Die ansprechende graphische Gestaltung von Büchern

Mögliches Cover-Motiv - Marion Sempf, Pixelio
Mögliches Cover-Motiv - Marion Sempf, Pixelio
Nicht nur beim Buchcover, auch beim Inhalt des Buches gibt es verschiedene Möglichkeiten, diesen ansprechend zu gestalten.

Schon alleine die Wahl der Schriftart kann das Interesse eines Lesers wecken oder auch schnell zum Erlahmen bringen. Überdurchschnittlich häufig verwendete Schriftarten wie Arial, Courier oder Times New Roman wirken mittlerweile ziemlich abgenudelt, zumal die letztgenannte Schriftart ohnehin standardmäßig unter MS Word voreingestellt ist. Courier-Schriftarten wiederum wirkt stark digitalisiert und somit nicht sehr ansprechend.

Umgekehrt wirken sehr verspielt und verschörkelt wirkende Schriftarten wie einige Script-Types zwar auf den ersten Blick sehr ansprechend, weil sie an eine schöne Handschrift erinnern, auf die Dauer kann das Lesen jedoch ziemlich anstrengend werden, sodass das Interesse am Inhalt des Buches schnell erlahmt, insbesondere bei mehreren hundert Seiten langen Werken.

Empfehlenswerte Schriftarten für das eigene Buch

Als Alternative zu Courier, Arial und Times New Roman bieten sich beispielsweise an:

  • Book Antiqua
  • Bookman Old Style
  • Century Gothic
  • Verdana
  • Garamond
  • Comic Sans MS.

Comic Sans MS wirkt zwar auch ein wenig verspielt, ist jedoch im Gegensatz zu den Script-Schriftarten gut lesbar, auch bei Schriftgrad 10. Bei den anderen, oben genannten Schriftarten bieten sich die Schriftgrößen 11 oder 12 an. Alle aufgelisteten Schriftarten verfügen über ein klares, angenehmes Schriftbild und werden für Textdokumente noch nicht so häufig verwendet wie Arial oder Times New Roman.

Überschriften und Absätze

Sehr lange Passagen ohne Absätze können sehr ermüdend wirken, deshalb empfiehlt es sich nach Möglichkeit, regelmäßig einen Absatz einzufügen, damit der Inhalt in appetitlichen Häppchen und nicht als geballte Ladung an Buchstaben präsentiert wird. Analog gilt dies auch für die Verwendung von (Zwischen-)Überschriften, da sie auch darauf hinweisen, dass nun ein neues Kapitel, eine neue Sichtweise, eine neue Situation eingeleitet wird. Idealerweise heben sich Überschriften durch Fettdruck und eine größere Schrifttype (14 oder 16) vom übrigen Fließtext ab. Die gleichzeitige Verwendung von Fettdruck und/oder Kursivschrift/unterstrichen wirkt ziemlich überladen und ist somit eher als kontraproduktiv zu werten. In bestimmten Fällen können auch Nummerierungen und weitere Untergliederungen (1.1, 1.2 ...) sinnvoll sein.

Überschriften können einen groben Überblick über das Thema im folgenden Kapitel geben, sollten jedoch auch nicht zu plakativ und offensichtlich wirken. Schildert der Autor in einem Kapitel etwa ein Fest, das durch ein heftiges Sommergewitter gestört oder gar beendet wird, wirkt eine Überschrift wie "Ein Gewitter fegt die Festwiese leer" oder "Das Sommergewitter" ziemlich einfallslos. Alternativ bieten sich Überschriften wie diese an:

  • Donnerwetter beim Schlossfest
  • Am Ende eines heißen Sommertages
  • Donnerwetter in doppelter Hinsicht

Die Verwendung von Fotos und Graphiken

Gerade bei Sachbüchern, etwa über die Haltung bestimmter Haustiere, bietet sich die Verwendung von Fotos, Zeichnungen und Graphiken an, um den geschriebenen Inhalt anhand von Abbildungen für den Leser anschaulicher und verständlicher zu gestalten. Die ausführlichste Beschreibung über einen Dsungarischen Zwerghamster erzielt erst seine volle Wirkung, wenn auch tatsächlich ein Foto des kleinen Nagers beigefügt ist, zumal – um bei dem genannten Beispiel zu bleiben – in manchen Fällen Verwechslungsgefahr mit der östlichen Unterart des Dsungaren, dem Campbell-Zwerghamster, besteht. Analog gilt dies auch für eine Vielzahl von Aquarienfischen.

Bei Büchern, die sich auf Handwerk, Handarbeiten, kreatives Gestalten und Ähnliches beziehen, helfen Graphiken und Abbildungen dem Leser, den schriftlichen Inhalt der Anleitung anhand von Bildmaterial besser zu verstehen und in die Praxis umzusetzen.

Auch in Belletristik-Büchern können nicht nur auf dem Cover, sondern auch im Innenteil Fotos verwendet werden, etwa zur Illustration einer Gegend, die in einer Geschichte oder im Roman im Allgemeinen beschrieben wird. Fotos wirken auch in der Belletristik vielfach als Aufhänger und Appetithäppchen auf den Fortgang der Geschichte.

Verwendung von Fotos in eigenen Büchern: Urheberrechte

Allerdings sind, sofern es sich nicht um eigene Fotos handelt, selbstverständlich die Urheberrechte des jeweiligen Fotografen zu achten. Verwendet der Autor Fotos eines dritten Fotografen, so sind diese deutlich im Impressum oder in einem gesonderten Bildnachweis am Ende des Buches zu kennzeichnen, sofern sich in dem Buch eine Vielzahl von Fotos und Abbildungen befinden. Eine schriftliche Genehmigung des Fotografen ist in jedem Fall einzuholen, um spätere juristische Probleme zu vermeiden.

Bildnachweis: Mögliches Buchcover-Motiv: (c) Marion Sempf, Pixelio; Krimi-Sammlung: (c) Dorothea Jacob, Pixelio; Schriftzug BOOKS: (c) Markus Wegner, Pixelio

Alexandra Döll, Autorin, Marina Hong, Düsseldorf

Alexandra Döll - Persönliche Daten: geboren 1974 in Essen, wohnhaft ebendaFamilienstand: ledig, keine KinderAbitur 1993, anschließend ...

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