Die Äskulapnatter kommt in Deutschland nur an wenigen Orten vor, die Stadt Schlangenbad trägt ihren Namen auf Grund des Vorkommens der Schlange. In der Heilkunde dient die Äskulapnatter als Symbol für Heilberufe.
Das Aussehen der Äskulapnatter
Der wissenschaftliche Name der Äskulapnatter, welcher wahlweise Zamenis longissimus oder Elaphe longissima lautet, weist bereits auf die mit bis zu zwei Metern außerordentliche Länge der Schlange hin; die in Deutschland und Österreich lebenden Exemplare werden jedoch zumeist nur 1,50 Meter lang. Bei dieser Natter werden männliche Tiere länger als weibliche Tiere. Die Farbgebung einer Äskulapnatter kann sehr unterschiedlich ausfallen und reicht von Braun- und Olivtönen bis hin zu schwarzen Schlangen. An den Bauchschuppen erleichtern kleine Kiele der Äskulapnatter das Klettern. Ihre Jungen bringt die Äskulapnatter durch das Legen von Eiern zur Welt. Die als Italienische Äskulapnatter bezeichnete Schlange, deren größte Vorkommen auf der Insel Sizilien zu finden sind, stellt aus wissenschaftlicher Sicht eine eigene Art dar und wird als Zamenis liteanus bezeichnet.
Vorkommen der Äskulapnatter
Die Äskulapnatter lebt in Europa überwiegend im Mittelmeerraum. In Deutschland gibt es nur wenige Orte, für welche das Vorkommen der ungiftigen Schlange nachgewiesen werden konnte. Neben einigen kleinen Vorkommen in Passau sowie im Odenwald ist in erster Linie der Ort Schlangenbad zu nennen. Die Äskulapnatter bevorzugt Gebiete mit Gewässern, sie kann aber auch auf Dachböden und Heuböden leben. Da die Schlange auf dem Land jagt, ist das Vorhandensein einer Wasserfläche für die Schlange nicht lebensnotwendig. Von großer Bedeutung ist, dass die Lebensgebiete der Äskulapnatter ihr genügend Wärme bieten, so dass auch Waldränder infrage kommen. Nicht zu sehen ist die Äskulapnatter zwischen Oktober und April, da sie dann Winterruhe hält.
Nahrung und Fressfeinde der Äskulapnatter
Kleine Säugetiere wie Mäuse und Vögel stellen die Hauptbeute der Äskulapnatter dar, während sie ihrerseits von großen Vögeln wie dem Bussard sowie Mardern und Dachsen erbeutet wird. Im Mittelmeerraum gehören auch andere dort lebende Schlangen wie die Treppennatter zu den Fressfeinden der Äskulapnatter. Neben lebenden Tieren frisst die Äskulapnatter auch Vogeleier. In Gebäuden lebende Exemplare der Äskulapnatter ernähren sich fast ausschließlich von Mäusen.
Die Äskulapnatter und der Mensch
Die Äskulapnatter ist nicht giftig und greift den Menschen im Normalfall nicht an. Wenn sie sich bedroht fühlt, kann sie jedoch zubeißen. Ihre Bisse sind eigentlich ungefährlich und führen zu keinen ernsthaften Gesundheitsschäden, zumal die Bissstelle schnell verheilt. Trotz der Ungefährlichkeit des Schlangenbisses sollte die Natter nicht gereizt oder angefasst werden, da ihr Biss außerordentlich schmerzhaft ist. Auf Bauernhöfen ist die Äskulapnatter oft willkommen, da sie eine Mäuseplage wirksam bekämpft. Wie alle Schlangen, so steht auch die Äskulapnatter in Deutschland unter Naturschutz. In Schlangenbad informiert der Äskulap-Pfad über die für den Ort kennzeichnende Schlange.
Quellen:
Webseite der Gemeinde Schlangenbad
Informationen über die Äskulapnatter von Tier und Natur
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