an bezahlt machte. Der Mann mit der Rückennummer 13, der seinen herausragenden Auftritt mit seinem Tor zum 3:0 krönte, sorgte mit seinen Dribblings und Hereingaben ständig für Gefahr und zählte zu den stärksten Akteuren auf dem Platz. Unter anderem legte er den Ball in der achten Minute Lukas Podolski auf und leitete damit den Sieg der deutschen Elf ein.

Auch Stuttgarts Stürmer Cacau gehört zu den Siegern

Zu den Siegern des Abends kann sich aber auch der Stuttgarter Stürmer Cacau zählen, obwohl der Bundestrainer ihn trotz starker Leistungen in der Vorbereitung auf der Bank gelassen und Klose den Vorzug gegeben hatte. Der gebürtige Brasilianer, der in der 70. Minute für eben Klose eingewechselt wurde, brauchte nur zwei Minuten um zu zeigen, warum er derzeit als gefährlichsten deutscher Angreifer gilt. Mit seinem 4:0 setzte er den Schlusspunkt hinter einen Auftritt, mit dem sich die deutsche Mannschaft im Kreis der WM-Favoriten Respekt verschafft haben dürfte. Die Fans im ganzen Land jedenfalls stehen nach dem überzeugenden und unterhaltsamen Auftaktspiel bedingungslos hinter der DFB-Auswahl, der in dieser Form alles zuzutrauen ist.

Markus Heffner, Markus Heffner

Markus Heffner - Informatik studiert, als Softwareentwickler gearbeitet, den Bettel hingeworfen, an der Uni Hohenheim Kommunikationswissenschaften ...

rss