Am 15. Mai 2010 ist es wieder soweit. Das Finale um den DFB-Pokal steht an und mit dem SV Werder Bremen und dem FC Bayern München erwarten uns zwei Mannschaften, durch die dieses Endspiel zum absoluten Highlight wird. Es sind nicht irgendwelche Vereine, die den Weg ins Finale geschafft haben, sondern im Berliner Olympiastadion wird es zum Aufeinandertreffen des Titelverteidigers aus Bremen gegen den Rekord-Pokalsieger aus München kommen.
Die Statistiken sprechen für sich
Wie exquisit dieses Aufeinandertreffen ist, zeigt ein Blick in die Statistik der beiden Vereine. Der SV Werder Bremen steht als Titelverteidiger nun schon zum zehnten Mal im Pokalfinale. Dabei ging der Verein sechsmal als Pokalsieger aus dem Endspiel hervor. Eine Statistik, die seinesgleichen sucht. Noch besser sieht dagegen die Statistik des Deutschen Rekordmeisters und -pokalsiegers aus. Der FC Bayern München steht nun zum 16. Mal im DFB-Pokalfinale und erzielte dabei 14 Endspiel-Siege. So viele wie kein anderer Verein. Dabei krönten die Bayern siebenmal eine erfolgreiche Saison mit dem sogenannten Double, also sowohl dem Sieg in der Meisterschaft als auch im DFB-Pokal.
Das Pokalfinale am 15. Mai 2010 im Berliner Olympiastadion ist das dritte Endspielaufeinandertreffen dieser beiden Spitzenvereine. Die Bilanz ist bisher ausgeglichen. Im Jahr 1999 gab es durch ein 6:5 im Elfmeterschießen einen wahren Krimi-Sieg der Bremer. Die Revanche glückte den Bayern quasi im Gegenzug, als sie im Jahr 2000 die Bremer mit 3:0 vom Platz fegten und den Pokal zurück nach Bayern holten.
Der Weg ins Pokalfinale 2010
In der ersten Runde fertigten die Bremer den 1. FC Union Berlin mit 5:0 ab und konnten schon früh einen Sieg in der Hauptstadt einfahren, den sie sicher gern im Finale wiederholen wollen. Im Anschluss daran gab es mit dem 2:1 gegen St. Pauli und dem 3:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern Siege gegen die beiden neuen Bundesligaaufsteiger. 1899 Hoffenheim wurde im Viertelfinale mit 2:1 besiegt, bevor das Halbfinale dann mit 2:0 gegen den FC Augsburg gewonnen wurde.
Ähnlich souverän war der Weg des FC Bayern München, der in der ersten Runde 3:1 gegen die SpVgg Neckarelz gewann und dann mit einem 5:0 gegen Rot-Weiß Oberhausen und einem 4:0 gegen Frankfurt zwei Schützenfeste feierte, um das dann nochmal mit einem 6:2 gegen die SpVgg Greuther Fürth zu vervollständigen, wobei der FC Bayern München in diesem Spiel sogar erst zurücklag, bevor die Ausnahmestellung des Vereins wieder mal zur Geltung kam. Im Halbfinale wurde dann der FC Schalke 04 durch ein Last-Minute-Tor in der heimischen Arena besiegt und somit das Traumfinale komplettiert.
In diesem Finale kann man jetzt gespannt sein, ob die Nordmänner um Markus Marin, Claudio Pizarro und Thorsten Frings den Titel verteidigen oder eher die bayerischen Topstars und schon feststehenden Meister um Arjen Robben, Franck Ribéry und Ivica Olic das Double perfekt machen.
