Die Altmark – Eine herrliche Landschaft für Mensch und Pferd

Das Landhotel Mehrin in der Altmark - Elke Schulze
Das Landhotel Mehrin in der Altmark - Elke Schulze
Die Altmark ist ein herrlich ruhiger Landstrich im Norden Sachsen-Anhalts. Im Landhotel Mehrin können es sich nicht nur Kutschfahrer gut gehen lassen.

Ganz leicht hügelig mit Feldern und Wäldern, unterbrochen von klitzekleinen Ortschaften, präsentiert sich die Altmark. Die „Antiqua Marchia - die Alte Mark“, die als „Wiege Preußens“ gilt, liegt im Dreieck Hamburg – Hannover – Berlin, im Norden Sachsen-Anhalts und ist der älteste Teil der Mark Brandenburg. Knapp 100 Kilometer zieht sie sich von Westen nach Osten und etwa 70 Kilometer von Norden nach Süden. Sie hat eine Fläche von 4.500 Quadratkilometern, die sich auf zwei Landkreise verteilen: Im Westen befindet sich der Altmarkkreis Salzwedel und im Osten der Landkreis Stendal.

Mit der Kutsche und Karte durch die Altmark

Dazwischen liegt viel Landschaft, in die kleine Orte eingebettet sind. Manche erwecken den Eindruck, dass hier immer noch Kutschen und keine Autos fahren. Hier liegen Orte, die in Deutschland am weitesten von einer Autobahn entfernt sind. Umso besser lässt es sich mit der Kutsche durch die Altmark bummeln.

Pferde gibt es überall

Die Altmark ist seit jeher eine sehr pferdefreundliche Region. Pferde sind in jedem Dorf präsent, meistens werden sie angespannt. Kutsche fahren ist überall erlaubt, wo es nicht ausdrücklich verboten ist. Und verbotene Wege findet man nur wenige. Damit es Reiter und Fahrer noch bequemer haben, gibt es einen Reitatlas, den natürlich auch Fahrer nutzen können. Auf 54 wetterfesten Kartenblättern ist die gesamte Altmark im Maßstab 1:50.000 aufgezeichnet. Eingezeichnet ist dort alles, was der Wanderfahrer wissen muss: 1.600 Kilometer kartierte Reit- und Fahrrouten mit einem genauen Verzeichnis der Reiter- und Ferienhöfe, Naturdenkmäler, Rastplätze, Schutzhütten, Anbindevorrichtungen, Windmühlen, Frei- und Hallenbäder und so weiter sind in dem Reitatlas aufgeführt. Die nummerierten Routen müssten ein Verfahren unmöglich machen.

Übernachten im Schloss

Zum Übernachten bietet die Altmark für jeden Geschmack etwas. Es gibt Schlösser und Herrenhäuser, die die müden Wanderfahrer aufnehmen. Wer es etwas rustikaler, aber nicht mit weniger Komfort möchte, der kann es sich und seinen Pferden in einem Landhotel oder auf einem Reiterhof gemütlich machen. Für Selbstversorger gibt es die Möglichkeit Blockhütten zu mieten.

Das Landhotel in Mehrin

Etwas ganz Spezielles für Fahrer hat die Altmark am östlichen Rande des Landkreises Salzwedel in dem 100-Seelendorf Mehrin zu bieten. Hier erwarten den Fahrer nicht nur weitläufige Sandwege mit einer Wasserfurt zum Durchfahren, sondern auch ein drei Hektar großer Fahrplatz mit festen Hindernissen. Für Fahrer wird ein spezielles Programm angeboten. Dieses beginnt am Donnerstagnachmittag mit einem Zeitfahren, bei dem eine etwa sechs Kilometer lange Strecke in einer bestimmten Zeit zurückgelegt werden muss. Am Freitag steht eine Kutschenrally auf dem Programm. Auf der Strecke sind an sechs Haltepunkten Aufgaben vom Fahrer und Beifahrer zu lösen oder Fragen zu beantworten.

Am Freitagnachmittag geht es weiter mit einer Ausfahrt durch die Altmark inklusive Flussdurchquerung und Picknick beziehungsweise Kaffee und Kuchen. Am Samstagmorgen wird ein Kegelparcours nach Zeit und Fehlern absolviert und am Nachmittag stellen die Fahrer ihr Können im Geländefahren unter Beweis. Hier müssen drei feste Hindernisse und eine Wasserdurchfahrt nach Zeit durchfahren werden. Bei diesen „Kutscherspecials“ kann jeder mitmachen, der Fahranfänger, wie auch der erfahrene Turnier- oder Freizeitfahrer. Hier geht es nicht um gewinnen oder verlieren, sondern um den Spaß am Fahren. Der Fahranfänger oder Freizeitfahrer kann ausprobieren, wie es auf einem Turnier wäre, und der Turnierfahrer kann in lockerer Atmosphäre trainieren. Nebenbei lernt man Gleichgesinnte kennen und kann beim abendlichen Grillen fachsimpeln.

Elke Schulze www.derkutschbock.net, Lena Henze

Elke Schulze - Elke Schulze ist Agraringenieurin, ausgebildete Tierheilpraktikerin und studierte im Fernstudium Journalismus. Seit 2007 gibt sie das ...

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