
- DFB-Pokal: Trifft Marco Reus erneut gegen Berlin? - Andre Warnecke
Meister Borussia Dortmund zog bereits am gestrigen Dienstag durch ein 4:0 bei Holstein Kiel in die Vorschlussrunde des diesjährigen DFB-Pokalwettbewerbs ein. Die übrigen drei Partien sind am Abend angesetzt. Für Mönchengladbachs Trainer Lucién Favre wird der Trip zum Auswärtsspiel nach Berlin bei Hertha BSC die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.
Mönchengladbach schnuppert Finalluft
Zwar sind die acht in der Konkurrenz befindlichen Mannschaften noch zwei Runden vom Endspiel entfernt – für die „Fohlen“ geht es dennoch ins Olympiastadion. Als klarer Favorit muss sich Borussia Mönchengladbach mit der kriselnden Hertha auseinandersetzen. Das in der Rückrunde noch punktlose Team von Babbel-Nachfolger Michael Skibbe muss dabei schon auf ein kleines Wunder hoffen, um die Elf um Marco Reus zum Fallen zu bringen. Mut macht möglicherweise das 1:2 aus dem Liga-Match Anfang November, als die Gastgeber sogar in Führung gegangen waren. Viel mehr Argumente, die für einen Sieg sprechen, haben die Hauptstädter, die seit dem 3:2 in Wolfsburg am 11. Spieltag ohne dreifachen Punktgewinn sind, offensichtlich nicht. Mit Reus steht der zweimalige Torschütze des oben angesprochenen Vergleichs natürlich in der Startelf. Aber auch Mike Hanke, Patrick Herrmann und der vor allem bei Standards gefährliche Juan Arango dürften die Hertha-Defensive vor Probleme stellen.
Schafft Hoffenheim das erste Erfolgserlebnis in 2012?
Die TSG 1899 Hoffenheim rangiert mit nur zwei Zählern in der Bundesliga-Rückrunde tief im Tabellenkeller, soweit die erste Halbserie außen vor gelassen wird. Mit nur zwei Erfolgen aus den letzten neun Liga-Partien geht es derzeit steil bergab. Trainer Holger Stanislawski, vor der Saison vom FC St. Pauli verpflichtet, stellte sich bereits selbst in Frage, nachdem er für das Fehlverhalten seiner Elf immer weniger Verständnis zeigen kann.
Ein Sieg im Pokal könnte zunächst für Ruhe sorgen. Mit Greuther Fürth erwarten die Kraichgauer einen Gegner, der am Wochenende mit einer 1:3-Niederlage bei Dynamo Dresden ins neue Pflichtspieljahr gestartet ist. Ein Aufstiegsplatz ist vorerst futsch, schon macht sich der Gedanke an die „Unaufsteigbaren“ breit, für dessen Entstehen die „Kleeblätter“ durch mehrfach verpatzte Zweitliga-Endspurts alleinverantwortlich sind.
Im DFB-Pokal hat es bereits zwei Vergleiche zwischen den heutigen Konkurrenten gegeben. Dabei genoss die TSG jeweils Heimrecht und siegte 4:1 bzw. 2:1. Das letzte Resultat entstammt der Saison 2007/08, an deren Ende die Kraichgauer durch ein 5:0 ausgerechnet gegen Fürth den Aufstieg sicherten. Auswärts hat die SpVgg noch nie gegen Hoffenheim gewonnen. Fest steht: Der abendliche Verlierer wird sich unangenehme Fragen gefallen lassen müssen. Dies trifft auf 1899 noch ein Stückweit mehr zu.
Quellen:
DFB-Pokal-Wettbewerb, www.dfb.de
