
- Auslosung: Bayern München reist nach Stuttgart - Markus Unger
Unter den acht verbliebenen Mannschaften weilt auch ein Viertligist. Holstein Kiel schlug Mainz 05 und bekommt es Anfang Februar mit dem Deutschen Meister Borussia Dortmund zu tun. Neben den beiden bundesliga-internen Spielen zwischen Berlin und Mönchengladbach sowie zwischen Stuttgart und dem FC Bayern bestimmten Melanie Behringer und Oliver Bierhoff das Match 1899 Hoffenheim gegen Greuther Fürth.
DFB-Pokal: Favre zurück nach Berlin
Für Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre bedeutet das Los die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Bis vor rund 2,5 Jahren leitete der Schweizer die Geschicke bei den Hauptstädtern, die sich nach der vorzeitigen Entlassung von Markus Babbel mit Michael Skibbe einig geworden sind.
Nach seiner Reaktion hinsichtlich der Paarung gefragt ging Favre zunächst davon aus, Berlin spiele gegen Fürth. Als die Sache korrigiert wurde, entrutschte ihm ein spontanes „Perfekt“. Allerdings wolle er sich damit noch nicht befassen, immerhin seien noch fast zwei Monate Zeit.
Kiel hocherfreut über den BVB als Gegner
Der Trainer der „Störche“, Thorsten Gutzeit, nahm die Auslosung umringt von lärmenden Spielern mit einem Lächeln zur Kenntnis. Noch unter dem euphorischen Eindruck des Triumphs über Erstligist Mainz 05, über den sich FSV-Coach Thomas Tuchel, der mit der Leistung seiner Elf absolut nicht einverstanden war, sichtlich aufgeregt hatte, sprach er die Hoffnung aus, das Duell gegen den BVB in der heimischen Arena ausfechten zu können. Eine Verlegung ist aber nicht ausgeschlossen.
Für den Regionalligisten kommt es im Februar zum Match des Jahres, wenn nicht des Jahrzehnts. Gutzeit sprach die Relevanz des eigenen Publikums an und wünscht sich die Partie im Holstein-Stadion. Die Dortmunder sind in jedem Fall gewarnt. Ein Selbstläufer ist dieses Los keineswegs.
Süd-Gipfel: Stuttgart fordert die Bayern
Mit hoher Effizienz und einem bärenstarken Sven Ulreich hat sich der VfB Stuttgart gegen den Hamburger SV (3:1) ins Viertelfinale gespielt. Dort genießt das Team von Bruno Labbadia erneut Heimrecht. Diesmal empfängt es allerdings keinen Geringeren als den Rekordmeister und aktuellen Tabellenführer aus dem Freistaat Bayern. Die Chancen stehen gut, dass diese Begegnung live in der ARD oder im ZDF gezeigt wird. Für den VfB scheint der Pokalwettbewerb derzeit die einzige Möglichkeit, sich für die Europa League zu qualifizieren. An Motivation sollte es den Schwaben nicht fehlen.
Hoffenheim muss sich mit Greuther Fürth auseinandersetzen
Der sechste Bundesligist, 1899 Hoffenheim, bekommt es mit einem Vertreter aus dem „Unterhaus“ zu tun. Die SpVgg hat mit Nürnberg bereits eine Mannschaft aus Deutschlands höchster Spielklasse auswärts geschlagen (1:0). Da kommt die TSG, die in der Liga im Niemandslands herum schwimmt, gerade recht. Im Optimalfall könnte in dieser Saison endlich der vielfach verpasste Aufstieg gelingen. Ein langes Dabeibleiben im DFB-Pokal dürfte das I-Tüpfelchen darstellen, wohingegen Hoffenheim in diesem Wettbewerb die Chance hat, eine bisher mäßig verlaufende Spielzeit zu „retten“. Wie sich die Vorzeichen in den nächsten Wochen bis zum Viertelfinale entwickeln, bleibt abzuwarten.
Quellen:
DFB-Pokal-Auslosung des Viertelfinals, Live-Sendung in der ARD vom 21.12.2011
