
- Tagesgeld - © Michele Lorenzini/Fotolia.com
Beim Tagesgeld handelt es sich um eine kurzfristige Form der Geldanlage, die besonders in den letzten Jahren starken Zuspruch von vielen Anlegern erhalten hat. Diese Form der Geldanlage gilt als relativ sicher, da Kundeneinlagen in Tagesgeldern bei deutschen Banken von der gesetzlichen und privaten Einlagensicherung abgedeckt werden. Da das Kapital jederzeit abrufbar ist, ist auch eine hohe Verfügbarkeit gegeben. Eine vergleichsweise gute Rendite lässt viele Anleger das Tagesgeld als Kapitalanlage wählen, wenn es um eine kurzfristige Geldanlage geht. Ein Tagesgeldkonto eröffnen kann man heutzutage nahezu problemlos bei jeder Bank, sei es online über das Internet oder auf herkömmliche Art und Weise in Form der persönlichen Kontoeröffnung in der Geschäftsstelle des jeweiligen Kreditinstitutes.
Die Sicherheit von Tagesgeld
Für viele Anleger spielt der Sicherheitsaspekt bei der Geldanlage eine sehr große Rolle. Mit der Entscheidung, Kapital in Form von Tagesgeld anzulegen, entscheidet man sich für eine der sichersten Geldanlagen. Die hohe Sicherheit des Tagesgeldes resultiert daraus, dass kaum Risiken vorhanden sind, die ansonsten bei Geldanlagen bestehen können. Immer ausgehend davon, dass man das Tagesgeldkonto bei einer deutschen Bank bzw. zumindest bei einer in der Eurozone ansässigen Bank eröffnet, besteht weder ein Zinsrisiko, noch ein Kursrisiko und auch kein Währungsrisiko. Das einzige Risiko, das bei der Anlage in Tagesgeld besteht, ist das Emittentenrisiko. Aber auch falls die kontoführende Bank zahlungsunfähig werden sollte, ist man beim Tagesgeld durch die Einlagensicherung sehr gut gegen den Verlust des Kapitals geschützt. Die gesetzliche Einlagensicherung für den Euro-Raum gibt derzeit (Stand 1. Juli 2009) vor, dass Einlagen auf Tagesgeldkonten mindestens bis zu einer Anlagesumme von 50.000 Euro je Kunde abgesichert sein müssen. Darüber hinaus bestehen in Deutschland auch noch private Einlagensicherungsfonds der Banken, welche die Kundeneinlagen meist sogar bis zu einer Höhe von vielen Millionen Euro absichern.
Die Rendite beim Tagesgeld
Die Rendite ist ein entscheidender Faktor bei der Auswahl der Geldanlage. Da das Tagesgeld vom Grundsatz her eine sehr kurzfristige Geldanlage ist, muss man dieses auch bei der "Bewertung" der möglichen Rendite berücksichtigen. Die Zinsen beim Tagesgeld orientieren sich am Niveau der Markzinsen, sprich dem Leitzins. Hierbei ist aber zu beachten, dass es deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Banken gibt, wenn es um die Höhe der Zinsen geht. Häufig bieten die Banken sehr gute Konditionen für neue Kunden an, die in Tagesgeld investieren. Derzeit befindet sich der Leitzins auf einem historischen Tiefststand, daher kann man aktuell (Juli 2009) im Durchschnitt auch nur ca. zwei Prozent Rendite beim Tagesgeld erwarten. Anfang des Jahres hingegen waren noch Sonderkonditionen bis zu sechs Prozent möglich.
Weitere Tagesgeldkonditionen
Neben den Zinsen spielen für manche Anleger beim Tagesgeld noch andere Konditionen eine größere Rolle. Die sonstigen Konditionen bestehen unter Anderem aus der Häufigkeit der Zinskapitalisierung, die dafür verantwortlich ist, in welchem Umfang der Anleger den Zinseszinseffekt nutzen kann. Manche Anbieter schreiben die Zinsen monatlich gut, anderen quartalsweise und manche nur jährlich. Eine weitere Kondition (Bedingung) ist die maximale Anlagesumme, die manche Banken beim Tagesgeld vorgeben. Diese Kondition kann besonders für Anleger von Bedeutung sein, die relativ hohe Kapitalsummen in Tagesgeld investieren möchten.
Eltern, die ihren Kindern einen besseren Umgang mit Taschengeld vermitteln wollen, können sich auch über die Anlage von Tagesgeld informieren.
