Die 10 beliebtesten US-Serien der Fernsehsaison 2010/2011

Icon des Autoren - Illustration: Friederike Rave
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"Criminal Minds" steigt weiter auf. "Two and a half men" fällt tief. Die Neueinsteiger heißen "Body of Proof" und "Blue Bloods".

Die Sieger und Verlierer der US-Fernsehsaison 2010/11 stehen nun fest. Krimi-Serien des Senders CBS belegen wie schon im Vorjahr die vordersten Plätze. Mit "Desperate Housewives" und "Grey`s Anatomy" fielen dafür gleich zwei Seifenopern aus den Top 10. Die dadurch freigewordenen Plätze wurden von den Newcomer-Serien "Body of Proof" und "Blue Bloods" eingenommen.

Platz 1: "NCIS" (Vorjahr: 1) (CBS)

Unglaublich, aber wahr. Im 8. Jahr gelang es diesem Krimi-Procedural nicht nur seine Pole-Position zu verteidigen, sondern auch seine Zuschauerzahl nochmals zu steigern. Schalteten in der Saison 2009/10 durchschnittlich 19,33 Millionen Amerikaner pro Folge ein, waren es in diesem Jahr sogar 19,46. Da es ist auch weniger tragisch, dass die Serie im Gesamtranking aller Fernsehformate vom 4. auf den 5. Platz fiel.

Platz 2: "NCIS - Los Angeles" (2) (CBS)

Auf dieses Spin-Off kann die Mutterserie zur Recht stolz sein. Im 2. Serienjahr ging es mit den Zuschauerzahlen von anfänglichen 16,08 Millionen pro Folge auf 16,54 weiter nach oben. Im Gesamtranking stieg die Krimiserie damit vom 9. auf den 7. Rang. Das deutsche Publikum tut sich allerdings schwer mit der Serie. Aufgrund mauer Quoten wurde die Ausstrahlung der 2. Staffel nach nur 5 Folgen erst einmal gestoppt.

Platz 3: "The Mentalist" (3) (CBS)

Trotz leichter Verluste beim einschaltenden Publikum (von 15,37 Millionen auf 15, 24) verbesserte sich "The Mentalist" im Gesamtranking vom 10. auf den 9. Platz. Noch beliebter als Krimi-Serien sind in den USA nur noch zwei andere TV-Genres. Zum einem sind es Reality-Formate wie "American Idol" (US-Version von "DSDS") und "Dancing with the Stars" (US-Version von "Let´s dance"). Zum anderen sind es Sportübertragungen wie Football. Am Trend des Vorjahres hat sich also auch im Jahre 2011 nichts verändert.

Platz 4: "Criminal Minds" (7) (CBS)

Seit dem Start der Serie im Jahre 2005 geht es, was das Gesamtranking betrifft, bisher immer nur weiter nach oben. Die 1. Staffel startete noch auf einen vergleichsweise bescheidenen 28. Platz. Mit der aktuellen 6. Staffel schaffte es "Criminal Minds" nun auf den 10. Rang. Was die Zuschauerzahlen angeht, erreichte das Procedural mit durchschnittlichen 14,11 Millionen Zuschauern pro Folge sein bisher zweitbestes Ergebnis. Das hilft ein wenig über den Schmerz hinweg, dass der erste Ableger dieses Serien-Franchise, "Criminal Minds: Suspect Behavior", es gerade einmal auf 13 Folgen brachte.

Platz 5: "CSI" (5) (CBS)

Mit Beendigung seiner 11. Staffel verlässt das "CSI"-Urgestein erstmals seit Serienstart die Top 10 der erfolgreichsten US-Fernsehformate. Durchschnittlich schalteten in dieser Saison immer noch 13,52 Millionen Amerikaner pro Woche ein, um dem Forensiker-Team bei seiner Arbeit zuzuschauen. Dafür reichte es immerhin noch für einen 12. Platz im Gesamtranking. Lawrence Fishbourne gibt nach nur 2 Staffeln seinen Posten als Chefermittler auf. Das wirft die spannende Frage auf, wer ihn wiederum beerben wird.

Platz 6: "Body of Proof" (neu) (ABC)

Dana Delany ("Desperate Housewives") ist der Star der erfolgreichsten Newcomer-Serie dieser Saison. Sie spielt hier die Rolle der Dr. Megan Hunt, die nach dem Ende ihrer Karriere als Neurochirurgin ihr medizinisches Fachwissen für die Aufklärung von Mordfällen nutzt. Mit 13,35 Millionen Zuschauern pro Woche stieg die Serie auf Platz 13 im Gesamtranking ein. Wann und auf welchem Sender die Serie in Deutschland zu sehen sein wird, steht bisher noch nicht fest.

Platz 7: "The big bang theory" (6) (CBS)

Aus dem Hause CBS kommen nicht nur die erfolgreichsten Krimi-Procedurals, sondern auch die beliebtesten Sitcoms des US-Fernsehens. Der Komödie um eine Physiker-WG gelang es in ihrem 4. Jahr die Brüder-WG von "Two and a half men" (TAAHM) vom Comedy-Thron zu stoßen. Dabei verzeichnete die Serie erstmals seit ihrem Start einen Verlust in der Anzahl der eingeschalteten Zuschauer. Von den 14,14 Millionen des Vorjahres schauten in diesem Jahr lediglich noch 13,13 Millionen zu. Das dürfte den Machern der Sitcom jedoch wenig Sorgen bereiten. Diese wurde nämlich bereits im Januar 2011 auf 3 weitere Jahre verlängert.

Platz 8: "The Good Wife" (9) (CBS)

Die Anwaltserie erfreut zu gleichen Teilen sowohl die Zuschauer als auch die Kritiker. Deren Hauptdarstellerin Julianna Margulies gewann das 2. Jahr in Folge als beste Darstellerin in einer Dramaserie bei den Screen Actors Guild Awards. Obendrein brachte die Serie ebenfalls eine Auszeichnung bei den Peabody Awards heim. Im Gesamtranking kletterte sie vom 18. auf den 16. Platz. Nur bei den wöchentlich eingeschalteten Zuschauern verlor "The Good Wife" einen kleinen Anteil seiner Fangemeinde (Rückgang von 13,12 auf 12,99 Millionen).

Platz 9: "Two and a half men" (4) (CBS)

Die Drogen-Eskapaden von Charlie Sheen und dessen despektierliche Äußerungen um den Produzenten der Serie Chuck Lorre sorgten letztendlich für seinen Rauswurf aus der Erfolgsserie. Bereits im Februar endete somit die 8. Staffel nach nur 16 Folgen. Mit durchschnittlichen 12,73 Millionen Zuschauern pro Folge fuhr die Serie ihre bisher niedrigsten Werte ein. Im Gesamtranking rutschte die Sitcom somit vom 11. auf den 17. Platz. Ashton Kutcher tritt in der nächsten Saison Charlie Sheens Nachfolge an.

Platz 10: "Blue Bloods" (neu) (CBS)

Der 2. Newcomer in dieser Liste ist ein weiteres Krimi-Procedural. Dessen Hauptdarsteller ist kein geringer als "Magnum"-Star Tom Selleck. Diesen sah man zuletzt in bisher insgesamt 7 TV-Filmen als pensionierter Polizisten "Jesse Stone". Mit 12,58 Millionen Zuschauern pro Folge stieg die Serie auf Platz 19 im Gesamtranking ein.

Harald von Treuenfels, Fotograf: Horst Werner

Harald von Treuenfels - Mitte der 1990er Jahre entdeckte ich meine Leidenschaft zum Film, die mit einem wöchentlichen Besuch im Kino kultiviert wurde. Damals ...

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